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   Chapter 5 No.5

Handbuch der deutschen Kunstdenkm?ler, Bd.1, Mitteldeutschland, 1914 By Georg Dehio Characters: 167485

Updated: 2017-12-04 00:02


VACHA. Sachsen-Weimar VB Dermbach.

Stadt-K. Vom ma. Bau erhalten der WTurm mit rohem sprom. Portal und kleinen frgot. Fenstern. Obergescho? 16. Jh. - in der Sakristei 2 Bildnisgrabsteine 1621; sorgf?ltige Kostümbilder.

Klst.-K. der Serviten. Der allein erhaltene Chor um 1400 dient als Friedhofs-K. - Wandgem?lde E. 15. Jh. (rest.). Rittergrabsteine v. Mansbach 1483, v. d. Tann 1424.

Haus Widemark, sehr stattlicher Fachwerkbau auf steinernem Erdgescho?, erb. 1613 von Hans Weber aus Hersfeld in hessischem Charakter. Die innere Ausstattung z. T. erhalten. [pg 404] - Auch sonst mehrere gute Fachwerkh?user, namentlich das ehem. Rathaus. (1878 brannten 64 Wohnh?user ab.)

Der Brunnen von 1613 mit S. Veitsstatue wird zu den sch?nsten in Thüringen gerechnet.

Stadtbefestigung in betr?chtlichen Teilen erhalten. - In der N?he die vorgeschichtliche Burg Oechsen.

VACHDORF. Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

Dorf-K. inmitten der Ringmauer einer ehem. Wasserburg. Kirche nach 1626. Einfache, ansprechende Ausstattung aus derselben Zeit.

VARGULA. Pr. Sachsen Kr. Langensalza.

Dorf-K. Einfach got. 1434. Steinerne Moseskanzel 1609.

VEITH?CHSHEIM. UFranken BA Würzburg.

Pfarr-K. von 1690 mit sprom. Turm. Ausstattung aus der gleichen und der n?chstfolgenden Zeit.

Friedhofs-Kap. einfach rom. 12. Jh., Ver?nderung 1589. - Gute Bar. Plastik.

Schlo?. Erste noch bescheidene Anlage für Fürstbischof v. Dernbach, (1680-82). Der Kavalierbau neben der Kirche 1748. Erweiterung des Schlosses durch Pavillonanbauten 1753, nach Pl?nen von Neumann. Im Treppenhaus bmkw. Skulpturen von P. Wagner um 1770. Die hübsche, doch nicht bedeutende Ausstattung der Zimmer rok. und klassizistisch. - Den Ruhm Veith?chsheims machen die ausgedehnten Gartenanlagen des Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim 1763-75 (Leiter, doch kaum Erfinder, der Bauamtmann Geigel). Der kleinere ?ltere Teil liegt in der Achse des Schlosses, der jüngere seitlich, Verbindung durch Terrassen. - Die r?umliche Ausdehnung nicht sehr gro? (der untere Garten 300m lang, 200 m breit), viel Wasser als Springbrunnen, Becken und See, ganz verschwenderisch reich die plastische Dekoration, in der Veith?chsheim unerreicht ist. Sie verteilt sich auf 3 Künstler (mit Gehilfen): Auwera, noch in bar. Tradition (Figg. des Schlo?parterres, Neptun an der n?rdl. Gartenmauer), Dietz, ein leichtsinniger, überbeweglicher Rokokogeist (der sog. Helikon im gro?en See, die gro?e Orpheusgruppe mit den Tieren, die koketten Allegorien in halb idealer, halb modischer Tracht), P. Wagner, ein gediegener Vertreter des eigentlichen Zopfes, d. h. des überganges vom Rok. zum Klassizismus (gro?e Ruinenkaskade mit Neptun, Ceres, Saturn). Wagner arbeitete über 1775 hinaus. - Obschon der Eindruck der Vegetation heute ein erheblich anderer, als der gewollte, und auch die Einteilung nicht ganz intakt ist, bleibt uns der Garten von Veith?chsheim einer der anschaulichsten Vertreter der Gartenkunst des 18. Jh., die wir noch haben.

[pg 405] VEITLAHM. OFranken BA Kulmbach.

Pfarr-K. 1597. In origineller Weise gotisierend. Flachged. Lhs. mit eingebautem Treppen-Turm. - Gute ikon. Grabsteine der Herren v. Künsberg 16. und 17. Jh. Bronzeepitaph 1551 gegossen von Kunz Neilich. - Befestigter Kirchhof.

VEITSBERG. Sachsen-Weimar VB Neustadt.

Kirche. ?ltester Bestandteil der OSchlu? des n?rdl. Ssch., vielleicht von einem Bau des 11. Jh. (Lehfeldt vermutet Burgkapelle der Grafen v. Gleisberg) und in diesem Fall der ?lteste erhaltene kirchliche Bau im thüringischen Vogtland. Das Kreuzrippengew?lbe unm?glich von 974 (Lehfeldt nach Mothes); immerhin ist die Konstruktion altertümlich, indem der eine Diagonalbg. durchgeht (von NO nach SW), der andere in zwei Armen gegen ihn st??t. - Die übrigen Teile der K. zeigen eine verworrene Folge von Erweiterungen und wiederum Reduktionen: sprom., hochgot., spgot. - gAltarwerk um 1480. Au?en an den Streben Reliefs aus der Passion (nach Lehfeldt um 1360, nach Mothes um 1170). - Got. Wandmalerei am Triumphbg. und am Chorgwb. - Glasbilder in den Chorfenstern nach Lehfeldt um 1210 (?).

VESSRA. Pr. Sachsen Kr. Schleusingen.

Kloster-K. (Pr?monstrat.) Ruine. Gegr.1131, Brand 1201 kaum von umfassend zerst?render Wirkung. Kreuzf. flachged. Basilika mit strenger Quadratur in den Abmessungen des Gr. und Triangulatur des Querschnittes. Lhs. 32 : 16 m, 9 Arkaden auf schlichten quadr. Pfll., am Sockel attisches Profil, am K?mpfer Schmiege mit Schachbrettmuster. Die Fenster des südl. Ssch. rundbg. und einfach abgeschr?gt, die des n?rdl. Ssch. got. erweitert. Der westl. Vierungsbg. auf Kragsteinen. Gegen N und S sind keine Vierungsbgg. vorhanden. Der quadr. Vorchor mit 1/2kr. Apsis und die 1/2kr. Nebenapsiden zerst?rt, doch in den Fundamenten zu erkennen. Keine Krypta; (die Gewohnheiten der Pr?monstratenser in dieser Hinsicht dieselben wie die der Hirsauer und sp?ter der Cistercienser). Pfll. und Bgg. in Sandsteinquadern, Mauern in Bruchstein. - Der WBau wohl nach dem Brand von 1201. Zwei vierseitige Türme flankieren die rck. Vorhalle; Kreuzrippengwbb.; Rippenprofil rck. mit vorgelegtem Pl?ttchen und leicht gesch?rftem Rundstab; auf Ecks?ulchen mit dekorierten Würfelkapitellen ruhend. Nach au?en ?ffnet sich die Vorhalle in einer weiten rundbg. Arkade, in das Schiff führt ein reiches, dreifach abgetrepptes sprom. Portal. Die Fassade beginnt mit energisch profiliertem Sockel. Die wagerechte Teilung durch Gesims und Bogenfries entspricht der H?henabstufung der Schiffe; [pg 406] schm?lere und breitere Lisenen vollenden die wohlproportionierte, von keinen Fenstern unterbrochene Fl?chengliederung. Hierauf folgt in anderem Material je ein freistehendes Turmgescho? mit spitzbg. Blenden und ein Zwischenhaus mit Satteldach, an der niederen Wand eine rundbg. Arkatur. Die Obergeschosse aus sp?terer got. Zeit und in schlechterer Technik. Am n?rdl. Qsch. die Begr?bniskap. der Grafen v. Henneberg, gew. 1182; die Bestimmung der analog im S errichteten ist ungewi?; vielleicht die 1149 gew. Abtkapelle S. Georg? - Rom. Taufstein, breite Schale mit s?ulenartigem Fu?. - In der Klostermauer eine Torfahrt; das Gew?nde dreifach abgetreppt und mit Sll. ausgestellt, die Bg.L?ufe mit Zickzackornament in rck. Umrahmung; eine daneben befindliche kleinere Tür vermauert. Die jetzige Schmiede wird als ehemalige Pf?rtnerei gedeutet.

VIERZEHNHEILIGEN. Sachsen-Meiningen Kr. Saalfeld.

Dorf-K., früher Wallfahrt, ger?umiger Bau aus M. 15. Jh.

VIERZEHNHEILIGEN. OFranken BA Staffelstein.

Wallfahrts-K. und Cistercienserpropstei. Beg. 1743 von Balthasar Neumann; nach seinem Tode (1753) genau in seinem Sinne weitergeführt; voll. 1772. - Die immer weiter ausgreifende Phantasie des gro?en Rokokomeisters wagt in diesem Alterswerk ein ?u?erstes. Zwar die Au?enansicht verr?t noch nichts Ungew?hnliches; sie scheint einer kreuzf?rmigen Basilika zu entsprechen. Aber das Innere ordnet sich keiner einzigen bekannten Raumkategorie ein. Es ist m?glich, da? Neumann die erste Anregung von der benachbarten Klosterkirche Banz empfangen hat; nur erscheint Dientzenhofers Kühnheit im Vergleich mit dem, was hier unternommen wurde, schüchtern. Der erste Anblick l??t das geometrische Prinzip, nach dem die Gew?lbe und ihre Stützen geordnet sein k?nnten durchaus im Unklaren. Die Gerade kommt nur vor, wo sie statisch unvermeidlich ist, d. h. als Senkrechte an Pfeilern und S?ulen; alle zur Grundfl?che parallel laufenden Linien sind Kurven, und zwar Kurven zweiter Ordnung, ebenso die Gew?lblinien. Nach und nach entdeckt man dann folgendes (vgl. den Gr. bei Dohme und Gurlitt): Auf der M. der L?ngsachse steht der Gnadenaltar der vierzehn Nothelfer; über ihm eine ovale Flachkuppel, von Freipfll. mit vorgesetzten kolossalen korinth. Sll. getragen; hieran schlie?t sich nach der L?ngsachse im O und W je ein kleineres Oval; wo sie sich mit dem mittleren tangieren, werden Querachsen gebildet; eine kürzere, an die Umfassungsmauer des Lhs. reichende im W; eine l?ngere, auch nach, au?en als Qsch. sich geltend machend, zwischen dem Hauptoval und dem Choroval. Diese Figuren [pg 407] werden jedoch nur in den Gew?lben selbst erkennbar, die Grundri?stellung der Stützen bringt von ihnen nur Segmente zur Erscheinung. Sodann gibt es keine zusammenh?ngenden K?mpferlinien, da über allen Intervallen Stichkappen in die Kuppelfl?chen eingreifen. An den Kreuzungspunkten der beiden Querr?ume mit dem L?ngsraum, wo man sonst eine zusammenh?ngende Form oder eine H?hensteigerung zu finden gewohnt war, fliehen sich hier die Gew?lbelinien und sinken sie ein. Im Sinne der Hochrenss. w?re dies alles barbarische, antiarchitektonische Willkür; was Neumann sucht, ist die Poesie des Geheimnisvollen. Leider hat der Meister in seinem abstrakt gewordenen Denken durch einige schwere Fehler sein eigenes Werk gest?rt. Die ganz entsetzliche Gestalt der Nebenr?ume, in denen man auf der einen Seite gerade Linien, auf der anderen unverst?ndliche Kurven hat, mag noch hingehen. Unentrinnbar st?rend sind aber die Fenstereinschnitte, die v?llig au?er Zusammenhang mit dem inneren Rhythmus das Bild an zahllosen Stellen durchl?chern. Sie sind es auch, die keinen vollen Genu? an dem für sich sehr harmonischen Kolorit der prachtvollen Verkleidung mit Marmorstuck aufkommen lassen. - Die Frage, ob diese Architektur dem Bar. oder dem Rok. zuzuz?hlen sei, ist mü?ig. Entschiedenen, programmatischen Rokokocharakter haben aber die Alt?re, soweit sie von Neumann selbst herrühren, vor allem der zentrale Gnadenaltar; an ihm ist jeder Anklang an die architektonische Form vermieden. Nicht ganz so extrem die Seitenalt?re von J. M. Feichtmayer. Das Hochaltarblatt und s?mtliche Fresken von Giuseppe Appiani (mehrere nach dem Brand 1835 erneuert). - Die Fassade bildet in der Mitte eine vorspringende Kurve und wird von zwei von unten auf 8eck. Türmen begleitet; zum Ruhme des Meisters kann sie nicht beitragen.

VIESELBACH. Sachsen-Weimar VB Weimar.

Dorf-K. wesentlich 17. Jh. - Kanzelbau 2. H. 18. Jh., die Figuren aus spgot. Altarwerken.

VITZENBURG. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

Schlo? 2. H. 16. Jh. Portal bez. 1574. Verlorene Inschr. von 1587 gab den Baumeisternamen Nickel Delitzscher. NFlügel 1694. Treppenpavillon 1767. Alle Einzelheiten stark rest.

VOIGTSBERG. K Sachsen AH ?lsnitz.

Gro?e Burg, im jetzigen Zustande ohne kunstgeschichtliches Interesse.

VOLKACH. UFranken BA Gerolzhofen.

Stadtpfarrk. 1sch. spgot. Kirche mit polyg. geschl. Chor (Baubeginn 1413) mit spgot. Netzgew?lbe und urspr. 3sch. [pg 408] Lhs. (um 1474), das im 18. Jh. durch Herausschlagen der Pfll. und Einziehung einer stuckierten Spiegeldecke 1sch. umgestaltet wurde. Das ?u?ere besitzt reiche spgot. Gliederung. Details in der Art des Meisters Hans Bock (Dommeister um 1500 in Würzburg), der um 1512 erw?hnt wird. Turm n?rdl. vom Chor mit Bar.Aufbau (an der Galerie Inschr. 1694) und Kuppel. - Einrichtung Rok.; Würzburger Charakter um 1750. - Taufstein um 1600 mit Wappen. - Pietas Gu?stein, südbairischer Import um 1420. - Reiche Paramente des 17. und 18. Jh.

St. Michaels-Kap. Vor dem Südtor. Tympanon um 1400-1420; Kr?nung Mari?.

Wallfahrts-K. auf dem Kirchberg. 2. H. 15. Jh., 3sch. geplant, jetzt 1sch. - Im Hochaltar Pietas (Gnadenbild); um 1380-1400 mit Resten der alten Fassung. - Rosenkranzmadonna um 1500; hervorragende Arbeit, wohl mit Recht Riemenschneider zugeschrieben. Epitaphe 16.-17. Jh. überreste einer lebensgro?en Wachsgruppe, einen Ritter und dessen Frauen darstellend; erhalten nur einige K?pfe und der Holzkern. Gro?es Steinkruzifix bez. TK (Thomas Kistner) 1555. - Am Weg zur Kirche drei spgot. Reliefs, Stationsbilder (1521). - 2 Glasfenster mit Stifterbildern (Schwarzenberg) jetzt im Rathaus, um 1450-80.

Rathaus. Renss.Bau mit Freitreppe (1544).

Amtsgericht. Guter Renss. Bau um 1600; eine sch?ne Kassettendecke.

Beh?bige Bürgerh?user, spbar. und rok. - Eine hervorragende Leistung des Würzburger Sp?tbar. Greisingscher Richtung das ?Schelfenhaus?. Stuckierte Zimmer. Reicher und ansehnlicher, gro?figuriger, schwarz glasierter Kachelofen um 1700.

Von der Stadtbefestigung stehen noch 2 Tore; spgot. in der Anlage, mit hübschen Renss.Giebeln.

VOLKENRODE. Sachsen-Gotha LA Gotha.

Klst.-K. Beg. 1131, gew. 1150. Teils verfallen, teils dürftig wieder hergestellt. Ursp. regelm??ige Kreuzbasilika. Quaderbau. Hauptapsis erhalten, Nebenapsiden untergegangen. Am Triumphbogen abgebrochene Pfeilervorlagen (für Triumphkreuz). Reste des Kreuzgangs rom. und got.

VOLKERODE. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. Ansehnlicher Bar.Bau, wohl von demselben Meister wie Geisleden.

VOLKERSBERG. U Franken BA Brückenau.

Einsiedelei von 1113 zum Klst. erweitert 1661.

[pg 409] V?LKERSHAUSEN. Sachsen-Weimar VB Dermbach.

Kirche 1731. Typisch protest. Emporensaal, über dem Altar Kanzel und Orgel.

Schlo? der Frh. v. Stein. 1. H. 18. Jh. Teile der ersten Einrichtung erhalten.

Oberf?rsterei 1613. Mehrere H?user in geschnitztem Fachwerk.

VOLKMARITZ. Pr. Sachsen Mansfelder Seekreis.

Dorf-K. Im W rom. Turm, türlos gegen das Sch. in 2Rundbgg. ge?ffnet, im Obergescho? gekuppelte rom. Fenster (vgl. Unterr?blingen).

VOLKMARSEN. RB Cassel Kr. Wolfhagen.

Pfarr-K. S. Maria. Frgot. 2. H. 13. Jh. Hallenkirche mit quadr. Chor und vortretendem WTurm. Msch. doppelt so breit wie die Sschiffe, 3 Joche, starke Rundpfll. mit 4 alten und 4 kurz ausgekragten jungen Diensten, reiche Laubkaptt. Die Gurtbgg. rck. mit vorgelegtem Rundstab, Kreuzrippen mit Birnstab. An der N- und SSeite je ein Portal; das südl. sehr reich und zierlich, Marienstatue im Tympanon, Petrus und Paulus unter den Fialen des Wimpergs. Ein drittes Portal am Turm, im Tympanon thronender Heiland. Einfache Strebepfll. mit wagerechtem Abschlu? zur Aufnahme der Wasserausgüsse. Der Turm mit spgot. Obergescho? und welscher Haube. - Zwei Wandtabernakel, E. 13. und E. 14. Jh.

Holzh?user des 16. und 17. Jh.

Stadtmauer im SO erhalten.

VOLSBACH. OFranken BA Pegnitz.

Pfarr-K. um 1470. Die Strebepfll. am Chor in reicher Behandlung. Innendekoration 1680.

W

WABERN. RB Cassel Kr. Fritzlar.

Lustschlo? 1704, im Innern umgebaut ca. 1770 von S. L. Du Ry (jetzt Strafanstalt). 3 Geb?ude in Hufeisenstellung, durch Galerien verbunden.

WACHAU. K. Sachsen Dresden-N.

Dorf-K. ma. Ursprungs, 1689 umgestaltet.

Schlo? seit 1730 für Graf Sch?nfeld. Gro?artige Vestibül- und Treppenanlage, sonst von der alten Innendekoration nichts erhalten.

WACHSENBURG. Sachsen-Gotha LA. Gotha.

Burg (eine der ?drei Gleichen?). Nach 1710 zur Festung eingerichtet. [pg 410] Die ma. Teile (gekuppeltes rom. Fenster) sehr entstellt.

W?CHTERSBACH. RB Cassel Kr. Gelnhausen.

Stadt-K. mit WTurm von 1519.

Isenburgisches Schlo?, bedeutende ehem. Wasserburg mit 4 Ecktürmen, von denen 2 erhalten. Aus der 2. Bauperiode um 1525 die zierlichen Erker am WTurm. Dritter Umbau um 1650.

WAHLHAUSEN. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. Umbau von 1718. Kanzelaltar und umf?ngliche Emporen machen den evangel. Charakter in dem sonst kathol. Kreise sofort kenntlich. Die Decke und alle Holzteile 1775 von dem Schullehrer geschickt ausgemalt. Grabsteine der Herren von Hanstein.

WAHREN. K. Sachsen AH Leipzig.

Dorf-K., frgot. Kernbau. Taufstein aus 13. Jh. Hübsches geschnitztes Lesepult E. 15. Jh. Beschl?ge der Türflügel, naive d?rfliche Kunst, k?nnte ins 13. Jh. hinaufreichen.

WAEHRSDORF. K. Sachsen AH Zittau.

Dorf-K. 1713. Orgel mit reizendem Rokokoschnitzwerk 1766, stimmungsvolles Grabmal 1798.

WAISCHENFELD. OFranken BA Ebermannstadt.

Pfarr-K. um 1450. Der Chor 1550 got. erneuert, 1750 die ganze Kirche überarbeitet.

WAITZENBACH. UFranken BA Hammelburg.

Schlo?. Malerische Wasseranlage. Hauptbau 1570, die Kuppeltürme an den Ecken um 1680.

WALBECK. Pr. Sachsen Mansfelder Gebirgskreis.

Kloster gegr. 992. Die Kirche fast spurlos verschwunden, ihr Material wahrscheinlich in das jetzige Schlo? verbaut, in dem der alte Klosterkreuzgang noch erkennbar. Rittergrabstein mit eingeritzter Fig. um 1300.

WALDAU. Pr. Sachsen Kr. Schleusingen.

Dorf-K. 1601 wie Hinternah.

WALDAU. RB Cassel Kr. Cassel.

Kirchturm spgot. 16. Jh. Der 8eck. h?lzerne Helm von 4 ausgekragten Ecktürmchen umgeben.

WALDBüTTELBRUNN. UFranken BA Würzburg.

Dorf-K. bar. - Kr?nung Mari?, Holzgruppe, um 1500, nicht aus der Werkstatt Riemenschneiders, doch ihr verwandt.

WALDENBURG. K. Sachsen AH Glauchau.

Stadt-K. spgot. ursp. 1sch., dann ein zweites Schiff im S angebaut. - Wandgrab des Hugo v. Sch?nburg ? 1566, vom Dresdner Bildhauer Chr. Walther, das bedeutendste Werk [pg 411] dieser Gattung in Sachsen vor dem Auftreten Nossenis (vgl. auch Penig).

WALDHEIM. K. Sachsen AH D?beln.

Schlo?-K. E. 16. Jh. Rck. mit polyg. Schlu?. Reiches Netzgwb. Die Strebepfll. als Halbzylinder ausgebildet. Fenster rundbg. mit got. Ma?werk. - Altar 1594 von Joh. Maria Nosseni, 1716 umgestaltet.

WALDKIRCHEN. K. Sachsen AH Auerbach.

Dorf-K. mit rom. Portal, alte Beschl?ge.

WALDSTEIN. OFranken BA Münchberg.

Burgruine.

WALLDORF. Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

Dorf-K. Kirchhofsbefestigung mit 5 Türmen. Der gr??te ist Bergfried der ehem. Burg. Kirche E. 16. Jh. Bildnisstein der Marschalk v. Ostheim.

Synagoge, aus einer Scheune umgebaut, Ausstattung 1789. - Mehrere sehr ansehnliche Fachwerkh?user: Schmiede 1592, das ?rote Haus? um 1600, Gasthaus zum freien Ritter (Herrenhaus v. Marschall) 1697.

WALLENBURG s. Auwallenburg.

WALLENSTEIN. RB Cassel Kr. Homberg.

Burgruine mit hohem Rundturm und erheblichen Resten der Ringmauer.

WALLRODA. K. Sachsen AH Dresden-N.

Dorf-K. ohne Interesse. - Schnitzaltar A. 16. Jh. Taufbecken aus Sandstein feine renss. Arbeit um 1650. Die Orgel das erste Werk J. G. Silbermanns.

WALSDORF. OFranken BA Bayreuth.

Kirche. Sch?nes Denkmal des Vizekanzlers Reu? 1599.

WALTERSHAUSEN. Sachsen-Gotha Amtsstadt.

Stadt-K. 1723, zentral abgeecktes Quadrat, Emporen über Pfll. in ellipt. Grundstellung. Turm 1458. Schnitzaltar A. 16. Jh.

WALTERSHAUSEN. UFranken BA K?nigshofen.

Schlo?. Erb. um 1540, ver?ndert 1720. Aus 16. Jh. ein Saal mit bemalter (allegor. Figg.) Holzdecke.

WANDERSLEBEN. Pr. Sachsen Kr. Erfurt.

Dorf-K. Erweiterung eines rom. Baus. - Spgot. Schnitzaltar.

Gasthaus. Fachwerkbau aus 16. oder 17. Jh. - Geh?ft mit Jahreszahlen 1541-1605. - Burg Gleichen, ausgedehnte Ruine mit rom. Kapelle.

WANFRIED. RB Cassel Kr. Eschwege.

Rathaus, früher Landgr?fl. Rotenburgsches Schl??chen aus [pg 412] dem E. d. 17. Jh. Oberstock - reicher Fachwerkbau; Innenr?ume noch mit alten Tapeten usw.

Gasthaus zum Schwan mit reich skulptiertem, jedoch z. T. zerst?rtem gro?em Steinportal aus dem A. des 17. Jh.

WANGENHEIM. Sachsen-Gotha LA Waltershausen.

Dorf-K. spgot.; 9 Grabsteine der Familie v. W. (vgl. Sonneborn).

WARTBURG b. Eisenach Sachsen Weimar.

Gegr. h?chst wahrscheinlich von Ludwig d. Springer um 1070. Die ?ltesten erhaltenen Baulichkeiten stammen erst aus dem Ende der rom. Epoche. Im 13. und 14. Jh. war die Wartburg Residenz der Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Mei?en. Im 15. Jh. in Verfall. M. des 16. und A. des 17. Jh. zu Wohnzwecken whgest. Seit Beginn des 18. Jh. wieder dem Verfall überlassen. Im Verlaufe des 18. Jh. wurden alle alten Geb?ude abgetragen mit Ausnahme des Landgrafenhauses und des hinteren Bergfrieds in der Hauptburg, des Ritterhauses und der Vogtei samt den überdeckten Mauerg?ngen in der Vorburg. 1838-1867 umfangreiche Restaurierung der erhaltenen und v?llige Neuerbauung vieler der früher abgetragenen Baulichkeiten unter Gro?herzog Carl Alexander von Weimar durch Prof. Hugo v. Ritgen aus Gie?en. Als Ziel schwebte bei der Wiederherstellung vor, die Wartburg in der Erscheinung wiedererstehen zu lassen, die sie im 12. Jh. gehabt hatte.

Mittelalterliche Bauten: 1. Das Landgrafenhaus, Palas, gro?es dreigeschossiges Wohngeb?ude aus Sandstein. Berühmt als besterhaltener rom. Palasbau auf deutschem Boden, aber in wesentlichen Teilen und nicht durchweg richtig restauriert. Die Au?enwand steht auf der Ringmauer. Die Hofseite als Schauseite reich geziert durch Arkadengalerien, deren Sll. und Kapitelle zu etwa einem Drittel die ursprünglichen sind. Treppenaufgang modern und falsch rekonstruiert. über der Tür rom. Relief, früher in der Vorburg. Die Gestaltung des Gurtgesimses zwischen 2. und 3. Gescho? l??t vermuten, da? es ursprünglich Dachgesims war, mithin das 3. Gescho? etwas sp?ter hinzugefügt ist. Die SSeite des Palas im oberen Teile erneuert, mit einem modernen Balkon. Die OSeite, ursprünglich durchaus nicht als Schauseite gedacht, bei der Restaurierung wesentlich ?versch?nert?. Der NGiebel, das Dach und zwei der gro?en Rauchschlote erneuert. - Das Innere: Im Kellergescho? einfache, im wesentlichen unver?nderte R?ume ohne Zierformen. Im Erdgescho? 3 Wohnr?ume, der mittlere mit Balkendecke, die durch eine aus Eisenach übertragene rom. Steins?ule gestützt wird, die beiden anderen mit je 4 rom. Kreuzgew?lben überspannt, die [pg 413] durch reich verzierte Mittels?ulen getragen werden. Fenster- und Tür?ffnungen in diesen R?umen meist die ursprünglichen. Einer derselben, die sog. Kemnate der hl. Elisabeth, neuerdings mit byzantinisierenden Mosaiken ausgekleidet. - Wohl erhaltene Innentreppe, die zum mittleren Gescho? emporführt. Hier das Landgrafenzimmer mit erneuerter Holzdecke und erneuerten Arkadenfenstern. Reich verzierte rom. Stützs?ule. Wandgem?lde von M. v. Schwind. Der S?ngersaal mit Holzdecke und zwei alten Stützs?ulen. Wandgem?lde von Schwind, den sagenhaften S?ngerkrieg darstellend. Ansto?end die S?ngerlaube, zu der Stufen hinanführen, erneuert. Kapelle, nicht im ursprünglichen Bauplan vorgesehen, wahrscheinlich von Landgr. Ludwig für seine Gemahlin Elisabeth eingebaut. Eine reich verzierte rom. Mittels?ule, tr?gt die Kreuzgew?lbe. Fenster der SSeite mit skulptierten Kaptt. alt. - Holzkanzel von 1628. Got. Chorstuhl. Viele kleinere ma. Ausstattungsstücke. - Elisabethgalerie mit Wandgem?lden von M. v. Schwind. Wendeltreppe aus dem 19. Jh. führt zum Obergescho?, das einen einzigen gro?en Saal enth?lt, dessen Ausstattung durchweg neu ist. Die Arkaden der Zwischenwand sind s?mtlich alt, die der W- und NWand zum Teil. Decke und Dach nach Ritgens Entwurf rekonstruiert.

2. Der hintere Bergfried im Hofe der Hauptburg, got. Sein hohes Dach wurde 1803 abgetragen und durch einen Zinnenkranz ersetzt.

3. Ringmauer der Hauptburg gegen S und W im Unterbau alt, in den oberen Teilen meist erneuert.

4. Zisterne im Hofe der Hauptburg, jetzt ohne überdeckung und mit einem ganz irreführenden Zinnenkranze aus dem 19. Jh. umgeben.

5. Torturm in der Vorburg, Unterbau rom., Oberbau im 16. Jh. abgetragen bis zur Dachh?he des aus got. Zeit stammenden

6. Ritterhauses, das aber bei der Restaurierung im 19. Jh. durch romanisierende Arkadenfenster entstellt wurde. Im Erdgescho? Wachstube mit got. eisenbeschlagener Tür. Im 1. Obergescho? reizvolle Eingangshalle mit spgot. Deckenbemalung. Gegen S st??t an das Ritterhaus

7. die Vogtei, das massive Erdgescho? aus 15. und 16. Jh., der Oberstock aus Fachwerk, mehrfach erneuert. Hier eingebaut das got. geschnitzte ?Pirckheimerstübchen? aus Nürnberg und die Lutherstube mit got. und Renss. M?beln, Bildern von Cranach usw. An der SSeite der Vogtei got. Holzerker aus Nürnberg angebaut. 8. Der Margarethengang, ein überdeckter Verbindungsgang [pg 414] auf der westlichen Ringmauer der Vorburg.

9. Der Elisabethengang, überdeckter Verbindungsgang mit angebautem Schützenerker auf der ?stlichen durchweg wohlerhaltenen Ringmauer der Vorburg.

Bauten aus der Zeit der Restauration (1838-1867): Das an der SSeite des Palas angebaute, massive, in rom. Stile gehaltene Badehaus an der Stelle eines früheren Fachwerkbaues. An der WSeite das Gadem (G?stehaus) in Fachwerkstil. (Der Keller unter diesem Geb?ude ist noch mittelalterlich.) N?rdlich an den Palas ansto?end die in rom. Stil ganz massiv erbaute neue Kemenate mit Wohnr?umen für den Hof (Keller mittelalterlich,), auf drei Seiten um den Hauptturm herumgebaut, der ungef?hr auf den Fundamenten des alten, ebenfalls quadratisch gewesenen, im 18. Jh.. abgetragenen Hauptturmes neu errichtet ist. Torfahrtshaus, das Haupt- und Vorburg scheidet, in rom. Stile gehalten, darüber ein l?nglicher Wohnraum, die sog. Dirnitzlaube; endlich an der WSeite, teils in der Haupt-, teils in der Vorburg stehend, die Dirnitz, massiv in got. Stil erbaut. Unterbauten z. T. noch mittelalterlich. Im Erdgescho? der reichhaltige Rüstsaal, in den oberen Geschossen Wohnr?ume für G?ste. Reich geschnitztes ?Schweizerzimmer?, aus dem Schlosse der Herren v. Salis-Soglio bei Chur, treffliche SpRenss.-Arbeit. An der N Seite au?en rom. Steinrelief: Simson mit dem L?wen.

WARZA. Sachsen-Gotha LA Gotha.

Dorf-K. 1520 und 1554, in den Zierformen nicht uninteressant.

WASEWITZ. K. Sachsen AH Grimma.

Dorf-K. kleiner, gut erhaltener rom. Bau wohl noch 12. Jh.

WASSERLOSEN. UFranken BA Hammelburg.

Kirche. Zwei virtuose Rokokoalt?re mit Altarbl?ttern von Nic. Treu. 1762.

W?SSERNDORF. UFranken BA Kitzingen.

Pfarr-K. Einheitlich spgot. 1496. - Madonna, Holz, um 1480. 5 Epitaphe der Schwarzenberg und Seinsheim. Das ?lteste und beste Stück die betende Profilfigur des Kilian v. Seinsheim ? 1502, sehr feiner Portr?tkopf, die untere H?lfte der Platte zerschlagen.

Schlo? (nach dem Aussterben der Linie Seinsheim-W. im 16. Jh. an die Schwarzenberg). Neubau 1555. 4flügeliger Wohnbau, Ringmauer mit Türmen. Formen einfachst. Im Innern eine Reihe von Zimmern im Zustande des 16. Jh. Fachwerkw?nde mit farbiger Bemalung.

WASUNGEN. Sachsen-Meiningen. Kr. Meiningen.

Stadt-K. 1584, im Charakter einer gr??eren Dorf-K., 1sch. mit 3/8 Schlu?, spitzbg. ma?werklose Fenster. Inneneinrichtung [pg 415] mit Holztonne und hübsch geschnitzten Emporen E. 17. Jh.

An und in der ganz einfachen Friedhofs-Kap. (mit rom. Mauerresten) zahlreiche, durchweg bescheidene Grabsteine.

Rathaus 1533, einer der ?ltesten und tüchtigsten Fachwerkbauten des Gebiets. (Einige Ver?nderungen 1904).

Amtshaus 1606. Auf hohem steinernem Erdgescho? ein Fachwerk-Obergescho? mit Giebel. Alte Inneneinrichtung. Stattliches Hoftor in origineller Rustika, bez. 1611.

Mehrere H?fe ritterlicher Familien. Zweifelshof 1576. Marschalksches Damenstift 1596, im Innern Stuckdecken. Weyenhof 1630, auch hier Stuckdecken in Quadraturwerk. - Bürgerh?user des 17. Jh. in guter Fachwerkarchitektur. - Reste der Stadtmauer.

Burgruine Maienluft. Hoher 4eck. Bergfried in Buckelquadern, Abschlu? rest.

WATZENDORF. Sachsen-Coburg LA Coburg.

Kirche 1729, an der Flachdecke Gem?lde, Chor spgot. rck. mit rippenlosem Kreuzgwb.

WECHSELBURG. K. Sachsen AH Rochlitz.

Schlo?-K. (früher K. des Augustiner-Klst. Zschillen). Gegr. 1168 von den Wettinern. Das Weihedatum 1184 nicht ma?gebend; die einheitliche Formengebung weist auf das 2. bis 3. Jahrzehnt des 13. Jh. - Eine der sp?testen Flachdeckbasiliken, in der Erscheinung klar und frei. Normaler kreuzf. Gr., 54,3 m l. Mauern Gneisbruchstein, für die Gliederungen harter Rochlitzer Sandstein. Im Lhs. 6 Achsen. Die Pfll., auch die der Vierung mit Ecks?ulchen. Aus sp?teren Zeiten keine Ver?nderungen als die spgot. Einw?lbung des Lhs. im 15. und die des Qsch. im 14. Jh. Die WTürme schlie?en eine nach dem Schiff sich ?ffnende Empore ein. Die WWand ohne Eingang; derselbe ist an die NSeite verlegt; Doppelportal mit 3seitig offener Vorhalle; die reichen und zierlichen Details enthalten Erinnerungen an den sog. K?nigslutterer Stil und noch mehr an Kreuzgang und Choreingang des Magdeburger Doms. Das ?u?ere durchgehend mit fein profilierten Lisenen und reichen Bogenfriesen belebt; an den Mauerecken feine Rundst?be; die Fenster des Chors mit S?ulchen im Gew?nde; über dem Apsidendach am OGiebel ein Vierpa?fenster. An den Giebeln des Qsch. Erneuerung der D?cher noch in sprom. Zeit zu erkennen. Die WTürme nur bis zur H?he des Schiffs ausgeführt; nach dem Kirchenmodell auf dem Grabe des Stifters zu schlie?en, w?re auch ein Vierungsturm beabsichtigt gewesen. - Das Innere birgt Bildhauerwerke, die unter den edelsten Kleinoden deutscher Kunst zu nennen sind. Einheitlich [pg 416] nach Vollendung der K., also um 1230-35, leider nicht mehr in ursprünglicher Anordnung. Bis zu den eingreifenden Ver?nderungen im J. 1666 lag der Fu?boden des Chors, veranla?t durch die Krypta, 2,5 m h?her als jetzt; zu ersehen aus der H?henlage der Arkatur in der Apsis und der Basen der Ecks?ulchen an den Triumphbogentr?gern. Gegen das Qsch. war der Chor durch einen Lettner abgeschlossen. Jetzt ist derselbe hinter den Altar, an die Grenze der Apsis, zurückgeschoben und bei dieser Operation auch in seiner Zusammensetzung ver?ndert. (In einem Wirtschaftsraum des Schlosses befinden sich formierte Trümmer, die über die ursp. Gestalt Aufschlu? geben k?nnten.) Der jetzige Altartisch vor dem Mittelbogen ist modern. Es liegt nahe, zu glauben, da? sich unter ihm die Eingangstreppe zur Krypta befand, w?hrend die seitlichen Arkaden zu den Chortreppen führten. Seine Laubdekoration ist die ursprüngliche; die in den Zwickeln befindlichen Halbfiguren von Kain und Abel haben diesen Platz erst bei der letzten Rest. erhalten; vorher geh?rten sie zur Kanzel (Abb. bei Puttrich). Die zweite H?henabteilung enthielt unter dem gro?en Mittelbogen, jetzt mit modernem Relief ausgestattet, wahrscheinlich die Kanzel; zu deren beiden Seiten in Wandnischen 4 Gestalten des Alten Testaments (Daniel und David, Absalom und ein ungewisser Prophet). Die Gegenst?nde der Kanzelreliefs sind: an der Front Christus in der Glorie umgeben von den Evangelistenzeichen und begleitet von Maria und Johannes d. T. (?Dusis?); an der linken Schmalseite die eherne Schlange, an der rechten Isaaks Opferung; die oben genannten Halbfiguren Abels und Kains sowie zwei Halbfiguren von Engeln werden schicklich auf die Zwickel der B?gen verteilt, von denen man die Kanzel getragen denken mu?. Die Kanzelbrüstung hatte ursp. polyg. Gr., so da? die Seitenfelder mit Maria und Johannes in stumpfem Winkel zurücksprangen. Mithin Anordnung der 5 Relieftafeln [**Illustration:]. Endlich die Kr?nung des ganzen Aufbaues, die kolossale Kreuzigungsgruppe; die starke Ausbiegung der Hüfte (byzantinisch) und die Durchbohrung der Fü?e mit einem einzigen Nagel eines der frühesten Beispiele; zu H?upten Christi im Dreipa? der Kreuzesendigung die Halbfigur des Vaters mit der Taube; zun?chst den ausgestreckten Armen, wieder in Dreip?ssen (vgl. Halberstadt), zwei über Betrachtung der Wundmale in Jammer ausbrechende Engel; zu den Fü?en Marias eine gekr?nte weibliche Gestalt, zu den Fü?en Johannes eine desgl. m?nnliche, auf die überwundenen M?chte des Judentums und Heidentums gedeutet; zu den Fü?en Christi Adam, der [pg 417] in einem Kelche das erl?sende Blut auff?ngt. Die Gesamtkomposition also eine Darstellung der im alten Bunde verhei?enen und antitypisch vorgebildeten, im neuen vollzogenen Welterl?sung. - An ihrem ursp. Platz zwei als Melchisedek und Abraham (als Heerführer) vermutete Freistatuen. - Die Kreuzigungsgruppe aus Eichenholz, in den Figuren etwas mehr als lebensgro?; alles übrige Bildwerk aus dem grobk?rnigen und harten Rochlitzer Stein; Bemalungsspuren bis zur letzten Rest. gut sichtbar. Der Stil eine freie Verarbeitung byzantinischer Anregungen, den Freiberger Skulpturen in den Voraussetzungen verwandt, aber ohne direkte Beziehung zu ihnen. In der Ausführung am vollkommensten ist die Kreuzigungsgruppe; feierliche Ruhe der Linien, Reinheit des Formgefühls, M??igung und Verinnerlichung des Pathos und im Zusammenklang aller dieser Eigenschaften eine Monumentalit?t, die für die deutsche Kunst damals eine neue Offenbarung war. In der Behandlung erinnert noch einiges an die Traditionen der Kleinkunst; es weist zurück auf das, was zu überwinden n?tig gewesen war. Von anderer Hand die in Stein ausgeführten Stücke; besonders die Kanzelreliefs mehr realistisch, voll Gr??e, schwierigen Aufgaben der Verkürzung gewachsen. - Ungef?hr derselben Zeit, doch in der Qualit?t nicht auf gleicher H?he das Grab der Stifter, des Grafen Dedo von Wettin und seiner Gemahlin Mechthildis; lebensgro?e Gestalten, auf der Tumba ruhend.

WECHTERSWINKEL. UFranken BA Mellrichstadt.

Ehem. Cisterc. Nonnen-Klst.

Kirche. Gew. 1179, z. T. abgebrochen 1895. Ursp. 3sch. rom. Basilika, nur ein Teil des Lhs. und die Apsis erhalten, auch der Nonnenchor abgerissen. Breite 19,7, L?nge 18,3 m. 4 Arkaden auf einfachen rom. Pfll. und glatten Rundbgg. Soweit im Stil zu 1179 passend. Jünger das einfache WPortal mit Rundbogentür und kleinem rom. Crucifixus. - Barockaltar aus Kloster Bildhausen. Kleine Predella mit Bild einer ?btissin 1558.

Propstei von 1792. Mit sch?nem Treppenhaus.

WEESENSTEIN. K. Sachsen AH Pirna.

Schlo? auf hohem Felsen über der Müglitz. Erste Anlage angeblich von K?nig Heinrich I. Von A. 15. bis E. 18. Jh. im Besitz der Bünau. Aufbau, dem Felsen folgend, in 8 Stockwerken, die unteren die jüngsten, so da? die Kellereien im 5., die St?lle im 3. Stockwerk liegen. Die Vorburg auf einem durch Brücke verbundenen zweiten Felsplateau. Im sog. M?nchsboden Wandmalereien der frühesten Renss. Einrichtung der Schlo?kirche 1738-41. Der ?steinerne Saal? [pg 418] 16. Jh. Schmuckreiches Hauptportal 1575. Aus A. 18. Jh. Stuckdecken, Ledertapeten, bmkw. M?bel. Im Gartenflügel gute klassizist. Ausstattung. Portr?ts von Rotari, Mengs, Graff, Vogel, Leypoldt, Torelli. - Oben im Walde Jagdschl??chen mit prachtvollen Rok.-?fen.

WEHNDE. Pr. Sachsen Kr. Worbis.

Dorf-K. 1670 gotisierender Barock.

WEHRDA. RB Cassel Kr. Hünfeld.

Dorf-K. An den got. OTurm 1567 ein rck. Schiff angebaut, der Turm wehrbar. Viele Grabsteine 16-18. Jh.

WEHRDA. RB Cassel Kr. Marburg.

Dorf-K. mit wehrbarem WTurm (ca. 1490) auf befestigtem Kirchhof. - Spgot. Schnitzaltar.

WEHRSHAUSEN. RB Cassel Kr. Marburg.

Marien-K. OH?lfte 1475, WH?lfte jünger. Rck. mit 6 Kreuzgwbb. auf Laubkragsteinen, polyg. Schlu?. Hübscher Dachreiter.

WEIDA. Sachsen-Weimar Kr. Neustadt a. d. O.

Stadt-K. (ehem. Franziskaner); 1sch. got. Bau mit 3/8 Schlu?; im 16. Jh. ein südl. Ssch. angebaut; turmlos; das WPortal in einfachen frgot. Formen. - Kanzel und andere Ausstattungsstücke 1646 ff. Tüchtiges lebensgro?es Kruzifix 1680.

Friedhof. Portal 1580. Kanzel, interessanter kleiner Freibau von 1608.

Peters-K. Ruine mit gro?em rom. Turm.

Wieden-K. Ruine; Lhs. und doppeltürmiger WBau rom. Um M. 14. Jh. begonnen mit dem Chor ein Neubau, der nicht beendet wurde; ausgezeichnete Leistung der in diesem Teile Deutschlands wenig vertretenen Hochgotik. Der Chor schlie?t mit 5 Seiten des 8Ecks, Ma?werk und Laubwerk von bester Zeichnung. - In der WVorhalle Spuren von Wandmalerei (13. Jh.?).

Nonnenklst.-K., aus E. 12. Jh. und E. 14. Jh., sehr verbaut, sp?ter st?dt. Kornhaus.

Rathaus 1580, rest. nach Brand 1687, denen zu Altenburg und Gera verwandt.

Schlo? Osterburg; eine noch immer bedeutende Baugruppe, wenn auch nicht mehr so reich wie auf der Ansicht Merians. Gro?er runder Bergfried; der erste, ca. 30 m hohe Absatz 2. H. 12. Jh.; der zweite Absatz, 22 m hoch, von kleinerem Radius, und die beiden Zinnenkr?nze aus dem sp?ten Ma. Die Wohngeb?ude im 16. und 17. Jh. um- und ausgebaut, ihrer Zwerchh?user und sonstigen Schmuckes gro?enteils beraubt. In der Kap. rom. Bündelpfll., ?hnlich denen im Klst. Mildenfurt.

[pg 419] WEIDELSBURG. RB Cassel Kr. Wolfhagen.

Burgruine. Noch ziemlich viel erhalten, 14.-16. Jh. 2 gro?e Wohngeb?ude, umgeben von Mauern mit 9 halbrunden Türmen und tiefem Graben.

WEIKERSGRüBEN. UFranken BA Gemünden.

Pfarr-K. Guter spgot. Flügelaltar um 1490. - Holzfigur St. Nikolaus, würzburgisch um 1500.

WEILAR. Sachsen-Weimar VB Eisenach.

Dorf-K. Einheitlich 1740. - Hübscher Rok.Kanzelaltar, mit der Orgelempore verbunden. Im Herrschaftsstand mehrere Flügelgem?lde E. 15. Jh. (in diesem Gebiet selten).

Schlo? (v. Boineburg) M. 18. Jh. Ausstattung aus dieser und der Folgezeit. Gem?lde- und Waffensammlung.

Auf dem Beyer vorgeschichtliche Wallburg.

WEIMAR. Kr. Cassel-Land.

Dorf-K. Mauern im W frrom., nach O sprom. erweitert, Gwbb. spgot. - Steinkanzel spgot., Empore renss.

WEIMAR. Hauptstadt von Sachsen-Weimar.

Haupt- und Stadt-K. Spgot. Halle. Beg. 1498, umgebaut 1735. - Gro?er Reichtum an Grabm?lern (im Inv. werden ihrer 49 beschrieben). Darunter 6 gro?e Wandgr?ber: 1) für Herzog Joh. Wilhelm ? 1573; Triumphbogen in den Formen italienischer Hochrenss. mit einzelnen nordisch-barocken Zügen; - 2) für Herzog Johann III. ? 1605 und Gemahlin von L. Tüttich und H. Hünefeld aus Leipzig; die Triumphbogenform klar durchgeführt, die Einzelheiten sehr barock; in der Hauptnische die ?lbergsgruppe; - 3) für die Kurfürstin Agnes ? 1555, reliefierte Wandtafel auf hohem Fu?; - 4) für Friedrich Wilhelm I. ? 1602; der Herzog und die Herzogin Freifiguren, kniend vor dem Kruzifix; dieses Hauptfeld flankiert von gekuppelten korinth. Sll. mit verkr?pftem Geb?lk; an dem hohen Sockel und der Attika Relieftafeln; - 5) für Johann Friedrich III. ? 1565; das Motiv ?hnlich dem Epitaph der Kurfürstin Agnes; - 6) für die Herzogin Dorothea Susanna, Witwe Joh. Wilhelms, ? 1592; geteilt durch 4 jonische Pilaster, vor welchen 4 jonische Freis?ulen; die Verstorbene dreimal, als Kind, Braut und Witwe (oder mit zwei T?chtern?); Alabaster, roter Marmor und Schiefer. Unter den Grabplatten am meisten bmkw.: 7) Kurfürstin Margarethe ? 1521; Bronzegu? aus der Werkstatt P. Vischers, flaches Bildnisrelief, Umrahmung durch einen Kleeblattbg. mit leichter Andeutung von Ma?werk; am Rande der Platte die Umschrift in got. Minuskeln mit einer schmalen Bordüre von renss. Ornament; - 8) Lucas Cranach ?pictor celerrimus [pg 420] et consul Witebergensis? ? 1553; Sandstein; die Portr?tfigur künstlerisch von m??igem Wert; - 9) Herzog Wilhelm d. Tapfere ? 1482; Bronze; die Zeichnung in kühnen derben Umrissen vertieft geschnitten; der Herzog im freien Raume stehend, halb links gewendet; - 10) Joh. Friedrich d. Gro?mütige und Gemahlin, beide ? 1554; zwei Tafeln aus Bronze auf steinernem Sockel; nur mit Wappen und Inschriften; Umschlie?ung durch ein sch?nes eisernes Gitter; Entwurf des Ganzen vom Maler Peter [Gothland], die Bronzeplatten vom Bildhauer Hermann in Erfurt und dem Büchsengie?er Jacob Schlaf in Eisleben; - 11) Kurfürstin Agnes ? 1555 (zusammengeh?rig mit dem Epitaph No. 3); Bronzeplatte, blo? ornamental behandelt, in der Mitte das gro?e Wappen in st?rkerem Relief. - Altartriptychon von L. Cranach; des Meisters letztes Werk, in dem seine lange verwahrloste Kunst sich noch einmal hebt; bez. 1552, ein Jahr vor seinem Tode, vollendet von seinem Sohn 1555; auf dem Hauptbilde in der Mitte Christus am Kreuz; links der Auferstandene als Sieger über Tod und Teufel; rechts die Portr?tgestalten Luthers und Cranachs, von Johannes dem T?ufer auf das Kreuz hingewiesen; auf den Flügeln Portr?ts der kurfürstlichen Familie; auf den Au?enseiten Christi Taufe und Himmelfahrt. - Drei Lutherbildnisse zu einem Triptychon zusammengestellt, das linke bmkw. Original von Veit Thim, die beiden anderen Kopien nach Cranach.

Residenzschlo?. Die seit 1651 von Moritz Richter erbaute Wilhelmsburg hatte einen ?hnlich unbewegt m??igen und düsteren Charakter wie der Friedenstein in Gotha. Nach Brand 1774 unter Goethes Leitung Um- und Neubau (bis 1803). Architekten: Steiner, Ahrens, Thouret, Genz. Drei Flügel umgeben einen rck. Hof, der an der vierten Seite frei bleibt; m??ig gegliedert; Formen nüchtern neuklassisch. Vor der SWEcke einige von dem ?lteren Schlo? gerettete Baulichkeiten: der Schlo?turm, im Unterbau von 1439, in den Obergeschossen E. 18. Jh.; die ?Bastille? mit gro?em renss. Tor um 1550, S?ulenhalle an der Parkseite aus 17. Jh.

Rotes Schlo?, 1574 als Witwensitz der Herzogin Susanna erbaut; der Erker beraubt und sonst einfach.

Gelbes Schlo?, im selben Geb?udekomplex wie das vorige; 1702.

Grünes Schlo? (jetzt Bibliothek), in ursp. reicher, an den Schauseiten durchaus bemalter Renss.; 1760 und 1803 das ?u?ere vereinfachend umgebaut, das Innere rok.

Wittumspalais, erb. nach 1750 in bescheidenen Formen.

Stadthaus 1526-1547. - Haus der Familie v. Lützelburg [pg 421] (jetzt Staatsanwaltschaft) 1568. - Cranachhaus am Markt (von C. bewohnt 1552-53), wesentlich E. 16. Jh. - Haus Herderplatz No. 16, ehemals dem Deutschorden geh?rig, 1566, Renss. strengerer Richtung. - Das Goethe- und das Schillerhaus; neben ihrem Erinnerungswert als Typen des vornehmeren und des bescheideneren mitteldeutschen Bürgerhauses am E. 18. Jh. nicht uninteressant. - Ein ?hnliches Doppelinteresse bietet der Park mit seinen Ziergeb?uden aus Goethes Zeit.

WEISCHWITZ. Sachsen-Meiningen Kr. Saalfeld.

Dorf-K. wesentlich 1792. - Drei Figuren von einem Altarwerk um 1500 ?zu den vorzüglichsten Erzeugnissen der Saalfelder Werkstatt zu rechnen?.

WEISMAIN. OFranken BA Lichtenfels.

Pfarr-K. Spgot. Alt nur der Chor; das Lhs. (Halle) erneuert; genauere Anhaltspunkte für die ursp. Gestalt waren nicht mehr zu finden.

Rathaus 1634. - Gut erhaltenes Torhaus mit Turm.

WEISSENBERG. K. Sachsen AH L?bau.

Stadt-K. Stattlicher Altar 1666. - Lange Reihe v. Gersdorfscher Grabsteine 16.-18. Jh.

Rathaus nach Brand 1787, ?ltere Teile benützend.

WEISSENBORN. K. Sachsen AH Freiberg.

Dorf-K. ohne ausgepr?gten Stil. - Stattliches Epitaph des Adolf v. Hartitzsch bez. 1612, in der Art der gleichzeitigen Arbeiten in Sayda und Lauenstein. - 3 ikon. Grabsteine derselben Familie 1557, 1632, 1664. - Schlo?ruine.

WEISSENBORN. K. Sachsen AH Zwickau.

Dorf-K. 14. Jh., umgearbeitet 1430 und 1552. - Selbdritt, gutes Schnitzwerk um 1500. Glocke 14. Jh., mit 1489 und 1538.

WEISSENBRUNN AM WALD. Sachsen-Coburg LA Coburg.

Kirche 1508 (Inschr. über der NTür), umgebaut 1753. Schlo? 1556.

WEISSENFELS. Pr. Sachsen Kreisstadt.

Stadt-K. S. Marien. Sandsteinquaderbau. Am WTurm Inschrift 1303; das übrige nach Brand 1429 erneuert bis 1480, doch wohl mit Benutzung der alten Grundmauern. Die Schmalseite des Ssch. spricht für ehemalige Basilika. Jetzt die drei Schiffe von gleicher H?he, das Gwb. des Msch. nicht ausgeführt (Balkendecke), in den Ssch. Netzgwbb. Die Fensterachsen der SSeite entsprechen nicht den Arkaden. Die Ssch. schlie?en sonderbarerweise mit 2 Polygonalseiten, der in Breite des Msch. vorgebaute Chor hat 2 Joche und 5/10 Schlu?. Seine Fenster und Strebepfll. sind sehr reich dekoriert, ungef?hr in [pg 422] der Art der Schlo?-K. zu Altenburg, w?hrend das Lhs. sparsam gehalten ist. - Hochaltar 1524, sonstige Ausstattung 1670-84.

Ehem. Klst. S. Clara (profaniert und ruin?s). Im wesentlichen der Gründungsbau von 1285. Sehr langgestreckt (9,9 : 52,9), der Chor nicht abgesetzt, aber durch (sp?tere) Gwbb. vom flachgedeckten Lhs. unterschieden. Er schlie?t 3/8. Im W. 2jochige Nonnenempore. Die schlanken Fenster 2teilig, als Ma?werk einfacher Kreis über 2 Spitzbgg. - Die spgot, Kanzel aus der Stadt-K. versetzt. - Die als Magazine vernutzten Klst.Geb?ude in der Anlage noch zu erkennen.

Schlo? Neu-Augustusburg. 1664-90 von Erhard Lindner; der Entwurf wohl von Moritz Richter, ?hnlichen Charakters wie die Schl?sser von Weimar und Gotha. Imposanter Massenbau in schlichtesten Einzelformen. 3 Flügel in Triklinienstellung. Je 21 Fensterachsen in 3 Geschossen. Keine Giebel. Einziger Akzent der breite turmartige Aufsatz auf dem Mittelflügel. Die innere Ausstattung durch Umwandlung zur Kaserne zerst?rt. Von namhaftem Interesse die von Leonhard Sturm, dem Theoretiker des protestantischen Kirchenbaus, gerühmte Kap. Saalbau mit Emporen nach dem durch das Schlo? von Torgau vorbildlich gewordenen Typus. Sehr reiche ?t?ppisch-überzierliche? Dekoration in wei?em Stuck auf rosa und apfelgrünem Grunde.

Rathaus 1670, Turm 1690 von Chr. Richter. - Bürgerh?user renss. und bar.

WEISSENOHE. OFranken BA Forchheim.

Ehem. Benedikt. Klst.-K. gegr. im 11. Jh., neu erbaut und ausgestattet 17.-18. Jh., ohne künstlerische Bedeutung.

WEISSENSEE. RB Erfurt Kreisstadt.

Nikolai-K. (jetzt Remise). Einfacher 1sch. rom. Bau mit got. Ver?nderungen.

Petri-Paul-K. Der gestreckte got. Chor, 3 Joch und 5/8 Schlu? nach 1331, das 1sch. flachgedeckte Gemeindehaus jünger. 2 Schnitzalt?re um 1500.

Landgrafenburg. Die rom. Anlage vollst?ndig erhalten, ?hnlich dem Landgrafenhause der Wartburg und wahrscheinlich von demselben Meister erbaut. Fenster vermauert. Im Erdgescho? des Turms rom. Sll. Erhalten auch das rom. Au?entor.

WEISTROPP. K. Sachsen AH Mei?en.

Dorf-K. 1499. Stark ver?ndert. Im gro?en WTurm Vorhangsb?gen. - Schlo? ohne Interesse. Portr?ts von Graff und Tischbein.

WEITERSHAUSEN. RB Cassel Kr. Marburg.

Dorf-K. Roher 1sch. Gwbbau im rom.got. übergangs-Stil, 1700 rest.

[pg 423] WELKERS. RB Cassel Kr. Fulda.

Dorf-K. neu. Flandrisches Altarwerk mit geschnitzter Kreuzigung in 23 Figuren, E. 15. Jh.

WENDELSTEIN. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

Burg. Seit M. 14. Jh. Besitz der Witzleben, im 16. Jh. als fürstengleicher Edelsitz eingerichtet, im 30j?hr. Kriege zerst?rt; jetzt gr??eren Teils Ruine, einige Geb?ude notdürftig unter Dach. Das 1596 für Wolf Dietrich v. Witzleben von Friedrich Fuss errichtete ?Neue Schlo?? zeigt im Hauptportal Hochrenss. in vornehm behandelter jon. Ordnung; an der Tür des Treppenturms Elemente des Florisstils.

WENIGENJENA, Vorstadt von Jena. Sachsen-Weimar.

Dorf-K. Urspr. als langgestreckte Klst.-K. geplant. Unvollendet. Chor mit 5/8 Schlu? hochgot., die Gew?lbe 1902 erg?nzt. Dürftiges kleines 1sch. Lhs. aus A. 16. Jh. Au?en an der SSeite reich angelegtes und sorgf?ltig ausgeführtes, aber unvollendet gebliebenes Portal aus der ersten Bauzeit. - Sakramentsnische, auf der Grenze von Hoch- und Spgot. - Gedenktafeln aus 17. und 18. Jh. - Im Chor Wandmalereien des 14. Jh., Jüngstes Gericht, Passion und Heiligenlegende.

WENKBACH. RB Cassel Kr. Marburg.

Dorf-K. Rom. 12. Jh. Der breite OTurm bildet mit seinem Erdgescho? den Chor. Abgewalmtes Satteldach mit 4 Erkern. Am flachged. Sch. nur die SMauer rom.

WERDAU. K. Sachsen AH Zwickau.

Stadt-K. 1760 vom Dresdener Baudirektor S. Locke. Hallenbau mit Emporen. Stuckierung von A. Vogel. Reicher Kelch M. 15. Jh.

WERKEL. RB Cassel Kr. Fritzlar.

Kirchturm, spgot. von 1508 mit hohem, schlankem Holzhelm, woran 4 Ecktürmchen.

WERLESHAUSEN. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Ansehnlicher Edelsitz der Herren v. Harstein 1565, steinerner Unterbau, 2 hohe Fachwerkgeschosse, Treppenturm und Erker.

WERNBURG. Pr. Sachsen Kr. Ziegenrück.

Dorf-K. Chor rom., Sch. jünger. Ausstattung von einigem Interesse.

Kap. S. Veit. Kleiner malerischer spgot. Bau. Am Chorgiebel reiche Ma?werkblenden.

Schlo? 1580. Stattlicher Renss.Bau. Im Erdgescho? gro?e gew?lbte Halle.

WERNECK. UFranken BA Schweinfurt.

Sommerschlo? des Fürstbischofs Karl Friedrich von Sch?nborn, [pg 424] 1731 bis 1747 von B. Neumann. Mit den sich anschlie?enden Stallungen und ?konomiegeb?uden eine gro?e, komplizierte Anlage; im Hauptbau 2 S?le und 100 Zimmer. Die gl?nzende innere Einrichtung 1806-14 durch Gro?herzog Ferdinand v?llig ver?ndert, jedoch in der Kapelle noch die Stuckdekoration aus der Erbauungszeit. Weitere Zerst?rungen bei der Einrichtung als Irrenanstalt. Prachtvolle Gittertore von Oegg in der Art jener des Würzburger Schlosses. Der ausgedehnte Park anglisiert.

WERNSTEIN. OFranken BA Kulmbach.

Schlo?. über Buckelquaderfundamenten des 13. Jh. kleiner Renss.-Bau 1567. Befestigung mit reicher Tordekoration 1576, anscheinend von Caspar Vischer. Im Vorwerk gro?er Festsaal 1580-93, Portr?tmedaillons und Ornament im Charakter der Plassenburg.

WESTENFELD. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. 1579, ver?ndert 1731.

WESTHAUSEN. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. rom. Anlage mit OTurm, in spgot. Zeit gründlich umgebaut.

WETTER. RB Cassel Kr. Marburg.

K. des 1015 gegr. adligen Jungfrauenstifts. Baudaten fehlen. M?glicherweise etwas vor der Elisabethkirche in Marburg begonnen, ist sie doch wesentlich unter deren Einflu? ausgeführt, mit Neigung zu etwas altertümlicherer Pr?gung der Einzelformen. Gr. und System gleichen, bei bedeutend kleineren Abmessungen, ganz dem Marburger, mit dem Unterschied, da? die Kreuzarme nicht polygonal, sondern in gew?hnlicher Weise gerade schlie?en. Das Qsch. enth?lt also au?er der quadr. Vierung je 2 rck. Gew?lbefelder. Das Lhs. 5 Joche. Ganze innere L. 40 m. Von Marburg abweichende Züge sind sonst noch: die Schaftringe an den Diensten der OTeile; die schlichten runden Sockel; die fast zur H?lfte nach innen gezogenen Strebepfll.; die primitive Bildung des Ma?werks durch Ausschnitt aus Steinplatten; die Walmd?cher auf den Kreuzflügeln (die jetzigen Dachgiebel eine willkürliche Zutat von G. G. Ungewitter). Das Hauptdach aus 15. Jh.; vorher über dem Msch. ein gesondertes Satteldach und quergestellte D?cher über jedem Joch der Sschiffe. Ursp. geplant wahrscheinlich 2 W-Türme. Jetzt ein einzelner gro?er von 1506. Die spgot. Bemalung des Innern von C. Sch?fer beseitigt und nach vorgefundenen frgot. Resten erneuert; ob für das Ganze zutreffend, ist natürlich zweifelhaft. Auch am ?u?eren des Chors Spuren eines gemalten Frieses. - Stifterdenkmal der Almudis und Dinkmudis. Sch?ner Celebrantenstuhl [pg 425] 1466. Taufstein frgot., 6 auf L?wen ruhende S?ulen stützen das halbkugelige Becken. - Altar mit Retabelgem?lde, 7 Passionsszenen, 13. (??) Jh. - Wandmalereien im Chor spgot.

Von dem alten Stiftsgeb?ude geringe Reste.

Von der Stadtbefestigung Teile mit Wehrgang erhalten.

WETTESINGEN. RB Cassel Kr. Wolfhagen.

Dorf-K. sprom. mit 2 rippenlosen Kreuzgwbb. WTurm wehrhaft, ohne Tür. Bemalte Steinkanzel und Taufstein aus 13. Jh.

WETTIN. Pr. Sachsen Saalkreis.

Stadt-K. spgot. unbedeutend.

Burg, malerisches Landschaftsbild, architektonisch ohne Interesse.

WETTRINGEN. UFranken BA Hofheim.

Pfarr-K. Wesentlich 1775. Sehr ansehnlicher Hochaltar, die Figg. in der Richtung P. Wagners, ebenso die vortrefflichen Kruzifixe auf den Seitenalt?ren. Pietas A. 16. Jh. - Mehrere Bildst?cke.

WETZHAUSEN. UFranken BA Hofheim.

Ev. Pfarr-K. Einheitlich 1707, ebenso die Ausstattung. - Bmkw. durch Vollst?ndigkeit und z. T. auch durch Qualit?t die lange mit 1460 beginnende Reihe von Grabm?lern der Truchsessen v. Wetzhausen, 31 an der Zahl. - Bmkw. Kelch 14. Jh.

Schlo?. Gro?er 4flügeliger, 4gescho?iger Bau des 16. Jh., Einzelheiten got. und renss.

WEYER. UFranken BA Schweinfurt.

Dorf-K. Got. OTurm mit Chor 1. H?lfte des 15. Jh. Der übrige Bau nebst Stuckaturen um 1730.

Pfarrhaus. Unter Abt Baumann von Ebrach (1703-14) erbaut. Gute Stuckdecken um 1730.

Malerischer Gemeindebrunnen auf zehn steinernen S?ulen. Erneuert 1840.

Bildstock der Kreuzigung mit Stifter von 1623.

WICKERSHAIN. K. Sachsen AH Borna.

Marien-K. (früher Wallfahrts-K.). Durch wiederholte Um- und Anbauten hat die ursp. rom. Anlage (von welcher der turmtragende quadr. Vorchor und die WWand) eine sehr unregelm??ige Gestalt erhalten; der Chor von 1424 von eigentümlicher Verschiebung des polyg. Gr.

WIEDERAU. K. Sachsen AH Rochlitz.

Dorf-K. Von der rom. Anlage erhalten der Chor und das sch?ne Südportal.

WIEDERAU. K. Sachsen AH Borna.

Schlo? (Gf. Hennicke) 1705, schmuckloser Putzbau von vornehmen [pg 426] Verh?ltnissen. Bmkw. die unver?nderte Ausstattung des durch 2 Geschosse gehenden Saales. - Portr?ts von Graff, Venusstatue bez. Balth. Permoser 1724, von demselben die Jahreszeiten.

WIEDERKUNFT, FR?HLICHE. Sachs.-Altenb. LA Roda.

Jagdschlo? Joh. Friedrichs des Gro?mütigen beg. 1547. Inmitten eines von Waldb?chen gebildeten Teiches. Nach vielen Besch?digungen im 19. Jh. sehr willkürlich rest. Urspr. ein gro?er, von Gr?ben, niedrigen Mauern und Ecktürmen mit Zwiebeld?chern umgebener Hof; im Innern freistehend der Wohnbau aus Fachwerk; mit vielen Erkern und Türmen. - Die jetzige Ausstattung mit renss. M?beln verschiedenen, meist fremden Ursprungs. 4 Gem?lde aus der Schule Cranachs schildern das Leben Joh. Friedrichs. Relief-Brustbild desselben aus Papierteig und bemalt, eine damals in Thüringen beliebte Technik.

WIEDERSBACH. Pr. Sachsen Kr. Schleusingen.

Dorf-K. 1601, wie Hinternah.

WIESENBRONN. UFranken BA Kitzingen.

Pfarr-K. Turm (W) um 1300, Lhs. 1603. - Altar A. 17. Jh. mit bmkw. Gem?lde von Hans Heunisch. - Grabmal des brandenbg. Geh. Rats Joh. Buttner ? 1605 und seiner Frau, 2 Tafeln in sch?nem Bronzegu? von Joh. Weinmann.

WIESENFELD. RB Cassel Kr. Frankenberg.

K. einer um 1200 gestifteten Johanniter-Kommende. Frgot. 1260. Rck. mit Schlu? aus 6Eck, im Sch. 4 oblonge Kreuzgwbb. An der NSeite gro?er 5geschossiger Turm ohne Tür, nur mit Leiter ersteigbar, also zu Verteidigungszwecken errichtet (rest. 1903).

Johanniterhaus. 1587, unbedeutend und verwahrlost.

WIESENFELD. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. 1768. Gutes Beispiel des ansehnlichen Eichsfelder Bar.-Typus (vgl. Geisleden, Rengelrode, Reinholtsroda, Volkerode, Wüstheuterode).

WIESENTHAU. OFranken BA Forchheim.

Dorf-K. spgot., stark rest. - Alt?re 17.-18. Jh. Kanzel bar. mit spgot. Figg. Reich geschnitzter Beichtstuhl 18. Jh. Epitaphe der Familie v. Wiesenthau 1581, 1590, 1605.

Schlo?, stattlicher Renss.-Bau mit Rundtürmen, Schneckenstiegen, Rittersaal. Im Bauernkriege zerst?rt, neu gebaut 1566.

WIESENTHEID. UFranken BA Gerolzhofen.

Pfarr-K. 1727-32 von Balth. Neumann; Bauführer der oft von Neumann verwendete und sp?ter im Kurfürstentum [pg 427] Trier selbst?ndig auftretende J. G. Seiz. In ihr gibt der gro?e Künstler seine Idee einer Landkirche, freilich mit ungew?hnlich reichlichen Mitteln, die ihm der vornehme Bauherr (Sch?nborn) zur Verfügung stellte, ausgeführt. Die Raumdisposition ganz einfach: hoher klarer Saalbau mit flacher Spiegeldecke, eingezogener Chor. Au?en Verputzbau mit Sandsteingliederung. Mansarddach. Im Detail neben spezifischen Rokokoformen (Fenster) Elemente des dorischen Stils (Pilaster und Fries). Der Turm w?chst hinter dem Fassadengiebel aus dem Dach; ein interessanter, indes kaum geglückt zu nennender Versuch. Die Innendekoration nachneumannisch; gemalte Scheinarchitektur an Wand und Decke, gut verbunden mit den pr?chtigen Stuckmarmoralt?ren. Auf dem Hochaltar bmkw. gut die Statue des h. Mauritius.

Kreuzigungsgruppe vor der K. 1766; gro?, virtuos, enorm theatralisch.

Schlo? der Grafen v. Sch?nborn; weitl?ufiger Komplex um einen quadr. Binnenhof, Ausführung 16.-18. Jh. im ganzen schlicht. Geschmackvoll eingerichtete Rok.Zimmer.

Gr?fl. Gruftkapelle, ca. 1730. Im Innern Scheinarchitektur von dem Maler der Kirche (eine einstürzende Kuppel darstellend).

Rathaus in beh?bigem fr?nkischem Fr.Rok.

WILDBURG. UFranken BA K?nigshofen.

Burgruine. Von der ehem. Stammburg des Dynastengeschlechtes Wildburg-Henneberg nur unbedeutende Reste erhalten.

WILDENBERG. UFranken BA Miltenberg.

Burgruine ca. 1170-1250. Eine der sch?nsten, die sich aus rom. Zeit erhalten haben; Gelnhausen und Münzenberg nicht nachstehend (die Inschriften jetzt im gr?fl. Erbachischen Schlo? Eulbach nicht einwandfrei). Die Anlage klar und regelm??ig. Ungew?hnlicher Aufwand an Kunstformen: rom. die Torhalle, darüber Kap. mit ausgekragtem Altarerker; der Palas rom. und frgot., ganz gl?nzende Fensterarchitektur.

WILDENFELS. OFranken BA Forchheim.

Burgruine bedeutend.

WILDPRECHTSRODA. Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

Kirche 1683.

Schlo? (v. Butlar). Der einzige ansehnliche Renss.Bau der Gegend, 17. Jh.

WILHELMSBAD bei Hanau RB Cassel.

Badanlage 1779, Brunnentempel, Logierhaus, Theater, Karussell; im Park künstliche Ruine, Insel mit Pyramide, Eremitage.

[pg 428] WILHELMSHAUSEN. RB Cassel Kr. Hofgeismar.

K. des ehem. Cisterc. Nonnen-Klst. Wahlshausen. Rom. 12. Jh. Flachgedeckte Basilika auf kreuzf. Gr., Apsiden am Chor und Qsch., im Lhs. 4 Arkaden mit Stützenwechsel. An den Sll. attische Basen mit Eckbl?ttern, Würfelkn?ufe mit Pflanzenornament. Eine Tür am südl. Kreuzflügel umrahmt mit dem Profil der attischen Basis, im Tympanon Agnus Dei. (Nebenapsiden und Sschiffe jetzt zerst?rt.) 1892 rest. und vielfach ver?ndert.

WILHELMSHAUSEN. Kr. Cassel-Land.

Ehem. Nonnen-Klst.-K. Im 13. Jh. Cisterc.-Nonnen. Die Bauformen der Kirche weisen auf 12. Jh. Im 30j?hrigen Kriege halb zerst?rt, 1891 rest. - Kleine kreuzf. Basilika (28 m l.). Der Gr. des Qsch. und Chors zeigt genau dieselben Abweichungen vom quadr. Schema wie Kaufungen. Hauptapsis alt. Im Lhs. 4 Arkaden mit Stützenwechsel. Wuchtige Sll. mit kurzem, stark verjüngtem Schaft, an den Fl?chen der Würfelkaptt. eingetiefte Palmette. WFassade turmlos. Rom. (?) Taufstein.

WILHELMSH?HE bei Cassel.

Ein im 12. Jh. gegr. Nonnenklst. 1527 aufgehoben. Bescheidenes landgr?fl. Schlo?. Im 17. Jh. vergr??ert. A. 18. Jh. unter Landgraf Karl Neubau (Entwurf von de la Fosse 1710) mit gro?artiger Parkanlage geplant. Nur die letztere wurde unter Karl wirklich begonnen, von seinen Nachfolgern fortgesetzt. Den Schlo?bau verwirklichte erst Wilhelm IX. (Abbruch des alten Schlosses Wei?enstein 1786-90). Der erste Entwurf von Wailly 1785 wurde abgelehnt; desgl., wegen zu gro?er Ausdehnung, der unter dem Einflu? Palladios entstandene, künstlerisch sehr bedeutende Entwurf von H. Chr. Jussow 1786. Den Auftrag erhielt Salomon Louis Du Ry (aus der in Cassel, s. dort, in mehreren Generationen t?tigen Hugenottenfamilie). Die vorgeschlagenen L?sungen sehr verschiedenartig, übereinstimmend jedoch in der Stilfrage. Der in seiner Jugend bei Blondel in Paris gebildete Künstler hatte sich unumwunden dem Klassizismus englischer F?rbung zugekehrt. Der Bau des n?rdl. Flügels begann 1788, der Mittelbau 1792, die Innenarbeiten 1803 vollendet. - Die Anlage modifiziert mit interessanter Wirkung, zumal in Anpassung an das bewegte Gel?nde und die ansteigenden Baummassen des Parkes, den traditionellen Hufeisengrundri? in der Weise, da? dessen 3 Flügel in 3 selbst?ndige Geb?ude aufgel?st, dann aber durch segmentf?rmige Zwischenbauten wieder verbunden werden, und zwar so, da? die Achsen der Nebengeb?ude zu dem Hauptgeb?ude in stumpfem Winkel anlaufen.

[pg 429] Nicht befriedigend ist das H?henverh?ltnis der Zwischenbauten; sie waren auch ursp. auf das Erdgescho? beschr?nkt; die Obergeschosse teils unter Jer?me, teils erst 1829 hinzugefügt. Wie sehr die apsidialen Schlüsse der Hauptbauten und überhaupt der ganze Rhythmus durch sie gest?rt wird, leuchtet ohne weiteres ein. - Das Schlo? von Wilhelmsh?he vertritt zusammen mit dem von Koblenz am bedeutendsten die dem Empire vorangehende Phase des Klassizismus. Der Nuancenunterschied der beiden Geb?ude ist bezeichnend für den Unterschied der strengeren, gro?zügigeren englischen (von den Zeitgenossen oft ?r?misch? genannten) und der weicheren franz?sischen Richtung. In der inneren Einrichtung dr?ngt sich der franz?sische Geschmack wieder vor, doch schon im Gepr?ge des eigentlichen Empire. Ein Verzeichnis der Gem?lde von 1790 gibt 45 Nummern, zu denen sp?ter noch manches hinzukam, vieles wieder beseitigt wurde. Unter den Gegenst?nden überwiegt die r?mische Geschichte, auch ein Zyklus aus Tasso war vorhanden. Die Künstler gro?enteils Deutsche. Die bekanntesten Namen F. H. Tischbein, Hackert und Nahl.

Der Park. Beg. bald nach 1700 unter Landgraf Karl in Erinnerung an die G?rten in Rom und Frascati durch den r?mischen Architekten Giov. Fr. Guernieri - vielleicht das grandioseste, was irgendwo der Barockstil in der Verbindung von Architektur und Landschaft gewagt hat. Diese Anlage, die, wo nicht ganz, so doch in bedeutenden Teilen, tats?chlich zur Ausführung gekommen war, wich seit 1786 dem noch bestehenden Naturpark im englischen Geschmack. Bei Guernieri war das Hauptmotiv die mit reichem architektonischem Beiwerk ausgebildete Kaskadenfolge, die sich von der H?he des Habichtswaldes bis zum Schlo? Wei?enstein hinzog, 3500 Fu? rhein. l., die Mittelbahn 6,5 m br., zweimal durch Abs?tze mit Rundmotiven und eine breite Querallee mit vielen Becken und Springbrunnen durchbrochen. Davon hat sich nur der oberste Abschnitt erhalten, endend in das phantastisch-kolossalische Oktogon mit dem Herkules (der ?kleine Herkules? aus einer ?lteren Anlage des 17. Jh.). Auch der englische Park wollte auf Mitwirkung der Architektur nicht verzichten. Doch in einem grunds?tzlich anderen Sinn, als das Barock. Nicht um architektonische Durchbildung des Gel?ndes und Pflanzenwuchses handelte es sich, sondern um Anlage zerstreuter Einzelarchitekturen, die in der (scheinbar) freien Natur malerische Zentren bilden und durch ihre gegenst?ndliche Bedeutung Stimmung machen sollten. Künstliche Ruinen u. a. wurden beliebt. Im ersten Projekt Du Rys sollte sogar das Schlo? selbst einen Ruinenflügel erhalten. [pg 430] Im Charakter einer imagin?ren Urkunst das ?Grab der V?gel?. R?misch die ?Sibyllengrotte? und die kleine Nachbildung der Cestiuspyramide. Inzwischen kam aus England die romantische Schw?rmerei für die Gotik. So entstand (erster Plan 1790) die L?wenburg, anfangs als Ruine beabsichtigt. Auf Verlangen des Landgrafen ein vollst?ndiges, wohnbares, allerdings im Ma?stab der einzelnen Bauteile klein gegriffenes Bergschlo? - kulturhistorisch merkwürdig als eine der frühesten Sch?pfungen sentimentaler Neugotik in Deutschland. Entwurf von Jussow. Für die dem Schlo?e n?her liegenden Zierbauten kehrte derselbe mit gutem Takt wieder zu klassischen Formen zurück: S?ulenhalle und Tempel am Bowlingreen und reizvoller Entwurf (nicht ausgeführt) zum Philosophentale. - Eine chinesische Galerie, eine Moschee und eine Eremitage des Plato sind seither wieder verschwunden. - Unter den Nebengeb?uden des Schlosses das wichtigste das Theater von 1808 (jetzt mit starker Ver?nderung Tennishalle) und das Pflanzenhaus.

WILHELMSTAL bei Cassel.

Schlo?. Es geh?rt nicht zu den gr??eren, aber zu den reizvollsten unter den Rok.Schl?ssern Deutschlands. Erb. von Mitgliedern der aus Frankreich stammenden, in mehreren Generationen in Cassel ans?ssigen Architektenfamilie Du Ry. Drei Flügel in aufgel?ster Triklinienstellung. Anlage des Ganzen und Ausführung der Kavaliersh?user von Karl D. Sein Sohn Simon Ludwig D. war schon 1749 in Paris mit der Durcharbeitung des Entwurfs für den Mittelbau (corps de logis) unter den Augen Blondels besch?ftigt (ausgeführt erst nach dem 7j?hrigen Kriege). Die bei gro?er Feinheit der Sandsteinarbeit etwas kraftlose Fassade zeigt schon eine leise Tendenz zum Klassizismus; das Innere ist reines Rokoko, allerdings nicht in jener ekstatischen Prachtlust, der vor allem die geistlichen Fürsten des katholischen Deutschlands huldigten, auch in ihren Schl?ssern, sondern leichter in der Haltung, feiner und anheimelnder; wie denn auch der Gr. und die Abmessungen in erster Linie auf Wohnlichkeit ausgehen. - Zur Seite standen Du Ry der Bildhauer J. A. Nahl und der Maler J. H. Tischbein. - Die kleinen Wachth?user um 1770 in derjenigen Abwandlung des Rok., die man ?Zopf? zu nennen pflegt.

WILHELMSTAL bei Eisenach Sachsen-Weimar.

Gro?herzogl. Schlo?. Malerische Gruppe von niedrigen schlicht bar. Einzelh?usern, zwei Reihen in einer L?ngsachse geordnet. Am NEnde ellipt. Festsaal A, 18. Jh. Umgestaltung [pg 431] der beiden NH?user unter Goethes Leitung 1790. Aus derselben Zeit der Brunnen in der Querachse. Weitere verbindende Zutaten 1850.

WILLERSHAUSEN. RB Cassel Kr. Eschwege.

Pfarr-K. Spgot. Hallenkirche mit ?lterem quadr. Chor. Im Schiff je 4 schlanke Rundpfll., mit spiralisch um den Schaft sich windenden Ans?tzen.

Schlo?, meist Fachwerkbau, ohne Bedeutung.

WILLMERSREUTH. OFranken BA Kulmbach.

Pfarr-K. Sprom. Chor im OTurm, Kreuzrippengwb. Lhs. 1753 umgebaut. - Holzfigg. Reste eines Altars von ca. 1520. Bmkw. Taufstein 2. H. 16. Jh.

WILSDORF. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

Dorf-K. Die rom. Anlage unver?ndert. Rck, OTurm in gleicher Br. mit dem Schiff. Türrahmen der NSeite aus 3 rom. Grabsteinen.

WILSDRUFF. K. Sachsen AH Mei?en.

Pfarr-K. S. Nikolai neu; aus der alten das hübsche Portal aus ziemlich früher got. Zeit; Kanzel 17. Jh.; Epitaph 1731.

WIMMELBURG. Pr. Sachsen Mansfelder Seekreis.

Benediktiner-Klst. gegr. ca. 1060. Stattliche Kirche im Stil der 2. H. 12. Jh. Jetzt Ruine; leidlich erhalten nur Teile des Chors und Qschiffs (lichte L?nge des Qsch. 22 m). Ausgebildeter Hirsauer Gr. mit 5 Apsiden. Nebench?re (gew?lbt) und Hauptchor (flachgedeckt) kommunizieren durch je zwei niedrige Arkaden (also ?hnlich Konradsburg, doch ohne den dortigen Blendbg.); Pfll. mit Ecks?ulchen in der Art des Meisters von K?nigslutter. Der Bogenfries der Apsis bildet eine Wellenlinie (wie in Klst. Mansfeld).

WINDECKEN. RB Cassel Kr. Hanau.

Stadt-K. 1455-96, 3sch.

Schlo? (Amtsgericht) 16.-17. Jh.

Rathaus, spgot. Massivbau mit Staffelgiebeln. Bmkw. Inneneinrichtung.

Stadtmauer mit Wehrgang und Scharten.

WINDHAUSEN. Kr. Cassel-Land.

Herrenhaus, anspruchslos behaglicher Bau von 1789. Die Anlagen des Ministers von Schlieffen (von 1781 ab) ein charakteristisches Beispiel des sentimentalen Naturparks und seiner Requisiten: Einsiedelei, Freundschaftsdenkmal, Altar, Arminiusgrab, gotische Ruine, Teufelsbrücke.

WINDEHAUSEN. Pr. Sachsen Kr. Sangerhausen.

Pfarr-K. Im platt geschlossenen Chor frgot. Drei-Fenster-Gruppe, am Gew?nde Rings?ulen.

[pg 432] WINDHEIM. UFranken BA Hammelburg.

Pfarr-K. 1766. Guter Bau der Neumannschule, wahrscheinlich von Hauptmann Fischer (vgl. Fuchsstadt). Stattlicher Hochaltar von 1696, ehem. in Hammelburg.

WINDISCH-HOLZHAUSEN. Pr. Sachsen Kr. Erfurt.

Dorf-K. mit wohlerhaltenem rom. OTurm und Apsis.

WINDISCHLEUBA. Sachsen-Altenburg LA Altenburg.

Ansehnliche spgot. Dorf-K. mit Netzgwb., WTurm rom. 12. Jh.

Schlo?; bedeutende Anlage; E. 14. Jh. verst?ndnisvoll hergestellt. Ringmauern und Ecktürme ma., Hauptwohngeb?ude (SFlügel) im 1. und 2. Gescho? um 1450, das Obergescho? und die sehr stattlichen Giebel und Zwerchh?user 1532. Auch die anderen Geb?ude enthalten bmkw. Einzelheiten. Rok.Saal. Wertvolle Sammlung von ma. Kleinkunstwerken.

WINTERHAUSEN. UFranken BA Ochsenfurt.

Hübsches Gesamtbild mit manchen der Aufmerksamkeit werten Einzelheiten. Pfarr-K. 1497 und 1573 umgebaut. Der Chorturm hat 3 sprom. Geschosse. Bar. Hochaltar mit bmkw. spgot. Schnitzbildern; im Hauptfeld Kreuzigung, in der Predella Abendmahl. Starke Kirchhofsbefestigung aus sp. Ma.

Mauritius-K. (prof.). In der Anlage fast genaue Wiederholung der Lambert-K. in Tückelhausen, 1sch. mit eingezogenem quadr. Chor., Stilformen frgot. um 1300.

Rathaus 1738, gef?lliger Bau des Würzburger fr. Rok.

WIPFELD. UFranken BA Schweinfurt.

Dorf-K. um 1780-90, aufw?ndige klassizist. Ausstattung der Würzburger Schule.

WIPPRA. Pr. Sachsen. Mansfelder Gebirgskreis.

Burgruine. Sehr verfallen.

WIRSBERG. OFranken BA Kulmbach.

Pfarr-K. 1. H. 18. Jh. Gutes Beispiel einer Landkirche im sog. Markgrafenstil. Kanzelaltar (s?chsisch-thüringischer Einflu?).

WIRTHEIM. RB Cassel Kr. Gelnhausen.

Dorf-K. spgot., in allen Teilen flachgedeckt, auch in dem 1/2 8eck. Chor; sorgf?ltiges Ma?werk.

WITTENBERG. Pr. Sachsen Kreisstadt.

Stadt-K. Unscheinbare Hallenkirche von gedrückten Verh?ltnissen. Chor und WBau mit 2 Türmen um 1300, Lhs. A. 15. Jh. Die 3 Sch. schlie?en platt in gleicher Flucht, das n?rdl. ist verbreitert, daher die Unregelm??igkeiten des Schlusses. Errichtung von Emporen zu 1516 und 1540 gemeldet. Die jetzigen neugot. Der Predigtstuhl M. Luthers [pg 433] (1543) in der Lutherhalle, das Altarwerk L. Cranachs d. ?. modern verunstaltet. An der n?rdl. Chorwand Gem?lde von L. Cranach d. J., die Bekehrung Pauli, des Meisters letztes Werk, 1586. Taufbecken in Rotgu? von Hermann Vischer 1457, 8eck., auf L?wen ruhend, am Kessel Reliefs von Heiligen. Einfacher ikon. Grabstein Bugenhagens. Gro?es Epitaph für Matth. v. Schulenburg 1S69 von G. Schr?ter. Das ausgezeichnete Alabasterrelief, Grablegung, am Grabmal L. Cranachs d. J. ? 1586 von S. W. (Sebastian Walther in Dresden). Tafel für Kaspar Lindemann von Ulrich Gretel in Leipzig. - Au?en an der NSeite Relief, Christus als Weltenrichter 1310; am WPortal Maria mit Heiligen aus derselben Zeit; am Chor Judensau.

Schlo?-(Universit?ts)-K. ca. 1490-1500, rest. seit 1885. Das ?u?ere entspricht ungef?hr dem alten Zustande, das Innere durchaus rest. Rck. von 6 Achsen mit 3/8 Schlu?. Zwischen den nach innen gezogenen Pfll. eine ringsumlaufende, von Stichb?gen getragene Empore, dem entsprechend ein niedriges unteres und ein hohes oberes Fenstergescho?. - Gro?e Bronzegrabplatten für Friedrich den Weisen und Johann den Best?ndigen; jene bez. Peter Fischer (sic) Norimbergensis A. 1527; diese, eine fast genaue Nachahmung, H V (Hans Vischer). Au?erdem dieselben beiden Kurfürsten in lebensgro?en knienden Marmorstatuen. Die Bronzetafel auf dem Grabe Luthers moderne Kopie des Exemplars in Jena. Bronze-Ged?chtnistafel des Juristen Henning Goeden von P. Vischer 1521 (Wiederholung im Dom zu Erfurt).

Schlo? erb. von Friedrich dem Weisen 1490-99. Sehr entstellt. Bmkw. die beiden Treppenh?user, die sich nach dem Hof in Lauben ?ffnen. über dem Portal sch?n gemei?elte Wappen. 2 runde Türme an den Ecken. Urspr. Zustand auf dem Titelbilde des Wittenberger Heiligtumbuchs.

Rathaus spgot. und renss. An der langen Marktseite au?er dem (modernisierten) Erdgescho? 2 Geschosse zu 13 Achsen, Vorhangb?gen; sp?ter hinzugefügt ein Renss.-Portal mit Altan und 4 Renss. Zwerchh?usern. - Apotheke L. Cranachs. Stra?enseite durch neuen Verputz entstellt, besser erhalten der Hof, darin ein nicht sicher zu deutendes Relief eines Geharnischten. H?user Melanchthons und Bugenhagens. Das Lutherhaus (urspr. Augustiner-Klst.) hat durch die Rest. 1840 einen g?nzlich falschen Charakter erhalten; unberührt das 1540 in Pirna gefertigte Portal und im ganzen auch Luthers Wohnstube.

Alter Friedhof vor dem Elstertor; renss. Portal ca. 1560 mit [pg 434] Relief des Weltenrichters. Die Grabsteine von Luthers Tochter Elisabeth und Melanchthons Nichte Magdalene haben nur Inschriften.

WITTGENDORF. K. Sachsen AH Zittau.

Dorf-K. 1754. Gute Grabm?ler E. 17. Jh.

WITZELRODA. Sachsen-Meiningen Kr. Meiningen.

Dorf-K. E. 16. Jh. Charakteristische Inneneinrichtung um 1702.

WITZENHAUSEN. RB Cassel Kr. Witzenhausen.

Stadt-K. Angeblich 1404. Lhs. 3sch. mit überh?htem, fensterlosem Msch. Jetzt Bretterdecken. Der gew?lbte Chor h?her. - Grabmal der Familie v. Bodenhausen 1575; mehrere lebensgro?e Rundfigg. knien auf einer von Sll. getragenen Plattform, darüber Relief mit der Auferstehung Christi.

Wilhelmiter-Klst. 2 S?le (jetzt Schafstall); der kleine mit 4Gwbb. auf 1 Mittelpfl.; der gr??ere durch 4 achteckige Schafte, aus deren Kanten die Rippen herauswachsen, in 10 Gwb.Felder geteilt; ?hnlichkeit mit dem Rittersaal des Marburger Schlosses. Die Klostergeb?ude jetzt zur Kolonialschule eingerichtet.

Klus-Kap. am rechten Werraufer. Alle Fenster mit rom. Profilen.

Hospitals-Kap. S. Michael. Einfacher spgot. Bruchsteinbau um 1392. Der sonst schmucklose kleine WTurm tr?gt einen bmkw. Aufbau; 4 Sll., durch Eselsrücken verbunden, die ?ffnungen mit Ma?werk gefüllt, Kr?nung mit steinernem Helm.

Rathaus. Einfacher Renss.Steinbau, 1819 durch Restauration nach einem Brande zur Unkenntlichkeit entstellt.

Wohnh?user in Fachwerk.

Reste der Stadtbefestigung.

WITZLEBEN. Schwarzburg-Sondershausen LA Arnstadt.

Dorf-K. mit rom. Resten.

WOFFLEBEN. RB Erfurt Kr. Hohenstein.

Dorf-K. 1751. Der eigentümliche Gr. erkl?rt sich aus den Experimenten des protestantischen Kirchenbaues.

WOLFERSTEDT. Sachsen-Weimar VB Apolda.

Dorf-K. mit romanischen Details, darunter bmkw. Portal.

WOLFHAGEN. RB Cassel Kreisstadt.

Pfarr-K. S. Anna. 2. H. 13. Jh. Niedrige Hallenkirche in schlichten, kr?ftigen Formen. Chor aus 8Eck. WTurm 1303 (Inschr.), das bmkw. Dach 1501.

Vor der Stadt Kapelle in vorzüglichen hochgot. Formen.

WOLFMANNSHAUSEN. Sachs.-Mein. Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. Im Sch. sch?ne Felderdecke aus 17. Jh., ?stl. Chorturm im Erdgescho? rom. Hübsche Ausstattung um 1730.

[pg 435] WOLFSMüNSTER. UFranken BA Gemünden.

Pfarr-K. Turm A. 14. Jh., das ger?umige Langhaus 1734 mit urspr. guter gleichzeitiger Ausstattung (stark rest.). Glocken 1412, 1786.

Schlo? Wolfsmünster. Malerische Anlage von 1584 mit Treppengiebeln.

WOLKENBURG. K. Sachsen AH Rochlitz.

Dorf-K. 1794 nach Entwurf von J. A. Giese in der Richtung von C. G. Langhans. Die das Schiff von 3 Seiten umgebende Empore von dor. S?ulen getragen; der Altartisch ohne Aufsatz; hinter ihm in der Nische Gem?lde von A. F. Oeser und H. V. Schnorr v. Carolsfeld.

Die ?ltere K. (um 1400) jetzt Erbbegr?bnis der Grafen Einsiedel. Altarwerk aus farbigem Marmor 1657, ausgezeichnete Arbeit von J. H. B?hm. Sch?ne Gedenktafel des bei Kaiserslautern gefallenen Gf. Friedrich v. E., Eisengu? aus Lauchhammer.

Schlo? (Gf. Einsiedel). Got. Formen im SBau. Sonst alles gründlich umgebaut. Die klassizistische Saalausstattung vom Besten. Familienbildnisse u. a. von Mengs, Graff und Grassi. Gro?er Park, englisch umgearbeitet.

WOLKENSTEIN. K. Sachsen AH Marienburg.

Stadt-K. nach Brand 1689, einfacher 1sch. Bau. - Altarwerk aus mehrfarbigem Gestein 16S2 von Joh. B?hme.

Burg, in jetziger Gestalt ohne Interesse.

WOLKRAMSHAUSEN. RB Erfurt Kr. Hohenstein.

Dorf-K. Sprom. WTurm, got. Sch. mit 1/2 Achteckschlu?.

WOLKSHAUSEN. UFranken BA Ochsenfurt.

Pfarr-K. Erb. 1616, nach W verl?ngert 1778. Die vortrefflich in das Architekturbild eingegliederten Alt?re von Auwera und Steuerwald (letzterer ein Lokalmeister in Kitzingen).

Sebastians-Kap. 1771. Stuckatur und Alt?re gleichzeitig. Ein ?lterer Altaraufsatz um 1650 an der NWand. Hinter der Kap. bmkw. Bildstock um 1400.

Im Dorf lebensgro?e Standfig. des hl. Michael 1743.

WOLMIRSTADT. Pr. Sachsen Kr. Eckartsberga.

Dorf-K. spgot., 1sch., mit Netzgwb.

WOMMEN. RB Cassel Kr. Eschwege.

Gutshaus, Portal Frührenaissance 1535.

WONFURT. UFranken BA Ha?furt.

Pfarr-K. Zentralbau von 1824. Alt?re und Kanzel um 1700.

Friedhofs-Kap. Bmkw. Grabsteine des sp. 16. und des 17. Jh. Gute Kreuzigungsgruppe um 1750.

Schlo?. E. 16. Jh., einige Ver?nderungen 1695.

[pg 436] WONSEES. OFranken BA Ebermannstadt.

Pfarr-K. 18. Jh. - Epit. Guttenberg 1541, Giech 1601.

WORBIS. Pr. Sachsen RB Erfurt. Kreisstadt.

Stadt-K. 1756, im 19. Jh. rom. (!) rest.

Klst.-K., bar. Im Sch. 6, im Chor 2 Joche, Kreuzgwbb.

Hardtkap. 1749. Gro?er Schnitzaltar 15. Jh.

Amtsgericht, sch?ner Fachwerkbau mit Erker, 16. und 17. Jh.

WORMSLEBEN. Pr. Sachsen Mansfelder Seekreis.

Kirche. Angeblich ?lteste des Gebietes. - Jetzt stillos bis auf ein primitiv aussehendes rom. Tympanon.

WüLFERSHAUSEN. UFranken BA K?nigshofen.

Pfarr-K. 1607. Charakteristisches Beispiel der von Bischof Julius begünstigten Nachgotik.

WüLFERSHAUSEN. UFranken BA Karlstadt.

Dorf-K. aus der Juliuszeit, im 18. Jh. überarbeitet. Die guten Rok.-Mobilien in Würzburg gearbeitet.

WUNSIEDEL. OFranken BAmtsstadt.

Pfarr-K., spgot. Anlage, Lhs. und Turm 1730 umgebaut.

Spital-K., spgot., unbedeutend. - Gottesacker-K. 1672.

WüRDENHAIN. Pr. Sachsen Kr. Liebenwerda.

Dorf-K. 1577 und 1747. - Spgot. Flügelaltar, zusammengesetzt aus einem gr??eren und kleineren. Die Figuren nicht übel.

WüRZBURG. UFranken B Amtsstadt.

Dom S. Kiliani. Urbau unter B. Arno (855-93). Rest. unter B. Burkard (931-41). Neubau unter B. Bruno 1042ff. Ferner noch, in rom. Zeit bedeutende Baut?tigkeit unter B. Embricho (1125-47) und B. Hermann (1225-54); Ver?nderungen 1606 bis 1607 und 1701-03. Heute wirkt der Dom im ?u?eren wesentlich als romanischer, im Innern als Barockbau. - Die Baugeschichte macht Schwierigkeiten. Die Hauptfrage ist: hat Embricho, auf dessen Zeit alles formale Detail am Langhaus hinweist, dieses auf dem unver?nderten Grundri? Brunos wiederhergestellt? oder hat er einen v?lligen Neubau in vergr??ertem Ma?stabe begonnen? Für die erstere Alternative kann die ?hnlichkeit des mehrere ungew?hnliche Eigenschaften zeigenden Grundrisses mit einem anderen Bau des 11. Jh., der Klst.-K. in Hersfeld (beg. nach 1037), geltend gemacht werden. Dann aber mü?te der WBau mit seinen Doppeltürmen, da er auf schm?lere Schiffe hinweist4, auf eine noch ?ltere Zeit zurückgehen, was aber nicht wohl m?glich ist, weil die Anlage westlicher Doppeltürme mit Eingangshalle nicht vor 2. Viertel 11. Jh. (zuerst in Stra?burg) nachgewiesen [pg 437] werden kann. Zwischen den beiden oben genannten M?glichkeiten blieb dann nur noch eine dritte, rein hypothetische: Ver?nderung des Ma?stabes schon unter Bruno. - Der Ostbau hat das volle Gepr?ge schon des 13. Jh. - Der Gr. ist kreuzf?rmig, die Vierung genau quadr., die Flügel des Qsch. sowohl als der Chor gestreckt rechteckig (einzige aber genaue Analogie die Kloster-K. Hersfeld); Hauptapsis und 2 kleinere Apsiden an der OWand des Qsch.; im Chorwinkel 2 quadr. Türme. Im Lhs. 10 Ark.; die rom. K?mpferprofile der Pfll. noch sichtbar. Wie die allgemeine Disposition, so sind auch die Abmessungen denen von Hersfold sehr nahe: ganze lichte L. ohne Turmhalle 97 (Hersfeld 95), Lhs. 57 : 31 (Hersfeld 55 : 30), Qsch. 58 (Hersfeld 57), H. des Msch. 24 (Hersfeld 23). Der Chor 1749 tiefer gelegt unter Opferung der alten Krypta.

Inneres. Das Raumbild ist noch das alte romanische geblieben und von m?chtiger Wirkung. Rom. Einzelformen nur an den Pfll. sichtbar. Sie zeigen eine ungew?hnliche, nur mit einigen thüringischen Bauten vergleichbare Form; Halbs?ulenvorlagen unter der Bogenleibung. Die Gew?lbe des Hauptchors und der Sschiffe um 1500 eingezogen. Bischof Julius beabsichtigte A. 17. Jh. eingreifende Umwandlung im Charakter der von ihm bevorzugten posthumen Gotik. Zur Ausführung kamen nur die Gew?lbe des Hochschiffes durch Lazzaro Agostino. Die ausgezeichnet sch?ne Stuckdekoration 1701 von Pietro Magni.

?u?eres. Die Fassade stammt aus verschiedenen rom. Epochen; durch die gl?ttende und gleichmachende Rest. 1880 hat sie ihren historischen Charakter verloren; das Portal neu erfunden; bis 1644 stand vor dem Erdgescho? eine Paradieshalle. - Die oberen Turmabschlüsse 1418. - Die Langseiten aus 1. H. 12. Jh. mit der üblichen Lisenen- und Bogenfriesgliederung, die jedoch einen eigentümlich flauen Charakter hat; vielleicht ist der Grund durch Verputz erh?ht. - Die Osttürme im Erdgescho? mit dem Chor gleichzeitig, in den oberen Teilen 1225-50. Die überführung vom Quadrat zum 8Eck sehr eigentümlich; fast m?chte man glauben, da? hier eine blasse Erinnerung an die Türme von Laon vorliegt, vielleicht vermittelt durch Bamberg. Zu beachten die polychromen Wirkungen durch Wechsel im Sandstein.

Ausstattung. Chor. [Von den 1701ff. beseitigten Kunstwerken waren die wichtigsten gewesen: Hochaltar mit dem Standbild des Salvators unter einem von 4 Sll. getragenen Ciborium aus Salzburger Marmor, auf der Retabelwand ein Marmorsarkophag mit Reliquien, 1510 von Riemenschneider; von demselben 1494 ein bis zum Gew?lbe reichendes [pg 438] Sakramentsh?uschen. Ehernes Singpult von Hans Wurzelbauer aus Nürnberg jetzt in der Sepultur.] Die jetzigen Alt?re gute Durchschnittsleistungen der Barockzeit. Sie enthalten Gem?lde von Oswald Onghers (Enthauptung Johannis), Sandrart (Kreuzabnahme), Bueler (Grablegung), Merian (Drei K?nige). Die Alt?re des Langhauses an den Pfeilern aufgestellt; sie erhielten 1793 einheitliche Umrahmung. - Chorstühle von Jakob van der Auwera 1749 mit den Wappen der damals amtierenden Domherren. - Eisengitter von Gattinger. - Spgot. Bischofsstuhl jetzt in der Sakristei. - Im Langhaus Taufkessel, Erzgu?, bez. Eckart von Worms 1279. - Kanzel von Mich. Kern 1609.

Grabdenkm?ler. Neben denen des Mainzer Doms die gro?artigste Reihe, die Deutschland besitzt. Sie wurden im 18. Jh. an W?nden und Pfeilern aufgestellt. Die ?lteren bildeten Deckplatten von Tumben, die jüngeren sind Bildnisepitaphe; die zu den letzteren geh?rigen Bodenplatten (über der wirklichen Grabstelle) sind teils untergegangen, teils an den Seitenschiffsw?nden aufgestellt. Im 16. Jh. kam das ?dikulaepitaph mit Reliefbild auf.

Im Querschiff: I. NFlügel. a) OWand. über der kleinen, zur Krypta führenden Tür Epitaph des Dechanten J. C. Kottwitz v. Aulenbach ? 1610; B. Konrad v. Bibra ? 1544 im Stil des Peter Dell d. ?. b) WWand. Grabstein des Grafen Bernhard v. Solms ? 1553 im Stil des P. Dell d. J.; Grabstein des B. Gerhard von Schwarzburg ? 1400, überlebensgro?, die Gewandung dekorativ sehr wirksam, dabei ist es wichtig, da? mit ihr auch das gesagt wird, was eigentlich Sache der Figur w?re; im Kopf k?nnte man ein fein gestimmtes Portr?t zu sehen glauben, trüge nicht der von demselben Meister gefertigte Konrad von Weinsberg in Mainz auch ganz dieselben Züge. Epitaph des Dompropstes F. L. Faust v. Stromberg ? 1673. Unter dem Durchgangsbogen zum n?rdl. Ssch. Erzplatten des Kottwitz v. Aulenbach (vgl. Epitaph oben) und des Erasmus Neustetter. - II. SFlügel. a) WWand: Ehernes Epitaph des C. F. v. Thüngen 1629. b) SWand: Kenotaph des B. Moritz v. Hutten ? 1552 von Martin Hering, c) OWand: Epit. des B. Konrad v.Thüngen 1540 von Loy Hering aus Eichst?tt; Kenotaph des Dompropstes Niedhard v. Thüngen, B. v. Bamberg, 1598.

Im Langhaus. - N?rdliche Reihe. 1. Pfl. NSeite: B. Gottfried III. v. Hohenlohe ? 1322 (mit neuer falscher Inschrift), das Schwert führen die Würzburger Bisch?fe als Herz?ge von Franken; trotzdem die Rechte zum Segnen erhoben. [pg 439] SSeite: B. Otto v. Wolfskeel ? 1345, ausgezeichnetes Beispiel für den Stil des 14. Jahrhunderts; die gro?e Schleppfalte von der linken Hüfte zum rechten Fu? im Schema der Apostel des K?lner Doms. Rundfigur. - 2. Pfl. NSeite: Domdechant Peter v. Aufse? ? 1522, flacher Erzgu?, wohl aus der Vischerschen Hütte. OSeite: B. Albert v. Hohenlohe ? 1372, die Sf?rmige Schwingung so trefflich in die Charakteristik einbezogen, da? sie kaum noch als konventionell wirkt. - 3. Pfl. NSeite: Epit. des Erasmus Neustetter 1594 (Grabplatte s. oben). - 4. Pfl. O. Seite: B. Johann v. Eglofstein 1411, Standbild unter Baldachin, Portr?tkopf. B. Wolfram v. Grumbach-Wolfskehl ? 1333. Kein Kissen mehr, die Auffassung als Standfigur zum ersten Male konsequent durchgeführt, überhaupt bedeutende Arbeit. - 5. Pfl. NSeite: Dompropst v. Frankenstein 1789 vom Bamberger Mutschelle. OSeite: B. Johann v. Grumbach 1466, Standbild unter Baldachin, fein, vornehm, geschmackvoll; vom Würzburger Meister Leonhard Strohmeier. - 7. Pfl. OSeite: B. Adam Friedrich v. Seinsheim 1779 von J. P. Wagner nach dem Entwurf des Hofmalers Christoph Fesel. - 8. Pfl. SSeite: B. Philipp Adolf v. Ehrenberg ? 1631, ausgeführt 1664. - Südliche Reihe. 1. Pfl. NSeite: B. Mangold v. Neuenburg ? 1303. Keinesfalls wesentlich jünger, wichtig für den übergang vom Stil des 13. Jh. zu dem des 14. Jh. (Pinder glaubt an einen in Sachsen geschulten fr?nkischen Künstler); der merkwürdig individuelle Kopf im 18. Jh. übergangen. SSeite: B. Gottfried v. Spitzenberg ? 1190 auf dem Kreuzzug; der Stein, trotz der jüngeren Inschrift, gleichzeitig, ?ltestes Zeugnis der Monumentalplastik in Würzburg, - 3. Pfl. NSeite, neben der Kanzel: B. Gottfried Schenk v. Limburg 1455. - 4. Pfl. OSeite: B. Johann v. Brunn 1440; die Gesichtszüge sind individuell, verraten aber nicht einen 80j?hrigen Greis. NSeite: B. Rudolf v. Scherenberg 1493 von Riemenschneider, dessen Stil von seiner besten Seite zeigend. - 5. Pfl. NSeite: B. Lorenz v. Bibra 1519; bei Lebzeiten bestellt; das Beiwerk zeigt, wie sich der alternde Meister Riemenschneider mit den eindringenden Renss.-Formen auseinandersetzte; vielleicht jedoch unter Mitwir

kung eines jüngeren Gehilfen; die Putten haben auch in den K?pfen mit dem bekannten Engeltypus Riemenschneiders nichts gemein; übrigens ist das Verh?ltnis der Figur zur tektonischen Umgebung vorzüglich abgewogen und die Verbindung verschiedenfarbiger Steine mit zartem Geschmack durchgeführt. - 6. Pfl. NSeite: B. Melchior Zobel zu Gutenberg, ermordet 1558, Hauptwerk des vielbesch?ftigten aber unerfreulichen P. Dell d. J. - 7. Pfl. NSeite: B. Friedrich v. Wirsberg [pg 440] 1573 von W. Sarder aus Eichst?tt. OSeite: B. Franz Ludwig v. Ertal 1795. - 8. Pfl. NSeite: B. Julius Echter v. Mespelbrunn 1617 von M. Kern; Architektur gut, Figur nicht bedeutend. SSeite: Ritter Sebastian Echter, des Bischofs Bruder, 1577. OSeite: das umgestürzte Wappen des letzten Echter ? 1665. - 9. Pfl. NSeite: B. Joh. Gottfr. v. Aschhausen ? 1622. - Die Form des Renss.Epitaphes, ?dikula mit Relief. An der südl. Sschiffswand eine Reihe bronzener Grabplatten, ehemals in der N?he der entsprechenden Epitaphe zu denken. Von ihnen geh?ren der Gie?hütte Peter Vischers: Dompropst Georg v. Giech ? 1501, Dompropst Albert v. Bibra ? 1511, B. Lorenz v. Bibra ? 1519, letztere vielleicht nach Riemenschneiders Entwurf in Nürnberg gegossen.

Sonstige Skulpturen. - Vom Triumphbogen herabh?ngend überlebensgro?es Holzkruzifix von 1478. - Auf 3 Pfll. der NSeite verstreut Maria und die h.h. drei K?nige, interessante, stark bewegte Standbilder aus A.14.Jh., durch moderne Rest, und Bemalung entstellt; ?hnliche Pfl. Aufstellung in der Lorenz-K. in Nürnberg; trotzdem vielleicht ursp. für ein Portal gedacht, wie in Freiburg. Zu Beginn des Lhs. Taufkessel, Erzgu?, bez. Eckart v. Worms 1279; die zu dieser Zeit in Süddeutschland wenig gel?ufige Technik erkl?rt die Roheit der Formen. - Kanzel von Mich. Kern 1609. - In einer Kap. am WEnde des südl. Ssch. gro?e Gruppe des Marientodes, um 1470-80, hervorragend durch Wahrheit und St?rke des Ausdrucks; am Eingang in die Kap. ein Diakon mit Lesepult in einem zugleich an Riemenschneider und Backofen erinnernden Stil, dann die 2 S?ulen ?Booz? und ?Jachim? vom ehemaligen Paradies. - Die spgot. Standbilder an den ersten Pfll. des Lhs, von den Strebepfll. der Marienkap., wo sie zu verwittern drohten, hierher geborgen. - In der Vorhalle Madonna um 1420.

Epitaphe am ?u?eren. Meist sehr besch?digt. Historisch interessant dasjenige Tilman Riemenschneiders, wohl von seinem Sohne J?rg.

Sch?nborn-Kap. am n?rdl. Qsch. 1721-36 von J. B. Neumann. Kreisrunder Kuppelraum mit elliptischen Exedren nach O und W, Eingang N, Hauptaltar S. Vier Grabm?ler von Kirchenfürsten aus der Familie Sch?nborn. Das Innere, als Grabkap. in grauem und schwarzem Marmor, kommt infolge nicht glücklicher Lichtführung nicht nach seinem Werte zur Geltung; das ?u?ere zeigt Neumanns Formensprache in aller Vollendung.

Kreuzgang. NFlügel 1424-28, SFlügel 1428-31, WFlügel nach 1431, OFlügel 1449-53. Die 3rippige W?lbung, [pg 441] deren mit Wappen geschmückte Schlu?steine im Gr. eine Zickzacklinie bilden, wohl sp?ter. Stattliche Abmessungen, etwa 35 : 50 m bei 4 m Tiefe der G?nge. Die im O liegende Sepultur 1461. 2sch. Halle von 35 : 11 m, an der OWand 8 Kapp., deren ?ffnungen in den Pfeilerachsen liegen, eine ]L: 5] Konsequenz der sternf?rmigen Teilung des Gwb. Das Erdgescho? diente als Sepultur des Kapitels. Unter den überaus zahlreichen Denkm?lern im Kreuzgang seien hervorgehoben: Heinrich v. Seinsheim ? 1360, schlanke Ritterfigur in engem Lederpanzer; Paul Fuchs ? 1540 wohl von Peter Dell; Martin v. Wiesenthau ? 1554, bez. T K (Thomas Kistner), Dompropst Markgraf Friedrich v. Brandenburg ? 1536; Oberst Baur v. Eisenberg, bez. Mich. Kern 1623. In der Sepultur Bronzeepitaph Alb. Schenk v. Limpurg, bez. J?rg Straubinger (Nürnberg) 1680.

S. Burkard. K. des 751 gegr. Benedikt.-Klst. Neubau 1033, eingreifende Rest. 1168, Erweiterung der ?stl. Teile 1494-97. - Kleine flachged. Basilika ohne Qsch. An den ?stl. Enden der Ssch. quadr. Türme, aus deren Mauermasse rundbg. Altarnischen ausgespart sind; jetzt durch neue Einbauten verdeckt. Der Hauptchor setzte sich zwischen den Türmen fort und schlo? voraussetzlich mit rundbg. Apsis. Au?erdem waren WTürme vorhanden, die 1677 abgetragen wurden; damals auch die WEmpore eingebaut. 6 Arkaden mit regelm??igem Stützenwechsel. Sll. mit Würfelkaptt. und eckblattlosen att. Basen. - ?u?eres ganz schmucklos, der Gesimse beraubt. Interessant nur das Portal an der NSeite mit geschlossener Vorhalle; dieselbe hat den Eingang im O und eine Altarnische im W, an der NWand 2 gekuppelte gro?e Licht?ffnungen. Das Portal (nachtr?glich) durch seitw?rts vorgeblendete S?ulengruppen geschmückt; reiche und originelle tektonische Gliederung bei fast v?lligem Mangel an Ornament. Die Türme quadr. bis zur Firsth?he des Msch., dann ins 8Eck umsetzend; diese Teile 1241 in anmutig ernsten frgot. Formen. - Der spgot. OBau in erheblich gr??erem Ma?stab; das Qsch. so breit, da? zwischen Vierung und Flügeln je eine Stütze eingeschoben; ursp. flachgedeckt; modernes Netzgwb. im Monniersystem. - Chorstüle 1693 aus got. und bar. Teilen zusammengesetzt. - Im n?rdl. Qsch. bmkw. Opferstock mit Reliefs E. 13. Jh. - Votivrelief aus dem Leprosenhaus, Kreuzigung ca. 1370. - Gro?er Flügelaltar, noch in got. Anordnung, 1589-91; die Gem?lde vom Würzburger Bürger Alexander Müller (die von demselben ausgeführte Wand- und Deckenbemalung zerst?rt). - Grabsteine der ?bte Hermann Lesch ? 1408, Eberhard Lesen ? 1436, Johann [pg 442] v. Waldenfels ? 1427. - An der Wand Gem?lde der Grablegung von Osw. Onghers 1676. - In der Pfarrei Holzmadonna von Riemenschneider aus seiner Frühzeit.

[Augustiner-Klst. Gew. 1302. Abgebrochen 1824. Interessante Reste von dekorativer Plastik, oberrheinischen Schulzusammenhang bekundend, im Museum.]

Franziskaner-K. Erste Ordensniederlassung 1221. Die gegenw?rtige K. eine ursp. flachgedeckte got. Basilika aus 2. H. 13. Jh. Der gew?lbte Chor, gr??er als der erste, gegen 1289 hinzugefügt. Ver?nderungen unter Bischof Julius: Einziehung von Gwbb. (in Netzform) 1611-14, alle 3 Schiffe unter ein gemeinschaftliches Dach gebracht, die Fenster (mit Ausnahme derer am O- und WSchlu?) ver?ndert. Vom frgot. Bau geblieben: der Gr. (das 3sch. Lhs. 35 m l., der 1sch. Chor 22,5 m l), das Mauerwerk und die (6) Arkaden des Msch. Sie zeigen die got. Formen in der für die Bettelorden charakteristischen ?u?ersten Vereinfachung: gemauerte Rundsll., 8eck. Sockel, glatte Kelchkaptt., 4eck. Deckplatten, Bogenleibungen glatt bis auf die Abfasung der Ranken, die Oberfenster kreisrund mit Vierpa?. - Traurige Rest. 1882. - Der ger?umige Kreuzgang um 1300 bereits in reicherer Behandlung. - Die betr?chtliche relative H?he der Ssch. schon im ursp. Querschnitt. - Die Valentins-Kap. an der SSeite, eine sehr alte Gründung, von Bischof Julius nachgot. umgebaut. über ihr ein reich stuckierter Prunksaal, der vor der Erbauung der Universit?t den akademischen Festlichkeiten als Aula diente. - An der steinernen Mensa des Hochaltars Metallplatten mit frgot. Schmelzarbeit, meist Tierbilder nach dem Physiologus. Auf einem Seitenaltar eine Pietas von Riemenschneider (?). - Bmkw. Me?ger?te 18. Jh. - Grabm?ler: Bildnisplatte des Weihbischofs Georg Antworter ? 1499, keine von den guten Arbeiten der Zeit. Im Schiff die Frau des Schulthei?en Zingel ? 1407. Dann im guten Würzburger Durchschnittscharakter mehrere Rittergrabsteine: Balthasar v. Zingel ? 1493; Truchse? v. Wetzhausen ? 1513, Hans v. Grumbach ? 1529, Peter v. Randersacker ? 1540. Sch?nes kleines Kinderepitaph 1582 für eine Echter v. Mespelbrunn. Gro?es prachtvolles Wandgrab des Heinrich Zobel v. Giebelstadt ? 1589 mit Frau und 11 Kindern. Ein ?hnliches für die Familie v. Thüngen 1625 v. Mich. Kern. - Au?en an der K. ?lberg von Georg Riemenschneider.

Deutschhaus-K. (Milit?rmagazin). Der früheste got. Bau in Würzburg (an Stelle einer staufischen curia regia, zu welcher der erhaltene rom. WTurm in Beziehung steht), beg. nicht lange vor 1280, die WTeile nach 1296. - 1sch. Anlage von 7 [pg 443] Jochen mit polyg. Schlu?. Am 4. Joch tritt ein Wechsel der Formen ein. Der ?ltere Teil mit Wimpfen, der jüngere mit Oppenheim verwandt. Reiche Schlu?steine, Blattmasken und Figürliches, das letztere von sehr guter Hand. Dagegen das Portal (S) ohne Plastik, nur in eleganten Architekturformen.

Dominikaner (Augustiner)-K. Erste Niederlassung 1228. Der jetzige Bau ein Neubau von Balthasar Neumann 1744, bei dem der got. Chor (von 1308) beibehalten, nur dekorativ umgestaltet wurde. Das Lhs., eine hochstrebende Pfl.Basilika, hat für das Bar. ungew?hnliche Proportion; Neumann selbst erkl?rt: ?Die Kirche, da? sie so hoch mu? werden, obliegiert der sch?ne alte, gut gew?lbte Chor?. Es ist m?glich, da? Neumann auch den got. Gr. vollst?ndig beibehalten hat. Die Dekoration ist einfach; es wird haupts?chlich, und zwar stark, durch die Alt?re gewirkt, deren einer auf jeden Pfl. des Lhs. Die Skizzen dazu von Neumann selbst. Der architektonische Apparat des Barockaltars ist aufgegeben, diese hier wollen nur Bilderrahmen sein, allerdings sehr pr?chtige und umf?ngliche. Die prunkvollere Dekoration des M?nchschors hinter dem Hochaltar nachneumannisch. Gem?lde des Hochaltars von Treu aus Bamberg, Deckengem?lde von G. A. Urlaub (Chor) und Ermeltraut (Lhs.).

S. Gertraud in der Pleichach. Vor 1133 von Meister Enzelin, der sp?ter am Dom t?tig. 1600-1613 v?llig umgestaltet.

Stifts-K. Haug. Ehemals rom. Sl.Basilika mit WTürmen und Dreiapsidenschlu?. 1665 wegen der Festung niedergelegt. Tympanon mit thronender Muttergottes und den beiden Johannes, nach 1200, jetzt im Luitpold-Mus. - Neubau 1670 bis 1691 von Antonio Petrini. Die Anlage nach dem Typus des Gesù in Rom; als selbst?ndige Elemente treten hinzu die starke Ausladung der Qsch.Arme, welche auch das Lhs.System der seitlichen Altarnischen fortsetzen, und die Doppeltürme der Fassade. Die Einzelformen schwer und ernst, von starker Ausladung. In allen Nischen m?chtige Barockalt?re italienischen Gepr?ges (Gem?lde Onghers). Im übrigen ist der Binnenraum farblos. - Am meisten weicht von den italienischen Vorbildern das ?u?ere ab. Es hat Strebepfll. und hohe D?cher, welche die Fenster des hohen Kuppelanbaues teilweise überschneiden. Immerhin wirkt die Kuppel sehr bedeutend. Die Fassade hat durch die seitliche Stellung der Türme eine m?chtige Ausdehnung erlangt. Des rhythmischen Lebens, das sonst an Barockfassaden so stark zu sein pflegt, entbehrt sie. Schwere Gurtgesimse, einfache Lisenen (nicht antike Ordnungen!) und Statuennischen ergeben vielf?ltige, aber monotone Gliederung. - Pr?chtige Kanzel.

[pg 444] S. Jakob. K. des ehem. Schottenklst. Beg. nach 1134, voll. 1146. Flachgedeckte Pfl.Basilika ohne Qsch., schlie?end mit 3 parallelen Apsiden. Auf 31 m L. 10 Ark. Die beiden letzten Ssch. Joche mit stumpf gr?tigen Kreuzgwbb. zwischen breiten Gurten (in urspr. Form nur im südl. Ssch.). Die quadr. Pfll. und alle übrigen Formen die einfachsten. Die rundbg. Friese ?hnlich denen des Doms. Die westl. Vorhalle E. 17. Jh. abgebrochen. Die OTürme, von denen der südl. rom., der n?rdl. einfachst got. Nach M. 13. Jh. wurde der Chor umgestaltet: über der im Unterbau beibehaltenen rundbg. Hauptapsis ein hoher polygonaler Chor. - An den Pfeilern Malereien des Augsburgers Leonhard Beck 1504. - Die K. jetzt Milit?rspeicher, das Klst. Milit?rkrankenhaus.

[Johanniter-K. A. 14. Jh., 1815 zerst?rt. Die Grabsteine im Münchener Nationalmuseum.]

Karmeliter-K. 1662-1669 von Antonio Petrini. Der erste italisierende Barockbau in Franken. Der Gr. zeigt die typische von den Jesuiten ausgebildete Form. Die Haltung derb und schlicht. - Altarbilder aus der Erbauungszeit von den Rubensschülern Diepenbeck und de Rul. - Im Klst. ein Holzkruzifix aus 13. Jh.

Liebfrauen-Kap. auf der Feste Marienberg. Der Kernbau wahrscheinlich identisch mit der A. 8. Jh. unter Karlmann genannten cappella in honorem S. Mariae constructa, also der ?lteste kirchliche Steinbau im Frankenland. Rotunde Das Erdgescho? hat 11,67 m im Lichten bei 4,07 m Mauerst?rke; im Innern durch 6 Rundnischen und 2 Durchg?nge im W und O gegliedert. Im 12. Jh. ein Obergescho? von nur 0,75 m Wandst?rke, daher in der Au?enansicht rückspringend. Der Bau des 12. Jh. kann nicht gew?lbt gewesen sein; für den des 8 Jh., der alt christlichen Anlagen durchaus ?hnlich sieht, ist W?lbung vorauszusetzen. - Renss.-Portal vom Herstellungsbau nach Brand 1600. - Stuckdekoration 1699 ff. - Bmkw. spgot. Reliquiar bez. 1519.

Marien-Kap. auf dem Markt. Nach der Judenverfolgung 1348 zur christl. K. eingerichtet: Neubau 1377 ff.; Chor gew. 1392; die Ausschmückung setzte sich bis nach 1470 fort. - Hallenkirche von 5 Jochen, 1sch. Chor von 4 Jochen und 5/8 Schlu?. Das Innere 1713 barockisiert, 1856 in got. Sinne hergestellt. Hallen von extremen H?henverh?ltnissen. Noch bezeichnender für die Zeit das in allem Schmuckreichtum etwas dürr bleibende, in schematisch eleganten Formen durchgebildete ?u?ere, an dem namentlich die Streben ein ungemein gl?nzendes dekoratives Beiwerk erhalten haben. Eigentümlich die Art, wie die Dachbalustrade um den WGiebel [pg 445] herumgeführt ist. Im S, W und N 3 sehr pr?chtige Portale. - Der Turm steht n?rdl. neben der Fassade, mit 3 Pfll. frei; bis zur Gesimsh?he der K. ganz einfach, dann noch ein mit Stab- und Ma?werkrelief besetztes quadr. Gescho?, endlich ein hohes Oktogon; alles in reichsten Formen; diese Teile 1441-60 von Eberhard Friedeberger aus Frankfurt. (Der durchbrochene Steinhelm modern, vorher Bleidach.)

Skulpturen. Am WPortal Madonna um 1440. Die Bogenfelder der 3 Portale, am n?rdl. Verkündigung, am südl. Marienkr?nung, am westl. Jüngstes Gericht, das Verkündigungsrelief ausgezeichnet in der Füllung der Bildfl?che, der leichten Beweglichkeit der Gew?nder, der Anmut der Typen. Entstehung um 1430-40 (Pinder: 1415-20). - Riemenschneiders Adam und Eva am NPortal, künstlerisch von gr??ter Bedeutung, wurden in jüngster Zeit entfernt (Histor. Verein) und durch Gewandstatuen ersetzt. Ebenfalls von Riemenschneider, 1500-1506, die Statuen Christi, des T?ufers und der zw?lf Apostel an den Strebepfll., durch moderne Rest. verdorben (die beiden Johannes neu, Originale im Dom).

Im Innern: südl. Ssch. zwei Reliefs um 1400; Marientod, feierliche zarte Stimmung, feinfühlig flaches Relief, die Komposition altertümlich bis auf das perspektivisch schr?g gestellte Bett; von anderer Hand und in kr?ftigerem Pathos die Kreuzgruppe, der kniende Donator vielleicht Graf Günther v. Schwarzburg ? 1410. Am Chorbg. Dorothea und Margaretha von Riemenschneider, ca. 1510. Grabsteine: Martin v. Seinsheim ? 1434; Konrad v. Schaumburg ? 1499, Werkstatt Riemenschneiders; Ritter Schrimpf von Peter Dell d. J. 1556, Valentin v. Münster von demselben, 1558. Bürgerliche Grabm?ler in Epitaphform 1566, 1624, 1648.

S.Michaels-K. An Stelle einer nicht bedeutenden rom. K. Neubau 1766 Valèntin v. Münstèr 1858ff. von J. P. Geigel und Joh. Fischer als Ordens-K. der Jesuiten. Das ?u?ere nüchtern, das Innere von bedeutender Raumwirkung, aber in der Behandlung unsicheren Wollens zwischen barockem Grundgefühl und modernistischem Klassizismus. (Weitaus unerfreulicher als die die gleiche übergangsstufe hochbedeutend repr?sentierende Klst.-K. zu Wiblingen bei Ulm). Die Deckengem?lde, reich an theologischen Finesen, 1770 vom Mainzer Hofmaler Joseph Appiani, fortgesetzt vom Würzburger Chr. Fesel. Stuckaturen von Materno Bossi, Hochaltar von G?rtner 1798.

Neubau-K. s. Universit?t.

Neumünster-K. Erb. unter B. Heinrich (995-1018), vgl. den Stein am Chor mit der Inschr. ?Henricus me fecit?; schon [pg 446] in rom. Zeit wiederholte Bauver?nderungen, überliefert für die Zeit B. Adalberos (1045-1085), ferner Abl?sse 1223-47. Rest. des Innern und westl. Anbau 1711ff. Der Barock-Umbau nach derselben Methode, wie am Dom, d. h. der rom. Mauer- und Pfeilerk?rper wurde beibehalten, aber im Innern ganz mit Barockformen umkleidet, au?en die romanischen belassen. - Urspr. flachgedeckte Basilika mit Doppelchor. Die OKrypta erstreckt sich bis unter die Vierung; ihre rom. Wandsll. erhalten; in der westl. H?lfte Würfelkaptt. und an den Basen primitive Eckbl?tter, in der ?stl. reiche sprom. Laubkaptt. Die WKrypta g?nzlich umgebaut. - Der im NW stehende Turm dürfte mit dem abgebrochenen WChor in Verbindung gestanden haben; schlanker 8Eckbau mit reicher, stark bewegter Gliederung, in der Bewegung der Bogenfriese an die OTeile der Stifts-K. von Gelnhausen erinnernd; der Stil pa?t zeitlich zu den Abl?ssen 1223ff. - Umbau in den 30er Jahren des 18. Jh. Die dabei genannten Würzburger Namen geben nur die Bauführer, der Plan von nicht sicher nachzuweisenden ausw?rtigen Künstlern; u. a. Gabrieli in Ansbach zu Rate gezogen. Der rom. WChor durch einen Kuppelbau von m?chtiger Wirkung ersetzt. Die Fassade auf stark bewegtem Grundri?, gut in den Proportionen und reich, auch mit Figuren in Schmuck gesetzt, mag die beste der Zeit im Frankenlande sein. Sie war besonders geschickt auf einen engen Platz (Kürschnerhof) komponiert. Die neuerliche Freilegung hat ein gutes Teil der Wirkung zerst?rt. - Das Innere enth?lt bmkw. ?ltere Kunstwerke. Im n?rdl. Qsch. eine der sch?nsten Madonnenstatuen von Riemenschneider bez. 1493, Sandstein, neu bemalt. - Grabstein des Abtes Joh. Trithemius ? 1516 von Riemenschneider. In der WKrypta bmkw. rom. Altarmensa und die in Holz geschnitzten Brustbilder der drei Frankenapostel von Riemenschneider, Reste des Domtabernakels. In der OKrypta merkwürdiger Crucifixus um 1340, Selbdritt bez. 1417. Vier bedeutende Tafelbilder A. 16. Jh., Schulherkunft nicht festgestellt. [Ein Flügel des reichen rom. Kreuzgangs jetzt im Garten des st?dtischen Museums.]

Wallfahrts-K. auf dem S. Nikolausberge (?K?ppele?) 1747 bis 1750 von B. Neumann neben der ?lteren Gnadenkap. Gro?er, zentraler Kuppelraum mit 3 elliptischen Apsiden, Eingangshalle und 2 Fassadentürmen. Die innere Dekoration z.T. aus nachneumannscher Zeit. - Die Deckenfresken, sehr farbig, bez. M. Günther 1752. - Eine ausgezeichnete Komposition der gro?e, den Berg hinanführende Treppenweg; [pg 447] die 14 Stationsbilder (Sandsteingruppen) von Joh. Peter und Simon Wagner um 1775.

Peters-K. Umbau einer ma. K. 1717ff. durch Greising und Pezzani (beide wohl nur Ausführer der Idee eines Dritten). Der rom. Turm, der got. Chor und Mauerteile des Langhauses sollten wiederverwendet werden. Im Verh?ltnis zu diesen Schwierigkeiten die L?sung geschickt: weitr?umige Hallen-K. mit Emporen in den Abseiten. Hohe 3geschossige Fassade, im Mittelstück flach polygonal vorspringend; der Statuenschmuck klassizistisch. Von der inneren Ausstattung hervorzuheben die rok. Kanzel von Ant. Bossi, in Brillanz und Grazie unübertroffen.

S. Stephans-K. Von der rom. Basilika die Krypta und der untere Teil der Türme erhalten. Im übrigen 1789 von Geigel (Kleinholz nur Maurermeister) vollst?ndig umgestaltet als weitr?umiger, ungeteilter Saal ohne Emporen. Die dekorative Ausstattung durch den Bildhauer Georg Winterstein, eine der besten in dieser Zeit in Deutschland entstandenen, gibt die Kl?rung der klassizistischen Bewegung, deren erste Regungen an der Michaels-K. zu beobachten sind. Die W?nde ausschliesslich in Wei? und Gold; Gestühl und Kanzel in natürlicher Holzfarbe. Stuckierung von Materno Bossi. Deckengem?lde von K. Huber von Wei?ensee.

Schlo? Marienberg. Seit 1250 st?ndiger Sitz der Bischof-Herz?ge. Gro?e Erweiterungen 1468-1495. Umfassende Neugestaltung, doch mit Benutzung der alten Teile (starker runder rom. Bergfried) durch B. Julius nach Br?nden 1572 und 1600. Es wurde tunlichst für Regelm??igkeit des Gr. gesorgt, der ein langgestrecktes Viereck darstellt. Einheitliche Fassadenbildung fehlt, geschmücktere Formen nur an einzelnen Zwerchgiebeln, Türmen und Portalen, wovon seither vieles wieder verschwunden. Eine interessante Folge von Stiltypen geben die nach den Erbauern benannten Festungstore: Scherenbergertor 1482, Echtertor 1606, Neutor 1657, Guttenbergtor 1684.

Rathaus. Den ?ltesten Teil bildet der ?Graf-Eckhardturm?. Entstanden aus einem rom. Wehrbau (Sitz der Würzburger Burggrafen), doch schon im sp. Ma. umgebaut. Am ?stl. Ende der jetzigen Stra?enfront ein breites rom. Tor mit spgot. Einbau. Sonst bildete das Erdgescho? ursp. eine ungegliederte Masse. Der Erker und Doppelfenster mit Vorhangbg. M. 16. Jh. Die Obergeschosse, der WGiebel und der Turm 1615. Die Uhr 1455 von Hans Klein aus Ha?furt. Im Mittelgescho? ein Saal; eine pr?chtige Sl. tr?gt über 2 Rundbgg. 4 spitzbg. Kreuzgwbb. Die Ausmalung in Teppichmustern [pg 448] und mit zahlreichen Wappen der Reichsfürsten, vermutlich 1397 für den Besuch K?nig Wenzels. - Das neue Rathaus 1659. Die Komposition der hohen Giebelfassade, wie der malerisch gruppierten Treppen und Vors?le steht noch ganz auf dem Boden der deutschen Kunst vor dem gro?en Kriege, wenn auch mit einem Zusatz schweren Ernstes; Rustikabau fast ohne Ornament.

Universit?t. 1582-91 unter B. Julius Echter u. a. Man kann keinen bestimmten Baumeister nennen; Kompromi?, bei dem viele mitgesprochen haben. Der erste Entwurf war von Robin in Mainz (vgl. Bd. III u. Bd. IV.). - 4 Flügel von gleicher H?he umgeben einen gro?en quadr. Hof; der südl. enth?lt die Kirche und hat sein eigenes System; der ?stl. und westl. entsprechen sich genau. Im Erdgescho? Pfeilerhallen (von Petrini geschlossen und als Bibliothekssaal umgebaut) in reicher diamantierter Rustika mit dorischem Fries. Die 3 Obergeschosse geben eine verputzte Fl?che ohne jede andere Gliederung als durch die breiten Fenster; Teilungspfosten; gotisierende Gew?nde. In der Mitte unbedeutende Zwerchgiebel. Wendeltreppen kommen nicht mehr vor, sondern nur solche mit gerade gebrochenem Lauf. Die Einfahrt hat ein v?llig got. Netzgwb. Als ?u?ere Schauseite hat die Front nach der Schulstra?e zu gelten; sie besitzt 3 Portale, unorganische Vorsatzstücke in harten antikisierenden Formen. Dem Gesamteindruck fehlt das Heitere und Behagliche, das der deutschen Renss. des 16. Jh. eigen gewesen war; man ahnt schon den strengen und finsteren Geist der Epoche des Religionskrieges. Die Kirche. In ihr scheint noch am meisten vom Robinschen Plan beibehalten zu sein. Einer der wenigen bedeutenden Kirchenbauten der deutschen Renss. In Deutschland galt es, mit der protestantischen Predigt in Wettbewerb zu treten, daher ?hnlichkeit mit dem Typus der protestantischen Schlo?kirchen. Die Ausstattung der rundbg. Fenster mit Ma?werk (sehr grob) ist ein Zugest?ndnis an den noch immer für vorzugsweise sakral geltenden got. Stil. Drei R?nge Galerien begleiten beiderseits ein hohes, langgestrecktes Msch. Pfeiler- und Bogenstellungen mit vorgesetzten antiken Ordnungen; Kreuzgwbb. Der gro? gedachten Anlage sind die Einzelformen und die Proportionen nicht ebenbürtig: sie entbehren der feineren Belebung. Auch war die Konstruktion fehlerhaft; 1617 stürzte das Hauptgwb. ein und zerst?rte das Juliusdenkmal Robins und die übrige reiche Ausstattung. Wiederherstellung 1696. Der vorspringende WTurm in den unteren Teilen vom Juliusbau erhalten, in den oberen von Petrini; eine bedeutende Kunstleistung; die L?sung wesentlich [pg 449] anders und besser, als an den Türmen, die Petrini vorher an der Hauger K. errichtet hatte; der innerlich widerstrebende antike Formenapparat ist der nordischen Turmidee merkwürdig glücklich dienstbar gemacht.

Juliusspital. Von dem 1580 voll. Stiftungsbau des Bischofs Julius hat sich nichts erhalten. Brand 1699 und danach v?lliger Umbau durch Petrini; nach neuem Brande 1745 von Neumann instand gesetzt, erweitert 1791 von Ickelsheimer (Stra?enfront).

Hofspital. Die K. aus einer got. E. 18. Jh. von A. S. Fischer klassizistisch umgebaut. Sch?nes Holzrelief mit den 14 Nothelfern A. 16. Jh. (nicht von Riemenschneider). Grabstein des Ritters Christoph von K?ln 1564 von P. Dell d. J.

Josephsspital (?Hueberspflege?), gegr. 1794 durch Erweiterung des v. Zobelschen Hofs in der Kapuzinergasse. Gro?es Relief von B. H. Nickel, zur Erinnerung an die Stiftung; von ansprechender, entfernt an die Tendenzen Schadows erinnernder Natürlichkeit.

Bürgerspital. Gegr. 1319 vom reichen Bürger Johann vom Stern (Johannes De Ariete). Madonna um 1420. Zwei ausgezeichnete Bildnisgrabsteine: Johann v. Stern ? 1329, Ekro v. Stern ? 1343; man beachte den Stilwechsel im Standmotiv. Au?en Sternsches Familienepitaph ca. 1330. - [Der sch?ne Portalstein im Museum.]

Klerikalseminar (früher Jesuitenkollegium) als Werk Jos. Greisings gesichert, 1716 f. Ernst und tüchtig, der Formengeist in der Mitte zwischen der düsteren Schwerf?lligkeit des 17. Jh. und der neuen Vornehmheit Neumanns. Die Portalskulpturen von Jakob v. d. Auwera aus Mecheln (nur die kr?nende Nischenstatue des h. Ignatius nach Aufhebung des Ordens durch guten Hirten erg?nzt).

Rückermaingeb?ude (früher Amtshaus des Ritterstifts S. Burkard) 1715-22 v. J. Greising; derselbe knüpft, im Gegensatz zu dem Hauptmeister der unmittelbar vorangehenden Zeit, Ant. Petrini, an die Traditionen des deutschen Frühbarok an. Im Innern bmkw. Stuckdecken.

Zuchthaus in der Burkharderstra?e. Erb. A. 19. Jh. als Kaserne der fürstbisch?fl. Leibgarde von Sp?th, in kr?ftiger und origineller Verbindung von Rustika mit dor. Sll.

Deutschordenskomturei, mit dem Wappen des Komturs v. Ow 1694, Richtung Petrinis.

Residenzschlo?. Erb. 1719-44 (innere Einrichtung fortgesetzt bis in die 70er Jahre) von den beiden Fürstbisch?fen aus dem durch gro?artigen Bausinn hervorragenden Geschlecht der Sch?nborn (vgl. Pommersfelden, Werneck, Wiesentheid, [pg 450] Heusenstamm, Bruchsal, Worms, Mainz, Koblenz, Trier). Fürstbischof Johann Philipp w?hlte zum Baumeister den noch jungen und erst an einem einzigen Kunstbau (Ebrach 1716) bew?hrten Artillerie- und Geniehauptmann Joh. Balthasar Neumann (1687-1753). Nach der Sitte der Zeit wurde der Plan von ausw?rtigen Architekten (M. v. Welsch und L. v. Hildenbrand), vermittelt durch Joh. Philipps Verwandte, den Kurfürsten von Mainz und den Reichsvizekanzler in Wien, begutachtet, ohne jedoch ihn irgend nennenswert zu ver?ndern. Erst als Neumann nach Paris geschickt wurde, mu?te er sich durch den nüchternen Akademiker Boffrand eine Verschlechtbesserung seines Treppenhauses gefallen lassen; nützlicher k?nnten die auf die Zimmereinteilung bezüglichen Ratschl?ge Robert de Cottes gewesen sein. 1729 ging N. nach Wien, wo L. v. Hildebrand diesmal gr??eren Einflu? gewann; die Gartenfassade bezeugt ihn. - Das Schlo? von Würzburg ist eines der gr??ten architektonischen Kunstwerke, die Deutschland besitzt, auch in seinem inneren Wesen deutscher, als die landl?ufige Meinung annimmt. Der franz?sische Geschmack beeinflu?t nur, und auch nur teilweise, die Innendekoration. Den italienischen Bar. kannte N. nur mittelbar durch die Wiener Schule. Der Stil seines Werkes ist wesentlich pers?nlich auf Grund der international gewordenen allgemeinen Barocküberlieferung. - Der Grundri? erweitert das herk?mmliche Triklinienschema zu einem Gruppenbau. In der Mitte ein 53 m tiefer und 60 m breiter Ehrenhof (ehemals durch ein prachtvolles Gitter abgeschlossen), in den Flügeln je zwei Binnenh?fe, die gerade Gartenfront 160 m l., die Seitenfronten 90 m. Der Aufbau ist 2teilig, da das 2. und 4. Gescho? sich als Mezzanine v?llig unterordnen. Von Risaliten wird ma?voller Gebrauch gemacht, auch die Dachlinien sind nicht sehr bewegt, im ganzen sollen die Horizontalen herrschen. Die Einzelheiten vorzüglich im Grad des Reliefs und in der Pr?zision der Zeichnung, barocke üppigkeit nur in der Kr?nung des Mittelbaus. Das berühmte Treppenhaus bietet nur die H?lfte von Neumanns ursp. Plan; die symmetrisch dazu gedachte zweite Treppe wurde ihm von Boffrand gestrichen; ausgeführt w?re es weitaus die gro?artigste Treppenanlage der Welt geworden. - Die Stuckdekoration ist von N. bis ins einzelne vorgezeichnet. Seine erste Manier im rechten Flügel, voll. 1737, das meiste A. 19. Jh. umge?ndert. Im Spiegelsaal und Thronsaal beginnt eine gewisse Hinneigung zum franz?sischen Louis XV., st?rker wird sie in der Salle des gardes. In der 1743 gew. Kapelle verliert Neumann die frühere Klarheit seiner Kunstsprache, [pg 451] eine eigentümlich ?schwüle, überhitzte? Stimmung tritt ein. Die Gwbb. und ihre Widerspiegelung im Gr. geben die Durchschneidung mehrerer Ellipsen. In den jüngeren R?umen allm?hliche Wandelung des Stils. Die letzten 1805 ff. durch N. A. de Salins umgestalteten verkünden den Sieg des Neuklassizismus. - 1750-53 führten G. B. Tiepolo und sein Sohn Domenico die weltberühmten Deckengem?lde im Treppenhaus und Kaisersaal aus; die übrigen Maler waren durchweg Deutsche. (Das Riesenbild des Treppenhauses, eine Huldigung für den Fürstbischof Karl Philipp v. Greifenklau, zu der der ganze Olymp und alle vier Weltteile aufgeboten werden; im Kaisersaal Geschichte Friedrich Barbarossas, dem das Bistum die Belehnung mit dem Herzogtum Franken verdankt.) Kurz vor Tiepolo hatte Joh. Zick die Decke des Gartensaales gemalt, 1750. Unter den Bildhauern und Stuckateuren bemerkt man neben den Deutschen (der beste war Balthasar Esterbauer) mehrere Italiener, die Niederl?nder Jakob und Wolfgang v. d. Auwera, nur einen Franzosen, Curé. Die unvergleichlich prachtvollen Schmiedearbeiten sind vom Tiroler J. G. Oegg. Die ?ltesten Stuckaturen im Ingelheimer Zimmer von Castelli 1724-28. Kaisersaal, Wei?er Saal und andere Paradezimmer der Ostfront von Anton Bossi, das Grüne Zimmer von Materno Bossi 1770, ebenso der schon zum Klassizismus übergehende Fürstensaal. - 1765-70 die Abrundung des Residenzplatzes durch die Arkaden und den ?Gesandtenbau? von J. Geigel; der korrespondierende ?Rosenbachsche Hof? auf der NSeite ist ?lter (vielleicht von Greising). Die dekorative Plastik im Treppenhaus und sp?ter die im Garten von J. P. Wagner.

Wohnbauten. Aus Ma. wohl manche Mauerreste, aber keine sich augenf?llig machende Formen; gut, wenn auch nicht zahlreich vertreten die Renss. des 16. und 17. Jh., ganz hervorragend das 18. Jh.

Adelsh?fe der Renss.: Curia Tannenberg am Paradeplatz 1575. Das jetzige bisch?fl. Palais, früher Echterscher Hof, A. 17. Jh., gegen Herrengasse 8 reicher Erker, in der Hauskapelle Alabasteraltar von Mich. Kern. Von demselben Meister der Kressenhof, jetzt Wittelsbacher Hof, Marktplatz 1. Der Sandhof, nach 1595 (jetzt stark ver?ndert), reizvoll, namentlich die Hofarchitektur; die Stuckdecke mit St. Georg nur Teil einer einst umfassenden Dekoration [Stücke im Nat.-Mus. München]. Ehrmannsches Haus Augustinerstr. 1, im Hof Fachwerk mit ausgezeichnet sch?nen Schnitzereien 1547. Ein anderes reiches Fachwerkhaus, in den Schnitzereien stark unter Einflu? von Steinformen, das Bachmannsche Haus von 1634, Neubaustr. 2. Seebachhof Domerschulgasse 3 mit [pg 452] got. Kapelle. Heidecker Hof ebenda 1 von 1626. Hof zum Kalb, Ebrachergasse 2. Hotel zum Schwan; Hof zum wilden Schweinskopf, Paradeplatz 2; Martinsgasse 1 mit sch?nem Eckerker aus dem 17. Jh.

Barock. Seit E. 17. Jh. Von Petrini oder unter seinem Einflu?: Marktplatz 2, ao. 1685, Musikschule 1680-90, Pleicherschulhaus 1695. Von Greising mehrere H?user der Neubaustra?e, no 6, 8, 10, 12 von 1716, no 14 ver?ndert 1736, im Innern stattliche Treppen mit geschütztem Gel?nder und Stuckdecken. Curia Gro?burkstadt 1716 in der Heinestr. 5, daneben 7 und 9 ao. 1721. Glockengasse 5 ao. 1718.

Rokoko. Von Neumann oder unter seinem Einflu?: sein eigenes Haus (Hof Oberfrankfurt) in der Franziskanergasse; Haus des Hofkanzlers v. Fühler, Bronnbachergasse 8, anno 1724. Huttenschl??chen 1725, in der Sanderglacisstr. wiederaufgerichtet. Hof Marmelstein Domerschulstr. 2 ao. 1747. Damenstiftshaus (jetzt Stadttheater) 1750. Hotel de Russie. Jagdzeughaus Zellerstr. 40. Eine ganze Reihe von H?usern in der Theaterstr. (2, 3, 4, 6, 8, 10) 1738-50. Dagegen hat das Haus zum Falken (Marktplatz 9) mit Neumann nichts zu tun; stuckierte Fassadendekoration von gl?nzender Munterkeit, echt deutsche Fassung des Rokoko.

Im übergang zum Klassizismus: Domstr. 19. Bahnhofstr. 11.

Votivstatuen und Reliefs an Privath?usern noch in gro?er Menge erhalten; keine andere Stadt Deutschlands (au?er Mainz) kann sich darin mit Würzburg messen; gute got. Exemplare Augustinergasse 13, ca. 1390, Eichhornstr. und Johanniterstr. ca. 1410; die gro?e Masse bar. und rok., die besten von jüngeren Mitgliedern der Familie v. d. Auwera.

Brunnen auffallenderweise erst aus 18. Jh. Der gr??te der Vierr?hren-Br. 1766 von Lucas v. d. Auwera, recht ?zopfig?. In anmutiger Maskereinatürlichkeit der Fischer-Brunnen am Fischmarkt und der B?cker-Br. in der Semmelgasse, beide von Michael Daniel K?hler ? 1778. Dreikronen-Br. 1779. Ceres-Br. um 1790, von Nickel.

Luitpold-Museum mit wichtigen Resten Würzburger Plastik.

Universit?ts-Bibliothek. Frühromanische Elfenbeinreliefs, Bilderhandschriften, Skizzenbuch Balthasar Neumanns.

Universit?ts-Sammlungen, wichtig für fr?nkische Plastik und Malerei.

WURZEN. K Sachsen AH Grimma.

?Dom?. Den ?ltesten Teil der langgestreckten Anlage (63 m) bildet im W eine sprom. Pfeilerbasilika von 3 spitzbg. Arkaden, urspr. flachgedeckt, im ganzen ?hnlich der Frauen-K. [pg 453] zu Grimma. Erweiterungen 13., 14., 16. Jh., neugot rest. 1817. - Steinstatuen, zum Chorbau von 1513 geh?rig, jetzt im Lhs.

Schlo? 1491.

WüSTHEUTERODE. Pr. Sachsen Kr. Heiligenstadt.

Dorf-K. (kath.) 1804. Gew?lbter Quaderbau, noch ganz in dem herk?mmlichen Eichsfelder Bar. Typus.

WYHRA. K. Sachsen AH Borna.

Dorf-K. Einheitlicher Bau von 1494; die auch für das Lhs. (1sch. 3jochig) beabsichtigten Gew?lbe nur im Chor (eingezogen 2 Joche und 5/8 Schlu?) zur Ausführung gelangt.

Z

ZABELSTEIN. UFranken BA Gerolzhofen.

Burgruine aus 13. Jh., ehedem bedeutend, nach Besch?digung im Bauernkriege 1586 von Bischof Julius erneuert, jetzt nur sp?rliche Reste.

ZAHNA. Pr. Sachsen Kr. Wittenberg.

Stadt-K. Rom. Granitquaderbau, urspr. 3sch., jetzt 1sch. kreuzf. Von den urspr. 3 Apsiden 1 erhalten. Am Qsch. Granitportale. Im W rck. Turm, unten Granit, oben got. Backstein.

ZEHISTA. K. Sachsen AH Pirna.

Schlo?; erb. im 16. Jh., daher einige Volutengiebel; umgebaut 1736 vom Gf. Brühl.

ZEIGERHEIM. Schwarzb.-Rudolst. LA Rudolstadt.

Dorf-K. Beg. rom., Sch. und quadr. Chor, über welchem der Turm, wie oft üblich im Gebiete der Saale. Frgot. umgestaltet; Chor verl?ngert und beide Joche mit spitzbg. Tonnengwbb.; Hauptgesims aus Werkstein, an den Ecken des O- und WGiebels zu Ohren verkr?pft. Das südl. Fenster des ?stl. Chor-Joches erweitert mit Ma?werk der Hochgotik. Bmkw. h?lzerne Emporen des Sch. 1715. - Guter Schnitzaltar um 1490, vom Saalfelder ?Meister der Baldachine?. - Glocke 1499.

ZEIL. UFranken BA Ha?furt.

Stadt-K. 1713 mit Beibehaltung des got. Chorturmes (nunmehr W). Im Chor reiches Deckengem?lde von J. P. Herrlein 1761. Alt?re um 1730. - Glocke 1379, eine zweite A. 14. Jh.

Golgatha-Kap. mit gro?er Kreuzigungsgruppe unter einem von 4 Sll. getragenen Dach, 1623.

Rathaus 17. Jh. 2 Steingeschosse, oberstes in Fachwerk.

[pg 454] Rentamt (vorher bisch?fl. bambergisches Jagdschlo?) erb. von Lothar Franz v. Sch?nborn gegen 1700.

Mehrere gute Fachwerkh?user. No 126 von 1689 mit besonders reichem Schnitzwerk (?hnliches in K?nigsberg i. Fr.).

ZEILFELD. Sachsen-Meiningen Kr. Hildburghausen.

Dorf-K. 1734 im Anschlu? an die für diese Gegend typische ma. Anlage, 1sch. Lhs. mit eingezogenem quadr. Chor, darüber Turm. - Altarwerk A. 16. Jh.

ZEILITZHEIM. UFranken BA Gerolzhofen.

Pfarr-K. 16. Jh. mit originaler bemalter Holzdecke.

Schlo? des sp?ten 17. Jh., eine der frühesten fr?nkischen Bauten der Familie Sch?nborn. 4flügelig um einen quadr. Hof. Innen einige sehr vornehm dekorierte Zimmer.

ZEITHAYN. K. Sachsen AH Gro?enhain.

Dorf-K. 1595, im Chor Tonnengwb. mit Rippennetz. - Schleinitzsches Wandgrab 1698, die gut charakterisierte Bildnisfigur in reicher Umrahmung von Marmorsll. Doppelgrab 1620.

ZEITZ. Pr. Sachsen Kreisstadt.

Pfarr-K. S. Michael. Die OWand des Qsch., der Apsidenbogen und der Unterbau der 2 WTürme frührom. Für das letztere, in Thüringen durch kein ?lteres Beispiel beglaubigte Motiv ist das Fehlen genauerer Datierung besonders zu bedauern. Langhaus, Chor und Stirnw?nde des Qsch. frühgot. gegen 1300. Die schmalen Fenster zu je 2 gruppiert. Aus dieser Zeit die bmkw. Wandgem?lde des Chors mit Stuckauftrag an Nimbus und Gewands?umen. Von den einst 12 Kolossalfigg. (2-3 m hoch) sind 7 wiederhergestellt. - Sp?tgot. Umbau als Hallen-K. nach der Zerst?rung durch die Hussiten 1429. Sp?tgot. Wandgem?lde, darunter Totentanz. übermalt mit einem kolossalen S. Christophorus. Die Gem?ldespuren im Qsch. frühgot. In der Sakristei guter bar. ?lberg.

Schlo?-K. S. Peter u. Paul. (Bis zur Verlegung des Bistums nach Naumburg im 11. Jh. Domkirche.) ?ltester Teil die Krypta, erb. 974 ff., erweitert nach 1032, die Gwbb. aus 12. Jh. Wichtige Zeugnisse für den Stand der ottonischen Kunst nahe den damaligen Ostmarken sind die 2 × 4 S?ulen, in denen fast verloschene Erinnerungen an die Antike mit mühsamen Neubildungen sich mischen; besonders bezeichnend ein nach der Würfelform tastendes Kapitell, auf dem gleichwohl in flachem Relief aufgerollte Akanthusstengel ausgearbeitet sind. - Von der Basilika des 12. Jh. hat sich erhalten die Vierung, ein Teil des QHauses und Teile der WTürme. - 1433-44 Umbau als sp?tgot. Hallen-K. An den ?hnlich wie im Erfurter Dom gegliederten Bündelpfll. 13 [pg 455] lebensgro?e Standbilder. Rom. Taufstein, Becken vierpa?f?rmig, Fu? als attische Basis. An den W?nden ein Kreuzigungsrelief in Alabaster aus 16. Jh. und 7 Grabdenkm?ler der Bar.Zeit. In der Krypta 13 reiche Zinns?rge aus der Familie der Herz?ge von Sachsen-Zeitz. 16 Grabsteine (durch moderne Zementrestauration mi?handelt) im Kreuzgang.

Franziskaner-K. um 1300. Hauptschiff mit 1 Ssch., der gegen 1400 verl?ngerte Chor mit 5/10 Schlu?, das Ssch. unten zum Kreuzgang gezogen, oben als Empore ausgebildet (vgl. Marienstern). - In einem Raum des ehemaligen Klst. (jetzt Konferenzzimmer des Gymnasiums) bmkw. Spuren von Wandmalerei des 15. Jh.

Nikolai-K. neu. Aus der alten die Glocken (wahrscheinlich von F. Eisenberg), ein Gem?lde Cranachs d. ?.

Stephans-K. An Stelle eines ma. Klst. 1739. Gute Rokoko-Ausstattung.

Rathaus 1502-09 von Sebald Waldstein aus Altenburg. Bezeichnend für die letzte Phase der Sp?tgotik. Die Komposition beruht auf der Kontrastierung der ganz schlichten, durch unregelm??ige Fensterreihen schwach belebten W?nde mit der reichen Ausstattung der Giebel (Ma?werk aus gebrannten Formsteinen) und des mit 5 Erkern besetzten hohen Satteldachs (rest. 1909). Ratskeller 1505, gro?r?umig, mit 4 Rippengwbb. eingedeckt.

Schlo?. Die ma. Anlage im 17. Jh. verst?rkt, 8 Rundtürme, in den herzogl. Zimmern Stuckdekoration um 1700, Saal mit Kassettendecke. - Bmkw. Stadtbefestigung 14-16. Jh., von ihr 6 Türme erhalten.

ZELL A. M. bei Würzburg UFranken.

Pr?monstratenser-Klst. Oberzell. Gegr. 1128. Der Bau bald darauf beg. Chor und Qsch. A. 17. Jh. neu aufgebaut (1838 z. T. wieder abgetragen). M. 17. Jh. das rom. Lhs. eingew?lbt, unter Abt Hammerich (1692-1720) stuckiert, WFassade bez. 1696. - Das unter der Bar.Hülle erhaltene rom. Lhs. geh?rt zu den klarsten und gediegensten Bausch?pfungen aus der Klasse der rom. Sll.-Basiliken. Das Lhs. hat 8 Arkaden, die Sll. verjüngt und geschwellt, die att. Basen eckblattlos, die Würfel-Kaptt. jetzt vom Stuck verdeckt. Im WBau ist die doppelgeschossige Vorhalle hinsichtlich der urspr. Anlage nicht mehr ganz deutlich. Die Turmhallen hatten ?ffnungen (jetzt zugesetzt) gegen die Sschiffe. Das rom. Portal am 1. Joch des südl. Ssch. führte in den ehemaligen Kreuzgang. Die 1696 vorgeblendete Sandsteinfassade ist mit jonischen Pilastern 1geschossig gegliedert; Statuen von Maucher. - [pg 456] Stiftergrabmal 1604, wohl nach got. Vorbild. - Klostergeb?ude 1744-60. Keine von den ganz gro?en Anlagen, aber in der reichen und vornehmen Behandlung ihres Meisters, Balth. Neumanns, würdig. Die Fassade in langgestrecktem Aufbau von 19 Achsen, die linke H?lfte (Abteiflügel) nicht ausgeführt; im Aufbau Erdgescho?, Hauptgescho?, Mezzanin in ausgepr?gter Kontrastierung; die Endrisalite wenig, das mittlere stark herausgehoben. Im Treppenhaus interessiert vor allem die Rauml?sung; die Dekoration nicht hervorragend. Die Innenr?ume (Kapitelsaal, Sommer- und Winterrefektorium) einheitlich in Stuck dekoriert. Im Erdgescho? Deckengem?lde von Franz Asam 1758 (dem Sohn Cosmas Damians). Rom. Hoftor, aus M. oder 2. H. 12. Jh., durch die Seltenheit derartiger Anlagen (vgl. Bd. IV, Remagen) besonders interessant. Geteilt in Einfahrt für Wagen und kleines Fu?g?ngerpf?rtchen, Gew?nde und Bgg. reich profiliert; Quadermauer; Abschlu? des Torbaues durch Rundbogenfries. - Reich behandelte rom. S?ulenreste, wohl vom Kreuzgang, an mehreren Stellen des bar. Neubaues wiederverwendet.

Pr?monstratenserinnen-Klst. Unterzell. Von dem urspr. Doppelklst. abgezweigt. Die vom Generalkapitel 1141 verlangte Verlegung in gr??ere Entfernung erst im 13. Jh. ausgeführt. 1609-11 Neubau von einem ?welschen Baumeister?. Trotzdem in den von FB. Julius gepflegten gotisierenden Formen, 1sch., Sterngwbb., Spitzbgfenster mit Ma?werk. Vom alten Bau blieb erhalten, in unregelm??iger Stellung an der SSeite, der 5geschossige rom. Turm. Die K. seit der Aufhebung des Klst. 1803 profaniert. - Klausurgeb?ude renss., aus der Juliuszeit. Saaldekoration um 1720.

ZELLA-ST.-BLASII. Sachsen-Gotha LA Ohrdruf.

Stadt-K. 1768, verwandt der Michaels-K. in Ohrdruf, s. dort.

ZELLA a. d. Werra. Sachsen-Weimar. VB Eisenach.

Propsteigeb?ude, jetzt Forsthaus, an einer Ecke bez. 1592. Ringmauer.

ZELLA b. Dermbach. Sachsen-Weimar.

Kirche der ehemaligen Propstei. 1715-32. Eine der besten Leistungen aus der Epoche der von Fulda geleiteten lebhaften T?tigkeit des katholischen Kirchenbaues in dieser Gegend. Pr?chtige Sandsteinfassade auf geschweiftem Gr. und mit Kolossalfigg. in Nischen. Die Kreuzgwbb. des 1sch. Raumes von Pilastern, im Chor von Stuckmarmorsll. getragen. Würdevolle Altarausstattung. Gutes Holzrelief mit Grablegung Christi um 1500. Sch?nes Silberger?t [pg 457] ca. 1780-90. - Propsteigeb?ude 1718. Reich dekorierter Festsaal.

ZELLA. Pr. Sachsen Kr. Mühlhausen.

Ehem. Benedikt.-Nonnen-Klst., jetzt für landwirtschaftliche Zwecke umgebaut und schon vorher sehr entstellt. Erkennbar eine ziemlich gro?e 1sch. rom. Anlage.

ZELLINGEN. UFranken BA Karlstadt.

Pfarr-K. 1785 von Geigel. 1sch. Saal mit Muldendecke und eingezogener Chorapsis. Die 2reihige Fensteranlage erkl?rt sich aus der Wiederverwendung der Mauern eines Schlo?baues. Das Innere ziemlich reich klassizistisch dekoriert von Materno Bossi (vgl. Kirchheim), mehr mit dem Pinsel als mit Stuck. Alt?re und Kanzel aus grau- und violettem Stuckmarmor, auf den Fensterb?nken die Stuckbüsten der Apostel.

Mariahilf-Kap. Bmkw. die Alt?re von Peter Wagner 1788.

Rathaus. A. 17. Jh., einfach. Markttor E. 15. Jh. mit beh?biger Bar.Haube.

ZEUCHFELD. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

Dorf-K. Im Schiff einzelne sprom. Formen; OTurm und eingezogener rck. Chor mit frgot. Dreifenstergruppe.

ZEUBELRIED. UFranken BA Ochsenfurt.

Pfarr-K. Anlage gleich der Mauritius-K. in Winterhausen. Um 1300. Im Detail noch rom. Erinnerungen. - Bmkw. Renss. Kanzel 1598. über dem NPortal Statue des h. Blasius, Holz, M. 14. Jh. ?lberg E. 15. Jh. - Gute Bildst?cke 18. Jh.

ZEUZLEBEN. UFranken BA Schweinfurt.

Dorf-K. von 1753-55, mit guter gleichzeitiger Inneneinrichtung. Turm nach 1602.

ZIEGELHEIM. K. Sachsen AH Glauchau.

Dorf-K. 1507 in trefflicher Architektur der Rochlitzer Schule. Ungew?hnlicher Gr.: zwischen dem m?chtigen WTurm und dem langgestreckten Chor ein kleines querrck. Gemeindehaus. Kunstvolle Sterngwbb. mit reicher Durchsteckung der Rippen. - Stuhlwerk und Emporen um 1642, gut. Gleichzeitig die Malerei der Chorgwbb., zwischen den Aposteln das Bildnis Luthers.

ZIEGENHAIN. RB Cassel Kr. Ziegenhain.

Schlo?. Gro?er Gemengbau um 5eck. Hof, haupts?chlich spgot.

Ehem. Landratsamt, 1659 in noch ma. Weise.

Gro?e Fruchtspeicher von 1543 und 1577.

Fachwerkh?user aus 16. und 17. Jh.

ZIEGENHAIN b. Jena Sachsen-Weimar VB Apolda.

Dorf-K. beg. 1424 als Wallfahrte-K., haupts?chlich E. 15. Jh. [pg 458] Langer Chor mit 5/8 Schlu?, am 1sch. Lhs. im W 3sch. QHaus, jetzt dachlos, Portal vom selben Steinmetzen, wie die Portale der Stadt-K. in Jena. - Reste eines spgot. Schnitzaltars und spgot. Wandmalerei. Hübsche renss. Weinkanne 1610; Rest einer Kirchenfahne aus 2. H. 15. Jh. Bar. Kanzelbau auf 4 Palmb?umen. - Von den 3 Burgen oberhalb Ziegenhain jetzt nur ein runder frrom. Bergfried erhalten, der sog. Fuchsturm (Haube 1909).

ZIEGENRüCK. Pr. Sachsen Kreisstadt.

Stadt-K. einfachst spgot. mit Flachdecke.

ZIERENBERG. RB Cassel Kr. Wolfhagen.

Pfarr-K. 1430. Hallenkirche mit kreisrunden Sch?ften, blattlose Kaptt.

Rathaus. Fachwerkbau mit reich verzierten Schwellen und ehem. 4 Ecktürmchen. über einer Tür Inschr. 1590.

Fachwerkh?user aus 16. und 17. Jh.

Ringmauern z. T. erhalten.

ZILLBACH. Sachsen-Weimar B Dermbach.

Kirche im Bankettsaal des ehem. Jagdschlosses. Eingangstür bez. 1595. Das neue Jagdschlo? 1790.

ZIPSENDORF. Pr. Sachsen Kr. Zeitz.

Dorf-K. 1407, 1sch. mit 3/8 Chor; Netzgwb. Die ansehnlichste got. Dorf-K. des Kreises.

ZITTAU. K. Sachsen Amtshauptstadt.

Johannis-K. Der spgot. Bau, eine doppeltürmige Hallenkirche, durch Brand 1757 zerst?rt. Neubau beg. 1766 nach Entwurf von Andr. Hünigen (mit Beibehaltung des alten NTurms). 3sch. Pfll.Halle, das breite, an beiden Enden in den 1/2Kr. übergeführte Msch. mit Muldendecke, die mit Emporen durchsetzten Sschiffe flachgedeckt. - Konstruktionsfehler n?tigten im 19. Jh. zu einem Umbau, beg. 1834 nach Entwurf von Schinkel. Das Mittelstück der Fassade neukomponiert, das Innere mit schmucklosem Detail. - Zahlreiche Denkm?ler des 17. und 18. Jh. erhalten; unter ihnen das des Prokop Naso ? 1608, ein Meisterwerk der Renss.Dekoration. Interessantes Hungertuch, ?lmalerei auf Leinwand, die 6,80 m br., 8,20 m h. Fl?che in 90 Felder geteilt; wohl vom Franziskanerkonventualen Vincentius.

Petri-Pauli-K. (Franziskaner). Zusammenfassung von 3 nicht planm??ig zusammengeh?renden Bauteilen. 1) Die frühere Nikolaus-Kap., jetzt Sakristei, sp. 13. Jh., zierliches frühgot. Detail mit rom. Erinnerungen. 2) Chor gegen 1293. Gestrecktes Rck., gedeckt mit 4 Kreuzgwbb. (in Backstein) auf Konsolen. 3) Lhs. 15. Jh., 2sch. Hallenkirche, Pfll. in Backsteinformen. - Innere Einrichtung 1658 ff. Schlichtes [pg 459] Chorgestühl 15. Jh. Trefflicher Altarbau 1668; ebenso die Kanzel. Empore in kr?ftigem Holzwerk. Am Ssch. die Noacksche Betstube mit guter Fassade, 1696. - Denkm?ler. ?ltestes 1449, Frau und Kind in geritzten Umrissen. Auf dem Kirchhof bar. Gruft-Kapp. Mehrere mit vorzüglichen eisernen Gittern. - Klostergeb?ude. Erhalten der got. Kapitelsaal. Bibliotheksaal im WFlügel 1662.

Frauen-K. Der ma. Bau durch Br?nde 1475 und 1535 zerst?rt. Nur der Chor mit Qsch. whgest. (Letzte Rest. 1897.) Die Formen im übergangsstil, etwa 1260-80, weisen auf b?hmische Beziehungen; wegen der Seltenheit vorgotisch. Denkm?ler in der Lausitz besonders beachtenswert. Im Qsch. werden die Kreuzarkaden von der Vierung durch je eine Doppelarkade abgesondert. Unmittelbar an die Vierung schlie?t sich die polyg. (5/8) Apsis. Hohe, schmale Rundbg.Fenster. Arkaden und Gwbb.Linien spitzbg., Rippen derb rck., teils auf dünnen Diensten mit Knollenkaptt., teils auf gestielten Konsolen. Das ?u?ere mit Blenden auf ?hnlichen Diensten zierlich gegliedert. - Im Altarbau von 1619 eine sch?ne spgot. Madonna. Kanzel 1619 von Michel Greger. Emporen aus derselben Zeit. Die W?nde bergen einen reichen Schmuck von h?lzernen Bar. Epitaphen. Die steinernen Denkm?ler an den Au?enseiten opulent und meist von guter Qualit?t. Ein Teil ins Stadtmuseum gebracht.

Kreuz-K. beg. 1410. Plan ?hnlich der Serviten-K. in Prag. Lhs. quadr. mit Mittelpfl., von dem sich ein regelm??iger Stern entwickelt. Eingezogener Chor. Material Sandstein. - Der Gekreuzigte mit Maria und Johannes, gute Schnitzw. aus 2. H. 15. Jh. Ausstattung noch 1651. Das 17. und 18. Jh. au?erordentlich freigebig mit Grabdenkm?lern, namentlich von den Gruft-Kapp. des ?u?eren sind mehrere geradezu luxuri?s, so die M?nchsche um 1710, die Schr?nsche um 1720, die Finksche um 1730.

Dreifaltigkeits-K. (Weber-K.) Einfach spgot. um 1440. 1sch. mit 3/8 Schlu?. An Stelle der zerst?rten Gwbb. Flachdecke des 17. Jh. Die Grabdenkm?ler wiederum sehr zahlreich.

Hospital-K. Kleiner 1sch. Bau des 14. Jh., wiederholt rest. Portal und Fenster noch ausgepr?gt frgot. Das Innere durch mannigfaltige Einbauten recht malerisch.

Altes Gymnasium 1571 mit Benutzung von Resten des Johanniterkreuzhofs. Denkmal des Gründers Joh. v. Dornsbach. ? 1580.

Vom Rathaus des 16. Jh. haben sich nur der Turm und die Keller erhalten.

[pg 460] Marstall, zugleich Rüstkammer und Schüttboden, bez. 1511. Der m?chtige Dachraum im 18. Jh. umgebaut.

Von den einst zahlreichen Brunnen haben sich die folgenden, durchweg plastisch reich durchgebildeten, erhalten: Marsbrunnen 1585, Samariterinnenbrunnen 1697, Herkulesbrunnen 1708, Schwanenbrunnen 1710.

Wohnh?user. (Geschichtliche Marksteine sind die Stadtbr?nde 1589 und 1608 und die Beschie?ungen 1632 und 1757.) a) Fr.Renss. Neustadt 32 und 34, pr?chtige Sandsteintore. b) Sp.Renss. Markt 3 und 15, Bautzener Str. 2 und 11. c) Fr.Bar. Markt 24 (Amtsgericht) von 1678; Neustadt 23 von 1681; Markt 4 von 1689, hoch und schmal, reiches Detail, Eindringen Dresdener Einflüsse, auch die Rückfassade zum Johanniskirchhof zu beachten, d) Sp.Bar. Markt 9 von 1710, 7 Fenster br., guter Aufbau und pr?chtiges Detail; Weberstr. 20 von 1717; Wettinerstr. 21 von 1728; Markt 16, Bautzener Str. 6 von 1745. e) Rok. Lebhafte Baut?tigkeit nach Stadtbrand 1757. Markt 13 von 1767.

St?dtisches Museum.

Z?BLITZ. K. Sachsen Kr. Marienberg.

Stadt-K. 1729 von J. Ch. Simon, sehr einfach.

ZORBAU. Pr. Sachsen AH Querfurt.

Dorf-K. Rom. OTurm, der frgot. Rechteckchor Ersatz für die rom. Apsis; alles sehr entstellt.

Z?RBIG. Pr. Sachsen Kr. Bitterfeld.

Stadt-K. ursp. rom. Anlage, nach spgot. und neuester Rest. ohne Interesse.

Z?SCHAU. K. Sachsen AH Oschatz.

Dorf-K. Wenig ver?nderter rom. Bau. Das kurz rck. Lhs. flachgedeckt, der eingezogene quadr. Chor mit H?ngekuppel zwischen m?chtigen Gurtbgg., darüber der Turm (in jetziger Gestalt 17. Jh.), die Apsis aus der Halbkugel gew?lbt, die Fenstergew?nde z. T. alt. - Granitener rom. Taufstein im Gutspark. Spgot. Sakramentsnische. Guter Flügelaltar um 1520, besonders die Relieffig. des Schreins, S. Nikolaus, von sorgf?ltigster Ausbildung.

ZSCHAITZ. K. Sachsen AH D?beln.

Dorf-K. Turm 1515, Schiff 1717. Rck. mit gestutzten Ecken. - Stattlicher Altarbau mit Gem?lden 1655, Kanzel 1656.

ZSCHEILA. K. Sachsen AH Mei?en.

Dorf-K. Quadr. Gemeindehaus mit eingezogenem quadr. Chor, kreuzgew?lbt, M. 13. Jh., 1512 Erweiterung nach W.

ZSCHEIPLITZ. Pr. Sachsen Kr. Querfurt.

Ehem. Klst.K., rom. Anlage mit OTurm und Apsis nach dem [pg 461] Typus einer Dorf-K., nur durch die gr??ere L?nge des Schiffs ausgezeichnet.

ZSCHEPPLIN. Pr. Sachsen Kr. Delitzsch.

Dorf-K. spgot. Backsteinbau. - Frrenss. Taufstein mit figürl. Reliefs. Mehrere Epitaphe des 17. Jh., für dieses Gebiet von guter Qualit?t.

ZSCHOPAU. K. Sachsen AH Fl?ha.

Martins-K. E. 15. Jh., oft erneuert.

Burg alter Gründung. Umbau 1545 durch Kurfürst Moritz; aus Ma. der starke runde Bergfried.

ZW?TZEN b. Jena. Sachsen-Weimar VB Apolda.

Dorf-K. Chor und Turm (1513) got., Lhs. rom. mit schmalen Schlitzfenstern und rom. Bohlentür mit altem Beschl?ge. Schnitzaltar 1517, guter thüringischer Durchschnitt. Grabsteine von Deutschordensrittern, deren Embleme auch am Kanzelbau (Zopf). - Die Komtureigeb?ude g?nzlich verbaut.

ZWETHAU. Pr. Sachsen Kr. Torgau.

Dorf-K. renss. Seitw?rts in 8 m Abstand rom. Turm mit gekuppelten Schall?ffnungen.

ZWICKAU. K. Sachsen Kreishauptstadt.

Marien-K. Erster Bau gew. 1118, zweiter beg. 1328, dritter 1465-1506. Infolge dieser verwickelten Baugeschichte zeigt der Gr. viele Unregelm??igkeiten. Die ?ltesten Teile im WBau. Querschifflose Hallenkirche ?hnlich Annaberg, Schneeberg usw. Nur deutet der zuerst begonnene Chor auf die ursp. Absicht, die Ssch. schm?ler zu halten; er schlie?t mit 5 Seiten des 16Ecks. Lichte Ma?e 59,5 m l., 31 m br., 17 m h. Die ?u?ere Erscheinung reich, im Gegensatz zu der sonstigen Tendenz der Erzgebirgsschule; die Strebepfll. kr?ftig vortretend; sie selbst sowohl als die zwischen ihnen liegenden Wandfl?chen in gl?nzender, wenn auch einigerma?en einf?rmig wirkender Weise mit blindem Stab- und Ma?werk, durchflochtenen Kielb?gen usw. überkleidet. Unter dem Dachgesims taucht der Rundbogenfries wieder auf, in charakteristischer Umbildung des rom. Motivs; an Baldachinen, Giebeln usw. nimmt das Ma?werk ?fters naturalistische Astformen an (vgl. Schlo?-K. in Chemnitz). - Die Kirche nimmt durch die wenig versehrte Fülle ihrer Ausstattung eine bevorzugte Stellung ein. Gro?es Altarwerk von Michael Wolgemut aus Nürnberg 1479; 4 bewegl. und 2 feste Flügel; 7 m l., 2,50 m h. Der Schrein und die Innenflügel geben Maria und 8 weibliche Heilige in Schnitzwerk; alles übrige ist gemalt; die erste Wandelung zeigt Verkündigung, Geburt, Anbetung und h. Sippe, die zweite Wandelung ?lberg, Gei?elung. Kreuztragung, Kreuzigung. - [pg 462] Taufstein, Kelchform in blühender FrRenss. 1536, vielleicht von Hans Speck. - Sicher von diesem die Kanzel, z. T. in farbiger Terrakotta, schmuckreiche Treppe mit Tür; Schalldeckel 1651. - Reste von Chorstühlen mit Laubwerk, Getier und Fratzen, E. 15. Jh. Prunkvoller Ratsstuhl von 1617. Kalandstübchen in der südwestl. Turmempore mit prachtvollem Ofen aus emaillierten Kacheln um 1540. Bemalte Orgeltürflügel 1627. - Heiliges Grab, bez. 1507; aus Lindenholz geschnitzter freistehender Schrein mit hohem turmartigem Aufbau; das figürl. Element tritt gegen das architektonische zurück. - Freigruppe der Maria mit dem Leichnam des Herrn A. 16. Jh.; Lindenholz, noch in der feinen alten Bemalung; nicht manierfrei, aber edel und tief gedacht; unter den deutschen Bildhauerarbeiten dieser Epoche verdient dies anonyme (neuerdings von Flechsig dem Zwickauer Peter Bauer zugeschriebene) Werk einen hohen Rang. - Grabsteine und besonders Gedenktafeln in sehr gro?er Zahl. Messingplatten: ikonisch Martin R?mer 1560, die meisten heraldisch. Freigrab nebst Epitaph für Karl v. Bose 1637. Von den über den Emporen h?ngenden Epitaphen die bmkw.: Joh. Seling 1591, der Rahmen in der Art des Schreckenfuchs; Joh. Zochendorf 1662, farbiges, plastisches Kniebild; Obristwachtmeister v. Heldreich ? 1674, lebendgro?e, lebendig behandelte Holzfig.; Bürgermeister Mühlpfort ? 1534; unbekannte Stifterfamilie 1559 bez. W. K. (Wolf Kirchner?). - Unter den Altarger?ten Meisterwerke der spgot. und renss. Silberschmiedekunst. Abendmahlskanne vom Zwickauer Meister M W 1622, Hostienbüchse C W 1661.

Katharinen-K. gegr. nach 1212, in verschiedenen got. Epochen umgebaut, zuletzt 1571. Der gestreckte, platt geschl. Chor und die Sakristei aus 14. Jh. Das Gemeindehaus durch Hinzufügung von Ssch. in Hallenkirche umgewandelt. Das schmuckreiche ?u?ere durch Rest, des 19. Jh. entcharakterisiert. - Altarwerk, ganz gemalt, A. 16. Jh. (von Hans v. Kulmbach?), 2 feste und 2 bewegliche Flügel. - Kanzel von Hans Speck.

Rathaus 15. und 16. Jh., im 19. Jh. entstellt. Interessante Glasgem?lde bez. C. R. 1581. Silberschatz.

Gewandhaus 1522; der n?rdl. Backsteingiebel zeigt die got. Formen in einer für diese Zeit und Gegend bezeichnenden Degeneration.

Schlo? Osterstein, für Kurfürst August ausgebaut von Hans Irmisch 1565-85; sehr entstellt.

[pg 463] ZW?NITZ. K. Sachsen AH Chemnitz.

Stadt-K. 1sch., erneuert nach Brand 1687. Das h?lzerne Gwb. durch Laubrippen belebt, auch die ganze bar. Ausstattung aus Holz, gut erhalten, die Emporentr?ger in Gestalt von Palmb?umen.

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Ortsverzeichnis

geordnet nach Staaten und Verwaltungsbezirken.

K?nigreich Sachsen.

Kreishauptmannschaft Bautzen.

Bautzen. Baruth. Bischofswerda. Burkau. Frankental. Gaussig. G?da. Gr?ditz. Gro?hartau. Guttau. Kleinbautzen. Klix. K?nigswartha. Malschwitz. Miekel. Neschwitz. Niedergurig. Oberneukirch. Pannewitz. Radibor. Rammenau. Schirgiswalde. Schmochtitz. Uhyst.

Kamenz. Bischheim. Brauna. Elstra. Glauschnitz. Gro?r?hrsdorf. H?ckendorf. K?nigsbrück. Krakau. Marienstern. Nebelschitz. Obergersdorf. Oberlichtenau. Ossling. Prietitz. Pulsnitz. Ralbitz. R?hrsdorf. Rosental. Schwepnitz.

L?bau. Bernstadt. Bertelsdorf. Berzdorf. Cunewalde. Ebersbach. Eibau. Friedersdorf. Glossen. Gro?hennersdorf. Herrnhut. Herwigsdorf. Hochkirch. Kittlitz. Kottmarsdorf. Lauske. Lawalde. Neugersdorf. Neusalza. Niederruppersdorf. Nostitz. Obercunnersdorf. Oberoderwitz. Ruppersdorf. Sch?nau. Spremberg. Taubenheim. Wei?enberg.

Zittau. Alth?rnitz. Bertsdorf. Gie?mannsdorf. Gro?sch?nau. Grunau. Hainewalde. Herwigsdorf. Hirschfelde. Neuh?rnitz. Joachimstein. Karlsfried. K?nigshain. Leuba. Lückendorf. Mariental. Niederoderwitz. Oberseifersdorf. Ostritz. Oybin. Radmeritz. Reibersdorf. Reichenau. Seifhennersdorf. Seitendorf. Spitzkunnersdorf. Waehrsdorf. Wittgendorf.

Kreishauptmannschaft Dresden.

Dippoldiswalde. B?renstein. Bieberstein. Frauenstein. Geising. Glashütte. Hennersdorf. H?ckendorf. Lauenstein. Lungwitz. Niederpretzschendorf. Possendorf. Reichardsgrimma. [pg 466] Ruppendorf. Schmiedeberg. Seebach. Seifersdorf.

Dresden-Altstadt. Brie?nitz. D?hlen. F?rdergersdorf. Grillenburg. Klingenberg. Leubnitz. Lockwitz. Mohorn. N?thnitz. Oberpesterwitz. Plauen. R?cknitz. Somsdorf. Tharandt.

Dresden-Neustadt. Gro?eckmannsdorf. Hermsdorf. Hosterwitz. Kaditz. Kleinwolmsdorf. K?tzschenbroda. Lausa. Leuben. Lomnitz. Loschwitz. Moritzburg. Niederl??nitz. Oberl??nitz. Pillnitz. Radeberg. Reichenberg. Sch?nfeld. Seifersdorf. Uebigau. Wachau. Wallroda.

Freiberg. Kleinschirma. Langhennersdorf. Oberbobritzsch. Pfaffroda. Purschenstein. Sayda. Wei?enborn.

Gro?enhain. Blochwitz. Frauenhayn. Gro?dittmannsdorf. Koselitz. Lauterbach. Ponickau. Riesa. R?derau. Sch?nfeld. Seu?litz. Zeithayn.

Mei?en. Altzelle. Boritz. Burkhartswalde. Constappel. Coswig. Grumbach. Heiligenkreuz. Heinitz. Hirschfeld. Lommatzsch. Miltitz. Naustadt. Neukirchen. Nossen. Oberreinsberg. Scharffenberg. Schleinitz. Sornitz. Tanneberg. Taubenheim. Weistropp. Wilsdruff. Zscheila.

Pirna. Altstadt. Borna. Borthen. Dittersbach. Dohna. Eschdorf. Friedrichswalde. Gamig. Gottleuba. Gro?sedlitz. Hohnstein. K?nigstein. Langburkersdorf. Liebstadt. Lohmen. Maxen. Neustadt. Ottendorf. Polenz. Reinhardtsdorf. R?hrsdorf. Rottwerndorf. Schandau. Sebnitz. Sedlitz. Stolpen. Struppen. ülbersdorf. Weesenstein. Zehista.

Kreishauptmannschaft Leipzig.

Borna. Auligk. Dittmannsdorf. Elstertrebnitz. Eschefeld. Frohburg. Geithain. Gnandstein. Greifenhain. Groitzsch. Kohren. Lausigk. M?lbis. Nenkersdorf. Niedergr?fenhain. Ossa. Pegau. Prie?nitz. Roda. Roetha. Steinbach. Syhra. Trautzschen. Wickershain. Wiederau. Wybra.

D?beln. Altenhof. Beerwalde. Buch. Gersdorf. Gleisberg. Gro?weitzschen. Grünlichtenberg. Hainichen. Knobelsdorf. Kriebstein. Leisnig. Marbach. Nauhain. Noschkowitz. Otzdorf. Ro?wein. Sch?nerstadt. Schweta. Tragnitz. Waldheim. Zschaitz.

Grimma. Altenbach. Ammelshain. Belgershain. Bernbruch. Brandis. Burkhartshain. Cannewitz. Colditz. D?ben. Dornreichenbach. Erdmannswalde. Falkenhain. Fremdiswalde. Glasten. Grethen. Grubnitz. Klinga. K?ssern. Kunitzsch. Machern. Müglenz. Mutzschen. Nischwitz. Otterwisch. Pommssen. Schwarzbach. Thallwitz. Threna. Trebsen. Wasewitz. Wurzen.

[pg 467] Leipzig. Baalsdorf. Cr?bern. Engelsdorf. Gautzsch. Gro?zschocher. Gundorf. Knauthain. Knautnaundorf. Lindenthal. Markranst?dt. Podelwitz. St?rmtal. Taucha. Thekla. Wahren.

Oschatz. Abla?. Altmügeln. Altoschatz. Blo?witz. Borna. Bornitz. Calbitz. Canitz. Cavertitz. Dahlen. Hof. Hubertusburg. Jahna. Jakobstal. K?titz. Kreinitz. Laas. Lampertswalde. Leuben. Liptitz. Lonnewitz. Lorenzkirch. Luppa. Merkwitz. Mügeln. Naundorf. Ochsensaal. Schmorkau. Schrebitz. Schweta. Stauchitz. St?sitz. Strehla. Z?schau.

Rochlitz. Burgst?dt. Erlau. Geputzig. G?hren. Gr?fenhain, Ober-. Kaufungen. K?nigsfeld. Langenleuba. Markersdorf. Mittweida. Neusorge. Niedersteinbach. Penig. Ratendorf. Rochsburg. Seelitz. Wechselburg. Wiederau. Wolkenburg.

Kreishauptmannschaft Zwickau.

Annaberg. Buchholz. Ehrenfriedersdorf. Elterlein. Gelenau. J?hstadt. Rauenstein. Scheibenberg. Schlettau. Tannenberg.

Auerbach. Klingenthal. Rodewisch. Waldkirchen.

Chemnitz. Altchemnitz. Br?unsdorf. Einsiedel. Gl?sa. Lugau. Niederfrohna. Niederrabenstein. R?hrsdorf. Stollberg. Zw?nitz.

Fl?ha. Auerswalde. Augustusburg. Ebersdorf. Frankenberg. Lichtenau. Lichtenwalde. Niederlichtenau. Oederau. Sachsenburg. Zschopau.

Glauchau. Hohenstein. Lichtenstein. Meerane. Remse. Thurm. Waldenburg. Ziegelheim.

Marienberg. Forchheim. Gro?-Olbersdorf. Lauterbach. Olbernhau. Scharfenstein. Wolkenstein. Z?blitz.

?lsnitz. Elster. Sch?nberg. Voigtsberg.

Plauen. Geilsdorf. Kauschwitz. Kürbitz. Mylau. Netzschkau. Neumark. P?hl. Reichenbach. Rodersdorf. Stra?berg. Theuma. Thierbach. Thossen.

Schwarzenberg. Carlsfeld. Grünhain. Kl?sterlein-Zelle. L??nitz. Neust?dtel. Schneeberg.

Zwickau. Altsch?nfels. Blankenhain. Crimmitschau. H?rtensdorf. Hartenstein, Hirschfeld. K?nigswalde. Langenhessen. Langenreinsdorf. Neusch?nfels. Niebra. Niederplanitz. Obergrünberg. Ruppertsgrün. Sch?nfels. Stein. Wei?enborn. Werdau.

Gro?herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Apolda. AG Allstedt: Kalbbrieth. Oldisleben. Wolferstedt. Apolda: Hainichen. Nauendorf. Niederro?la. Niedertrebra. [pg 468] Osmannstedt. Sulza. Utenbach. Buttstedt: Gro?neuhausen. Gutmannshausen. Hardisleben. Mannstedt. Teutleben. Jena: Alteng?nna. Ammerbach. Beutnitz. Bürgel. Dornburg. Dothen. Frauenprie?nitz. G?schwitz. Gro?l?bichau. Gro?schwabhausen. Hohlstedt. Kleinschwabhausen. Kunitz. Lehesten. Leutra. Lichtenhain. Lobeda. L?bstedt. Maua. Nennsdorf. Neueng?nna. Porstendorf. Rodigast. Rothenstein. Steudnitz. Talbürgel. Tautenburg. Unterw?llnitz. Wenigenjena. Ziegenhain. Zw?tzen.

Dermbach. Bremen. Geisa: Bermbach. Borsch. Buttlar. Geismar. Kranlucken. Motzlar. Schleid. Kaltennordheim: Brunnhardtshausen. Diedorf. Empfertshausen. Erbenbausen. Helmershausen. Kaltensundheim. Kaltenwestheim. Unterweid. Zella. Zillbach. Ostheim: Lichtenburg. Sondheim. Stetten. Vacha: Dorndorf. Kieselbach. Krayenburg. Tiefenort. V?lkershausen.

Eisenach. Bischofsroda. Burkhardsroda. Farnroda. Krauthausen. Kreuzburg. Marksuhl. Mihla. Wartburg. Wilhelmstal. Zella a. d. Werra. Gerstungen: Berka. Brandenburg. Dankmarshausen. Dippach. Frauensee. Gro?ensee. Herda. Lauchr?den. Sallmannshausen. Untersuhl. Stadtlengsfeld: Lengsfeld. Weilar.

Neustadt a. d. Orla. Auma: Braunsdorf. Sch?nborn. Traun. Neustadt: Arnshaugk. Daumitsch. Dreitzsch. Keila. Lausnitz. Neunhofen. Nieder- u. Oberoppurg. Weida: Frie?nitz. Mildenfurt. Münchenbernsdorf. Schüptitz. Veitsberg.

Weimar. Blankenhain: Berka. Heilsberg. Magdala. Saalborn. Thangelstedt. Tonndorf. (Gro?rudestedt:) Eckstedt. N?da. Ilmenau. Vieselbach: Gro?m?lsen. Kerspleben. Ollendorf. Udestedt. Weimar: Belvedere. Ehringsdorf. Ettersburg. Heichelheim. Kapellendorf. Liebstedt. Mellingen. Oberweimar. Sachsenhausen. Tiefurt. Umpferstedt.

Herzogtum Sachsen-Altenburg.

Altenburg. Breitenhain. Flemmingen. Langenleuba. Romschütz. Ru?dorf. Treben. Windischleuba. Meuselwitz. (Ronneburg:) Gro?stechau. Kauern. Korbussen. L?bichau. Mückern. Posterstein. Schm?lln: G??nitz. Ponitz.

Roda. Eisenberg: Klosterlausnitz. Kahla: Altenberge. Bibra. Dienst?dt. Gro?kr?blitz. Gumperda. Hummelshain. Meckfeld. Neusitz. Oberhasel. Orlamünde. Reinst?dt. Schweinitz. Wiederkunft. Fr?hliche. Roda: Drackendorf. Kleinebersdorf. Lippersdorf. Ottendorf.

[pg 469]

Herzogtum Sachsen-Meiningen.

Hildburghausen. Eisfeld: Brünn. Crock. Sachsendorf. Stelzen. Unterneubrunn. Heldburg: Gellershausen. Gompertshausen. Hellingen. Rieth. Schlechtsart. Ummerstadt. Westhausen. Hildburghausen: Adelshausen. Bedheim. Ebenhards. He?berg. Klosterveilsdorf. Michaelisberg. Roth. Streufdorf. Zeilfeld. R?mhild: Behrungen. Haina. Milz. Westenfeld. Wolfmannshausen. Themar: Dingsleben. Henfstedt. Marisfeld. Reurieth. Trostadt.

Meiningen. Amalienruhe. Belrieth. Bettenhausen. Bibra. Einhausen. Elisabethenburg. Ellingshausen. Fasanerie. Feldeck. Grimmental. Habesburg, Helba. Henneberg. Hermannsfeld. Herpf. Hutsberg. Jüchsen. Landeswehr. Landsberg. Leutersdorf. Melkers. Neubrunn. Nordheim. Oberma?feld. Queienfeld. Schwickershausen. Stedtlingen. Stepfershausen. Sülzfeld. Unterma?feld. Vachdorf. Walldorf. Salzungen: Allendorf. Altenstein. Dietlas. Feldeck. Frankenberg. Frankenstein. Frauenbreitungen. Helmers. Leimbach. Liebenstein. M?hra. Oberellen. Schweina. Wildprechtsroda. Witzelroda. Wasungen: Hümpfershausen. Kaltenlengsfeld. Maienluft. Metzels. Oepfershausen. Ro?dorf. Schwallungen. Schwarzbach. Sinnershausen.

Saalfeld. Camburg: Kleingestewitz. Leislau. Münchengosserst?dt. Schmiedehausen. Utenbach. Vierzehnheiligen. Gr?fental: Lichtentanne. Probstzella. Kranichfeld: Achelst?dt. Saalfeld: Aue am Berg. Gorndorf. Graba. Gro?kochberg. Treppendorf. Unterwellenborn. Weischitz. P??neck.

Sonneberg. Schalkau: Effelder. Meschenbach. Rauenstein. Sonneberg: Gefell. Mupperg. Neuhaus. Oberlind.

Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha.

Coburg. Ahorn. Callenberg. Gro?heirath. Grub am Forst. Hohenstein. Moggenbrunn. Neuhof. Neuses. Niederfüllbach. Rosenau. Rossach. Schermeck. Seidmannsdorf. Unterlauter. Untersiemau. Watzendorf. Wei?enbrunn. K?nigsberg i. Fr.: Altershausen. (Neustadt:) Einberg. Fechheim. M?nchr?den. Oe?lau. Rodach: Breitenau. Elsa. Gauerstadt. Gro?walbur. Meeder. Ottowind. Ro?feld. Sonnefeld: Gestungshausen. Hassenberg.

Gotha. Apfelstedt. Günthersleben. Haarhausen. Ichtershausen. Ingersleben. Molschleben. Molsdorf. Pferdingsleben. Stedten. Sülzenbrücken. Wachsenburg. Warza. Gr?fentonna (Tonna): Gro?fahner. Herbsleben. Volkenrode.

[pg 470] Ohrdruf. Liebenstein: Elgersburg, Gera. Gr?fenroda. Ohrdruf: Crawinkel. Georgental. Hohenkirchen. Zella.

Waltershausen. Tenneberg: Cabarz. Friedrichroda. H?rselgau. Reinhardtsbrunn. Thal: Ruhla. Wangenheim: Ettenhausen. Friedrichswerth. Gro?enbehringen. Hastrungsfeld. Sonneborn.

Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt.

Frankenhausen. G?llingen. Ichstedt. Kyffh?user. Rathsfeld. Rothenburg. Seega. Thalleben.

Rudolstadt. (K?nigsee:) Allendorf. Meuselbach. Oberrottenbach. Unterwei?bach. Leutenberg: Bucha. Burglemnitz. Eyba. Rudolstadt: Blankenburg. Greifenstein. Kirchhasel. Oberwirrbach. Schaala. Schwarzburg. Teichweiden. Zeigerheim. Stadtilm: Bücheloh. Griesheim. Paulinzelle.

Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen.

Arnstadt. Alkersleben. Dornheim. Espenfeld. Oberndorf. Plaue. Witzleben.

Sondershausen. Ebeleben: Allmenhausen. Keula. Gehren: Gro?breitenbach. Langewiesen. Sondershausen: Bendeleben. Gro?furra. Jechaburg.

Fürstentum Reu? ?ltere Linie.

Greitz. Burgk: Friesau. Pahnstangen. R?ppisch. Greiz: Fraureuth. Gottesgrün. Hermannsgrün.

Fürstentum Reu? jüngere Linie.

Gera. Gei?en. K?stritz. Kulm. Lusan. Tinz. Untermhaus. Hohenleuben: Reichenfels.

Schleiz. Hirschberg. Lobenstein: Ebersdorf. Harra. Schleiz: Kirschkau. R?dersdorf. Saalburg.

K. Pr. Regierungsbezirk Merseburg.

Bitterfeld. Alt-Je?nitz. Beyersdorf. Brehna. Friedersdorf. Mühlbeck. Talheim. Z?rbig.

Delitzsch. Beerendorf. Benndorf. Brinnis. Cletzen. Eilenburg. Grebehna. Hayna. Landsberg. Naundorf. Radefeld. Tiefensee. Zschepplin.

Eckartsberga. Auerstedt. Beichlingen. Burgh?seler. Burgwenden. [pg 471] C?lleda. Gorsleben. Heldrungen. Kannawurf. Leubingen. Memleben. Niederholzhausen. Sachsenburg. Steinbach. Wolmirstadt.

Halle und Saalkreis. Beesenlaublingen. B?llberg. Brachstedt. Buschdorf. C?nnern. Giebichenstein. Hohenturm. Krosigk. Mücheln. Nauendorf. Neutz. Peissen. Petersberg. Reideburg. Schlettau. Teicha. Wettin.

Liebenwerda. Alt-Burxdorf. Blumberg. Boragk. Elsterwerda. Gro?kmehlen. Gro?thieming. Langennaundorf. Martinskirchen. Mückenberg. Mühlberg. Ortrand. Osch?tzchen. Prettin. Saathain. Stolzenhain. Uebigau. Würdenhain.

Mansfelder Gebirgskreis. Arnstein. Conradsburg. Ermsleben. Falkenstein. Hettstedt. Mansfeld. Rammelburg. Siersleben. Walbeck. Wippra.

Mansfelder Seekreis. Alsleben. Amsdorf. Benkendorf. Burgisdorf. Eisleben. Esperstedt. Gerbstedt. G?dewitz. Heiligental. Helfta. Holzzelle. Ihlewitz. Müllerdorf. Pfützental. Polleben. Rottelsdorf. Schraplau. Seeburg. Stedten, Unterri?dorf. Unterr?blingen. Volkmaritz. Wimmelburg. Wormsleben.

Merseburg. Atzendorf. Beuchlitz. Corbetha. Cr?llwitz. Cursdorf. Dehlitz. Ermlitz. Hohenlohe. Kleinlauchstedt. Lauchstedt. L?ssen. Lützen. R?cken. R?ssen. Rundstedt. Schkeitbar. Treben.

Naumburg. Abtl?bnitz. Altenburg. Benndorf. Flemmingen. G?rschen. Hassenhausen. Kleinheringen. Kreipitzsch. Niederm?llern. Pforte. Rudelsburg. Saaleck. Schellsitz. Sch?nburg. Schulpforte.

Querfurt. Albersrode. Almsdorf. Altenroda. Balgstedt a. U. Barnstedt. Baumersrode. Bottendorf. Branderode. Braunsdorf. Burgscheidungen. Dobichau. Ebersroda. Eichst?dt. Freyburg. Gatterstedt. G?hrendorf. Goseck. Gro?osterhausen. Laucha. Leiha. Lodersleben. Markr?litz. Mücheln. Nebra. Neumark. Niedereichst?dt. Obercrumpa. Obereichst?dt. Obhausen. Pettst?dt. Pl??nitz. P?delist. Reinsdorf, Ro?leben. Sankt-Micheln. Schleberode. Sittichenbach. Spielberg. Vitzenburg. Wendelstein. Wilsdorf. Zeuchfeld. Zorbau. Zscheiplitz.

Sangerhausen. Artern. Beiernaumburg. Bernecke. Bielen. Brücken. Gonna. G?rsbach. Grillenberg. Hain. Heringen. Kaltenborn. Kelbra. Klosterrode. Lengefeld. Sittendorf. Stolberg. Windehausen.

Schweinitz. Cl?den. Frauenhorst. G?lsdorf. Herzberg. Malitschkendorf.

Torgau. Annaburg. Axien. Belgern. Dautzschen. Dommitsch. [pg 472] Elsnig. Graditz. Lebien. Lichtenburg. Schildau. Sitzenroda. Triestewitz. Zwethau.

Wei?enfels. Burgwerben. Dobergast. Droyssig. Gro?corbetha. Gro?p?tewitz. Hassel. Langendorf. Lissen. Markwerben. Meineweh. Obergrei?lau. Obschitz. P?tewitz. Schk?len. Untergrei?lau.

Wittenberg. Kemberg. Pretzsch. Reinharz. Schmiedeberg. Zahna.

Zeitz. Aue. Breitenbach. Gleina. Haynsburg. Langenaue. Posa. Predel. Profen. Schkauditz. Spora. Zipsendorf.

K. Pr. Regierungsbezirk Erfurt.

Erfurt. Alach. Bechstedtwagd. Gottstedt. Nottleben. Petersberg. Windisch-Holzhausen. Wandersleben.

Heiligenstadt. Bernterode. Besenhausen. Birkenfelde. Bischofsstein. Burgwalde. Dieterode. Dingelstedt. Ershausen. Freienhagen. Geisleden. Geismar. Gerbershausen. Gro?-Bartloff. Günterode. Hanstein. Heuthen. Hilfensberg. Hohengandern. Kefferhausen. Keudelstein. Kirchgandern. Kreuzeber. Lengenfeld. Lindewerra. Martinfeld. Reinholterode Rengelrode. Rimbach. R?hrig. Rustenberg. Rustenfelde. Schachtebich. Sch?nhagen. Siemerode. Stein. Uder. Volkerode. Wahlhausen. Werleshausen. Wiesenfeld. Wüstheuterode.

Langensalza. N?gelstadt. Oppershausen. Tennstedt. Thamsbrück. Vargula.

Mühlhausen. Ammern. Annerode. D?rna. Falken. Helmsdorf. Langula. Treffurt. Zella.

Nordhausen u. Grafsch. Hohenstein. Ascherode. Bleicherode. Dietenborn. Kleinfurra. Kleinwerthern. Lohra. Mitteldorf. Münchenlohra. Nohra. Tettenborn. Woffleben. Wolkramshausen.

Schleusingen. Altendambach. Christes. Heinrichs. Hinternah. Kühndorf. Rohr. St. Kilian. Schwarza. Suhl. Ve?ra. Waldau. Wiedersbach.

Wei?ensee. Gangloffs?mmern. Griefstedt. Ottenhausen. Rohrborn. S?mmerda.

Worbis. Adelsborn. Beuren. Bischofferode. Bodenrode. Bodenstein. Breitenworbis. Gerode. Gro?-Bodungen. Haur?den. Kirchohmfeld. Kirchworbis. Neustadt. Reifenstein. Scharfenstein. Teistungenburg. Wehnde.

Ziegenrück. Altenbeuthen. Blankenberg. Blintendorf. Bodelwitz. Liebengrün. Ranis. Reitzengeschwende. Wernburg.

[pg 473]

K. Pr. Regierungsbezirk Cassel.

Cassel. Breitenbach. Crumbach. D?rnhagen. Elgershausen. Eschenstruth. Helsa. Karlsdorf. Kaufungen. Niederzwehren. Nordshausen. Oberkaufungen. Waldau. Weimar. Wilhelmshausen. Wilhelmsh?he. Wilhelmstal. Windhausen.

Eschwege. Abterode. Bischhausen. Boyneburg. Brandenfels. Germerode. Herleshausen. Hoheneiche. Jest?dt. Nesselr?den. Netra. Schwebda. Wanfried. Willershausen. Wommen.

Frankenberg. Basdorf. Haina. Hessenstein. Rosental. Wiesenfeld.

Fritzlar. Besse. Büraberg. Gudensberg. Jesberg. Uttershausen. Wabern. Werkel.

Fulda. Adolfseck. Blankenau. Bieberstein. Giesel. Gro?enlüder. Haimbach. Johannisberg. K?mmerzell. Kleinheilig-Kreuz. Margretenhaun. Neuenberg. Neuhof. Oberbimbach. Petersberg. Welkers.

Gelnhausen. Alsberg. Altenha?lau. Aufenau. Birstein. Burgjossa. H?chst. Kirchbracht. Lohrhaupten. Meerholz. Niedermittlau. Orb. Unterreichenbach. W?chtersbach. Wirtheim.

Gersfeld. Tann.

Hanau. Bergen. Bischofsheim. Bockenheim. Bruchk?bel, Hochstadt. Hüttenges??. Kesselstadt. Langenselbold. Niederdorfelden. Rückingen. Rüdigheim. St. Wolfgang. Wilhelmsbad. Windecken.

Hersfeld. Aua. Ebersberg. Friedewald. Hattenbach. Johannesberg. Philippstal.

Hofgeismar. Gottesbüren. Grebenstein. Haueda. Helmarshausen. Hohenkirchen. Immenhausen. Krukenberg. Lippoldsberg. Sababurg. Trendelburg. Wilhelmshausen.

Homberg. Falkenberg. Neuenstein. Raboldshausen. Wallenstein.

Hünfeld. Hauneck. Neukirchen. Rasdorf. Rotenkirchen. Wehrda.

Kirchhain. Albshausen. Allendorf. Am?neburg. Anzefahr. Langenstein. Neustadt. Rauschenberg. Schweinsberg. Stausebach.

Marburg. Bauerbach. Caldern. Christenberg. Ebsdorf. Elisabethbrunnen. Frauenberg. Fronhausen. Leidenhofen. Lohra. Mellnau. Michelbach. Nieder-Asphe. Nieder-Walgern. Nordeck. Ober-Rosphe. Ober-Walgern. Treisbach. Wehrda. Wehrshausen. Weitershausen. Wenkbach. Wetter.

Melsungen. Altenburg. Altenstein. Breitenau. Carthause. [pg 474] Dagobertshausen. Felsberg. Gensungen. Harle. Heidau. M?rshausen. Niederm?llrich. Spangenberg.

Rinteln. (Exklave Grafschaft Schaumburg). Siehe Bd. V.

Rotenburg. Asmushausen. Blankenheim. Heimbach. Kornberg. Nentershausen. Ronshausen. Sontra. Tannenberg.

Schlüchtern. Altengronau. Schwarzenfels. Soden. Steckelberg. Steinau. Stolzenburg.

Schmalkalden. Auwallenburg. Barchfeld. Fambach. Haindorf. Hallenberg. Herrenbreitungen. Seligental. Steinbach-Hallenberg. Struth. Trusen.

Witzenhausen. Allendorf. Arnstein. Berlepsch. Lichtenau. Ludwigstein. Reichenbach.

Wolfhagen. Altendorf. Breuna. Burghasungen. Ehlen. Ehringen. Elmarshausen. Merxhausen. Naumburg. Niederelsungen. Oelshausen. Riede. Volkmarsen. Weidelsburg. Wettesingen. Zierenberg.

Ziegenhain. Hausen. Herzberg. Immichenhain. Michelsberg. Neukirchen. Ottrau. Rommershausen. Ropperhausen. Sch?nberg. Schrecksbach. Schwarzenborn. Spie?kappel. Treysa.

K. Bayr. Regierungsbezirk Oberfranken.

Bamberg I. Altenburg. Buttenheim. Giech. Gügel. Hallstadt. Litzendorf. Rattelsdorf. Sche?litz. Seehof. Stadelhofen.

Bamberg II. Burgebrach. Burgwindheim. Ebrach. Frensdorf. Lisberg. Schlüsselau. Seu?ling. Walsdorf.

Bayreuth. Bindlach. Bischofsgrün. Eckersdorf. Emtmannsberg. Gesees. Kolmdorf. Mengersdorf. Mengersreuth. Mistelbach. Obernsees. St. Johannis. Warmensteinach.

Berneck. Gefrees. Goldkronach. Himmelkron. Marktschorgast. Nemmersdorf. Neudrossenfeld.

Ebermannstadt. Aufse?. Burggailenreuth. Drügendorf. Freienfels. Heiligenstadt. Hollfeld. Nankendorf. Neudeck. Oberaufse?. Pretzfeld. Streitberg. Waischenfeld. Wonsees.

Forchheim. Effeltrich. Eggolsheim. Gr?fenberg. Hetzlas. Hilpoltstein. J?gersburg. Kersbach. Kirchenehrenbach. Leutenbach. Neideck. Neunkirchen. Pinzberg. Regensberg. St. Helena. Wei?enohe. Wiesenthau. Wildenfels.

H?chstadt a. A. Büchenbach. Hannberg. Herzogenaurach. Mühlhausen. Münchaurach. Oberreichenbach. Pommersfelden. Puschendorf. Schlüsselfeld. Sterpersdorf.

Hof. Feilitsch. Oberkotzau.

Kronach. Mitwitz. Steinberg.

Kulmbach. Buchau. Burggehaig. Harsdorf. Kasendorf. [pg 475] Mangersreuth. Melkendorf. Neudrossenfeld. Plassenburg. Sanspareil. Schwarzach. Thurnau. Trebgast. Veitlahm. Wernstein. Willmersreuth. Wirsberg. Zwernitz.

Lichtenfels. Altenkundstadt. Burgkundstadt. G?rtenroth. Hochstadt. Isling. Langheim. Mainrot. Marktzeuln. Michelau. Mistelfeld. Na?wang. Schney. Weismain.

Münchberg. Helmbrechts. Sparneck. Waldstein.

Naila. Lichtenberg. Reitzenstein.

Pegnitz. Betzenstein. Bronn. Creussen. G??weinstein. Lindenhart. Oberailsfeld. Pottenstein. Rabeneck. Rabenstein. Schnabelweid. Tüchersfeld. Volsbach.

Rehau. Hohenberg. Pilgramsreuth.

Stadtsteinach. Grafengehaig. Guttenberg. Kupferberg. Marienweiher. Marktleugast. Ludwigschorgast. Presseck. Rugendorf. Seibelsdorf. Untersteinach.

Staffelstein. Banz. D?ringstadt. Schottenstein. Se?lach. Unterleiterbach. Vierzehnheiligen.

Teuschnitz. Lauenstein. Ludwigstadt.

Wunsiedel. Alexanderbad. Epprechtstein. Katharinenberg. Kirchenlamitz. Redwitz. Schirnding. Sch?nbrunn. Thierstein.

K. Bayr. Regierungsbezirk Unterfranken.

Alzenau. H?rstein. K?lberau. M?mbris. Sch?llkrippen.

Aschaffenburg. Gro?ostheim. Hessental. Mespelbrunn. Schmerlenbach. Sch?nrain.

Brückenau. Maria-Ehrenberg. Schildeck. Volkersberg.

Ebern. Albersdorf. Altenstein. Baunach. Eyrichshof. Fischbach. Frickendorf. Gereuth. Gleusdorf. Heilgersdorf. Junkersdorf. Kirchlauter. Leuzendorf. Lichtenstein. Mürsbach. Obermerzbach. Pfaffendorf. Pfarrweisach. Rauheneck. Rentweinsdorf. Rotenhan. Untermerzbach.

Gemünden. Adelsberg. Burgsinn. Harrbach. Hofstetten. H?llrich. Homburg. Massenbuch. Rengersbrunn. Rieneck. Sch?nau. Weikersgrüben. Wolfsmünster.

Gerolzhofen. Abtswind. Alitzheim. Altensch?nbach. Astheim. Bimbach. Castell. Dimbach. Fahr. Gaibach. Hallburg. Kirchsch?nbach. Laub. Nordheim. Obereisenheim. Oberschwarzach. Prichsenstadt. Rüdenhausen. Sommerach. Stollberg. Sulzheim. Traustadt. Volkach. Wiesentheid. Zabelstein. Zeilitzheim.

Hammelburg. Aura. Diebach. Engental. Euerdorf. Fuchsstadt. Saaleck. Sodenberg. Sulztal. Thulba. Trimberg. Unterertal. Waitzenbach. Wasserlosen. Windheim.

[pg 476] Ha?furt. Augsfeld. Buch. Ebelsbach. Eltmann. Gleisenau. Kentzgau. Kirchaich. Limbach. Maria-Burghausen. Meckenried. Obertheres. Pr?lsdorf. Schmachtenberg. Sch?nbach. Schwappach, Ober- und Unter-. Steinbach. Stettfeld. Sylbach. Trossenfurt. Unterhohenried. Untertheres. Wonfurt. Zeil.

Hofheim. Aidhausen. Bettenburg. Birkenfeld. Birnfeld. Bramberg. Bundorf. Burgreppach. Eichelsdorf. Friesenhausen. Go?mannsdorf. Happertshausen. Junkersdorf. Oberlauringen. Ostheim. Stadtlauringen. St?ckach. Wettringen. Wetzhausen.

Karlstadt. Altbessingen. Arnstein. Aschfeld. Bonnland. Büchold. Bühler. Duttenbrunn. Erbshausen. Eu?enheim. F?hrbrück. G?nheim. Gauaschach. Gramschatz. Himmelstadt. Karlsburg. Laudenbach. Müdesheim. Retzbach. Retzstadt. Reuchelheim. Rohrbach. Schwebenried. Thüngen. Wülfershausen. Zellingen.

Kissingen. Aschach. Bildhausen. Bocklet. Bodenlauben. Burglauer. Eltingshausen. Frauenroth. Gro?wenkheim. Lauter. Münnerstadt. Steinach.

Kitzingen. Bietelried. Biebergau. Buchbrunn. Bullenheim. Dettelbach. Efeldorf. Etwashausen. Fr?hstockheim. Gerlachshausen. Gn?tzheim. Gro?- und Kleinlangheim. Herrnsheim. Mainbernheim. Mainsondheim. Mainstockheim. Marktbreit. Marktstett. Michelfeld. Münsterschwarzach. Obernbreit. Prosselsheim. Repperndorf. R?delsee. Schwaneberg. Segnitz. Seinsheim. Stadtschwarzach. Sulzfeld. W?sserndorf. Wiesenbronn.

K?nigshofen. Althausen. Aubstadt. Breitensee. Eibstadt. Eyershausen. Findelberg. Gollmuthausen. Ipthausen. Irmelshausen. Kleinbardorf. Merkershausen. Oberessfeld. Serrfeld. Sternberg. Trappstadt. Untere?feld. Waltershausen. Wildburg. Wülfershausen.

Lohr. Maria-Buchen. Neuhütten. Neustadt a. M. Rotenbuch. Rotenfels. Steinbach.

Marktheidenfeld. B?ttigheim. Dorfprozelten. Esselbach. Fechenbach. Grünau. Hafenlohr. Hasloch. Holzkirchen. Homburg. Karbach. Kreuzwertheim. Lengfurt. Remlingen. Stadtprozelten. Trennfeld. Triefenstein. Uttingen.

Mellrichstadt. Bahra. Eu?enhausen. Filke. Fladungen. Künsbergk. Leubach. Mauerschedel. Mittelstreu. Mühlfeld. Nordheim. Oberfladungen. Oberstreu. Reyersbach. Ro?rieth. Stockheim. Unsleben. Wechterswinkel.

Miltenberg. Amorbach. Amorsbrunn. Engelsberg. Gro?- und Klein-Heubach. Schneeberg. St. Gotthardsberg. Wildenberg.

[pg 477] Neustadt a. S. Bischofsheim. Brend-Lorenzen. Heustreu. Hollstadt. Kreuzberg. Osterburg. Salz. Salzburg.

Obernburg. Himmeltal.

Ochsenfurt. Aub. Baldersheim. Bieberehren. Bolzhausen. Butthart. Darstadt. Eibelstadt. Erlach. E?feld. Euerhausen. Frickenhausen. Gauk?nigshofen. Gelchsheim. Giebelstadt. Go?mannsdorf. Gützingen. Herchsheim. Hopferstadt. Ingolstadt. Kleinochsenfurt. Reichelsberg. Reichelsburg. Rittersheim. R?ttingen. Sommerhausen. St. Kunigund. Tückelhausen. Winterhausen. Wolkshausen. Zeubelried.

Schweinfurt. Bergrheinfeld. Eckardshausen. Egenhausen. Ettleben. Euerbach. Garstadt. Geldersheim. Gochsheim. Grafenrheinfeld. Grettstadt. Heidenfeld. Heiligental. Hirschfeld. Holzhausen. Klingenberg. L?ffelsterz. Maibach. Mainberg. Obbach. Obereuerheim. Pfundhausen. Reichmannshausen. Schwebheim. S?mmersdorf. Werneck. Weyer. Wipfeld. Zeuzleben.

Würzburg. Bergtheim. Burggrumbach. Eisingen. Erlabrunn. Estenfeld. Gerbrunn. Güntersleben. Heidingsfeld. Himmelpforten. H?chberg. Kirchheim. Kleinrinderfeld. Kürnach. Lindflur. Maidbronn. Margetsh?chheim. Mergelsh?chheim. Mühlhausen. Oberdürrbach. Oberleinach. Oberzell. Randersacker. Reichenberg. Rimpar. Rottenbauer. Rottendorf. Schenkenschlo?hof. Stettbach. Teilheim. Thüngersheim. Unterdürrbach. Unter-Leinach. Unterpleichfeld. Unterzell. Veitsh?chheim. Waldbüttelbrunn. Zell.

[Blank Page]

[pg 479]

Künstlerverzeichnis.

AB 110.

A. L. 317.

Adler, Fr. 272.

Aglio, A. S. 59.

Agostino, Lazzaro 437.

Ahrens 420.

Albert v. Soest 324.

Ammann, Jost 22.

Anwander, J. 41. 192. 286.

Appiani, Gius. 407. 445.

Arnold v. Westfalen 265. 267. 268. 269. 276. 334. 348. 349. 389. 390.

Asam 11. 95. 456.

Auwera, Jakob van der 95. 438. 449. 451.

Auwera, Joh. Wolfgang v. d. 11. 399. 404. 435. 451.

Auwera, Lucas v. d. 452.

Auwera, Richt. der 23. 452.

Bacher, Gideon 219.

Backofen u. s. Schule 21. 69. 70. 161. 167. 186. 251. 440.

B?hr, George 78. 81. 87. 89. 118. 159. 182. 192. 203. 247. 248. 304. 368. 374.

Balestra 86.

Baratta, Franc. 80. 86.

Barthel von Durlach 12.

Barthel, Melch. 223. 238.

Basler, Peter 139.

Basti, Matteo 24.

Bauer (Augsburg) 80.

Bauer, Peter 462.

Beaumont, Adam 204.

Beck, Leonh. 444.

Beham, H. S. 47.

Behem, J. 237.

Behringer, Wolf 191.

Berger 88.

Bergner, Nik. 216 f.

Bernini, L. 80. 86. 95.

Berwart, Blasius 333.

Bestheimer, J. N. 264.

Bibiena, Carlo 48.

Bibiena, Giuseppe 48.

Birkner, Wolfg. 220.

Blondel 430.

Bock, Hans 176. 408.

Bodenstein, Chr. 355.

Bodt, Jan de 86. 223.

Boffrand, G. 450.

Bogenkranz, Zach. 169.

B?hm, Franz 40.

B?hme d. ?., Joh. Heinr. 13. 161. 298. 335. 435.

Bolster, G. M. 1. 60. 114. 130.

Bonalino 40. 128. 217.

Borcht v. d. 87.

Bormann, Jan 160.

Bossi, Ant. 447. 451.

Bossi, Augustin 73. 398.

Bossi, Materno 92 ff. 133. 210 f. 346. 387. 445. 447. 451. 457.

Bouts, Dirk 244.

Braun, Erasmus 35.

Braunschweig, Heinrich u. Ludolf v. 168 f.

Bromeis 206.

Brückner, A. 140.

Bruigt, ?gid. de 208.

Brunner, Melch. 273.

[pg 480] Buchau, Cl. K. 277.

Buchner, P, 83f. 223. 278. 309.

Bühner 379.

Bueler 438.

Buttigen (Büdingen?), Conrad v. 12.

Butz?us 118.

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